Bezüglich der Beurteilung der Verwandtschaften von Trichocellus und Dicheirotrichus gibt es unterschiedliche Auffassungen. Ich folge hier Jaeger (in FHL Bd. 2, 2. (erweiterte) Auflage).
#1
Egadroma Motsch., 1855Oberseite mit grünmetallischem Schein [Abb. 1], Flügeldecken genetzt.
Abb. 1
→ 2-Oberseite nicht metallisch, manchmal aber irisierend. Flügeldecken höchstens mit feiner Mikroskulptur.
Dicheirotrichus Jac. du Val 1557Halsschildhinterecken scharf, fast rechtwinkelig und meist mit je einer langen Borste besetzt [Abb. 2]. Oberseite behaart [Abb. 3], besonders deutlich an den Seiten und am Absturz der Flügeldecken; auf der Scheibe oft ± abgerieben.
Abb. 2Abb. 3
→ 3-Halsschildhinterecken gerundet oder flach stumpfwinkelig; wenn scharf, dann ohne lange Borste und - außer bei 1 Art von den Azoren - die Oberseite kahl.
→ 4Hintertarsen an der Außenseite des ersten (bzw. auch 2. und 3.) Gliedes mit feinem Längskiel (nicht -kante (!), manchmal sehr schlecht zu sehen), der bis an die kräftige Endborste reicht. 4,5-9,5 mm.
→ 5-Hintertarsen an der Außenseite des ersten Gliedes ohne Längskiel, einfach gerundet oder höchstens etwas gekantet. Durchschnittlich kleiner.
Trichocellus Gglb.1892Oberseite ganz oder nur die äußeren Zwischenräume der Flügeldecken behaart, auch die Tarsenoberseite spärlich behaart. Halsschildhinterecken verrundet. Gattung Dicheirotrichus, Untergattungen Oreoxenus und
→ 6-Oberseite unbehaart, andernfalls (bei 1 Art von den Azoren) die Hinterecken des Halsschilds scharf winkelig.
BradycellusFlügeldecken stärker gewölbt, nach hinten meist etwas bauchig erweitert. Halsschildbasis zwischen Seitenrand und Basaleindruck ± aufgewölbt. Kinn mit Mittelzahn.
→ 7-Flügeldecken flacher gewölbt, nie bauchig erweitert. Halsschildbasis zwischen Seitenrand und Basaleindruck flach. Kinn ohne Mittelzahn [Abb. 5].