Familie Carabidae

ColeopteraAdephaga
Von Arved Lompe
Bestimmungstabelle der Unterfamilien und Triben.
Arten aus Nordamerika siehe ...Carabidae_NA
Arten aus Südamerika siehe >>>"https://sites.google.com/site/carabidaeguilhermeide/carabidae---geral/classificacaoclassification/erwin-et-al-2012"
und >>>"F:\taxa\coleo\scans\Reichardt1977 Carabidae Neotropis.pdf"
#1
Paussus L., 1775Fühler 2-gliedrig, keulenförmig [Abb. 1], bei Ameisen lebende Arten. Unterfamilie Paussinae, Gattung
paussus_favieri.jpg
Abb. 1
→ 2-Fühler 11-gliedrig.
#2
CicindelinaeFühler innerhalb der Wurzeln der Oberkiefer gelegen. Oberlippe groß und breit, überragt seitlich die Fühlerwurzeln [Abb. 2]. Augen groß, vorstehend und der Kopf damit oft breiter als der Halsschild [Abb. 3].
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Abb. 2
cicindela_campestris_hab.jpg
Abb. 3
→ 3-Fühler hinter den Wurzeln der Oberkiefer in der Verlängerung ihrer Seitenfurche gelegen. Oberlippe schmaler, überragt die Fühlerwurzeln seitlich nicht [Abb. 4]
amara_kopf.jpg
Abb. 4
#3
Omophron Latreille, 1802Körperumriß geschlossen, kaum 1,5 x so lang wie breit, [Abb. 5]. Beine und Fühler lang und dünn, Schildchen vom Hinterrand des Halsschildes überdeckt. Flügeldecken mit 14 oder mehr Streifen. Unterfamilie Omophroninae, Gattung
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Abb. 5
→ 4-Körper mehr als doppelt so lang wie breit, und meistens stärker gegliedert, d.h. Kopf und Halsschild vom Körper +/- abgesetzt und frei beweglich. Flügeldecken flacher, meistens mit 9, selten mit 10 oder 12 Streifen.
#4
BrachininaeFlügeldecken nach hinten auffallend verbreitert, dort abgestutzt, den Hinterleib nicht ganz bedeckend, stark gewölbt. Hinterleib auffallend dick, mit 8 (♂) oder 7 (♀) sichtbaren Sterniten. Häufig Vorderkörper rot mit blaugrünen Flügeldecken [Abb. 6]. Bombardierkäfer.
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Abb. 6
→ 5-Hinterleib mit 6 sichtbaren Sterniten, nicht auffallend dick. Flügeldecken in der Mitte am breitesten oder abgeflacht.
#5
Trachypachus Motschulsky, 1844Alle Fühlerglieder nur mit locker gestellten Borsten besetzt. 5-6 mm [Abb. 7], im Norden von Europa. Familie Trachypachidae, Gattung
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Abb. 7
→ 6-Fühlerglieder zumindest vom 5. an pubescent behaart.
#6
BembidiiniLetztes Glied der Kiefertaster klein stiftförmig, wesentlich dünner und kaum halb so lang wie das verdickte vorletzte [Abb. 8]. Unterfamilie Trechinae, Tribus
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Abb. 8
→ 7-Letztes Glied der Kiefertaster an der Basis so breit wie das vorletzte, selten schmäler, dann aber mehr als halb so lang wie das vorletzte [Abb. 9].
duvalius_taster.jpg
Abb. 9
#7
→ 8Vorderschienen mit kleiner Putzscharte: Die Öffnung der Putzscharte an der Spitze der Vorderschienen, diese +/- gerade entlang der Unterseite verlaufend, ohne deutlichen seitlichen Ausschnitt, die beiden Enddorne liegen etwa in gleicher Höhe, der äußere überragt deutlich die Schienenspitze [Abb. 10].
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Abb. 10
→ 11-Vorderschienen mit großer Putzscharte: Die Öffnung der Putzscharte vor der Spitze der Vorderschienen gelegen, entweder seitlich schräg nach innen ausgeschnitten [Abb. 11] und an der Unterseite gelegen oder als Aussparung an der Innenseite [Abb. 12]. Der äußere Enddorn der Vorderschienen ist an die Basis dieses Ausschnittes gerückt. Er überragt die Schienenspitze nicht oder nur wenig
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Abb. 11
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Abb. 12
#8
CychrusVorderkörper schlank, Kopf schnauzenförmig verlängert [Abb. 13], Oberkiefer schlank, verlängert, mit 3 Endzähnen und bürstenartig beborstet. Oberlippe tief ausgerandet, Endglied der Taster beilförmig und löffelartig ausgehöhlt [Abb. 14]. Hinterhüften getrennt. Unterfamilie Carabinae, Tribus Cychrini, Gattung
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Abb. 13
cychrus_kopf.jpg
Abb. 14
→ 9-Kopf nicht auffallend verlängert [Abb. 15]. Oberkiefer kürzer, mit 1-2 Endzähnen und nicht bebürstet. Oberlippe höchstens leicht ausgerandet. Hinterhüften berühren sich.
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Abb. 15
#9
CarabiniMandibeln ohne Borstenpunkte in der Außenfurche. Basis der Flügeldecken ungerandet. Meist große Arten mit breiten Flügeldecken, selten unter 15 mm. Unterfamilie Carabinae, Tribus
→ 10-Mandibeln mit wenigstens einem Borstenpunkt in der Außenfurche [Abb. 16] (die Borste ist oft abgebrochen!) oder mehreren Haaren. Meist kleinere Arten mit schlankeren Flügeldecken, selten über 15 mm.
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Abb. 16
#10
NebriiniBasis der Flügeldecken gerandet [Abb. 17] [Abb. 18], Halschild mit Borsten am Seitenrand. Fast stets nur 1 Borstenpunkt auf dem Scheitel neben den Augen (Supraorbitalborste) und 1 Borste in der Mandibelfurche. Unterfamilie Nebriinae, Tribus
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Abb. 17
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Abb. 18
Opisthiini Dupuis, 1912-Basis der Flügeldecken ungerandet [Abb. 19] [Abb. 20], Halsschild ohne Borsten. Scheitel mit 2 Supraorbitalborsten, Mandibelfurchen mit 1 Borste. Arten aus der Neuen Welt und Indien. Unterfamilie Nebriinae, Tribus
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Abb. 19
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Abb. 20
#11
→ 12Augen sehr groß, ihre gemeinsame Breite übertrifft die Breite der Stirn [Abb. 21] [Abb. 22]. Die Putzscharte liegt an der Unterseite der Vorderschienen.
notiophilus_kopf.jpg
Abb. 21
elaphrus_kopf.jpg
Abb. 22
→ 13-Augen relativ kleiner, zusammen nicht breiter als die Stirn. Die Putzscharte liegt als Aussparung auf der Innenseite im letzten Drittel der Vorderschienen [Abb. 12].
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Abb. 12
#12
Notiophilus Dumeril,Kopf und Halsschild fast so breit wie die Flügeldecken, diese mit einem spiegelglatten Feld. Augen groß, fast die ganzen Kopfseiten einnehmend. Auf der Stirn zwischen den Augen mit Längskielen [Abb. 21]. Putzscharte als deutliche Aussparung angelegt. Kleiner 6 mm. Unterfamilie Nebriinae, Tribus Notiophilini, Gattung
notiophilus_kopf.jpg
Abb. 21
Elaphrini-Kopf und Halsschild viel schmäler als die Flügeldecken, diese mit auffñlligen Augenflecken. Kopf hinter den Augen mit deutlichen Schläfen. Ohne Längskiele auf der Stirn zwischen den Augen [Abb. 22]. Putzscharte nur ganz flach ausgebildet. Über 5,5 mm. Unterfamilie Elaphrinae, Tribus
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Abb. 22
#13
Loricera Latreille, 1802Fühlerglieder 2-4 mit auffallend kräftigen Borsten, die viel länger sind als die Fühlerglieder selbst [Abb. 23]. Außenseite der Vorderschienen nicht dornförmig verlängert. Unterfamamilie Loricerinae, Tribus Loricerini, Gattung
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Abb. 23
→ 14-Die Fühlerglieder 2-4 nicht mit so langen Borsten besetzt.
#14
ScaritinaeDie Außenseite der Vorderschienen über die beiden ersten Tarsenglieder hinaus dornförmig verlängert, oft noch mit zusätzlichen Seitenzähnen oder Dornen [Abb. 24]. Halsschild zur Basis sehr stark verengt [Abb. 25], Mesothorax als Stielchen ausgebildet. Fühlerwurzeln durch eine seitliche Verbreiterung der Stirn überdeckt, Fühler kurz, überragen den Halsschildhinterrand nicht. Unterfamilie
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Abb. 24
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Abb. 25
→ 15-Vorderschienen außen an der Sitze nicht fingerförmig verlängert. Die Epimeren (Em) der Mittelbrust erreichen die Mittelhüfthöhlen (Mh) nicht, weil sich ein Fortsatz der Hinterbrust (Hb) dazwischen schiebt [Abb. 26].
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Abb. 26
#15
→ 16Halsschild vom Hinterleib durch einen kurzen Stiel der Mittelbrust getrennt [Abb. 27].
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Abb. 27
→ 20-Halsschild vom Hinterleib nicht stielartig getrennt, mitunter aber nach hinten stark verengt.
#16
→ 17Fühler erst vom 5. Glied ab fein behaart, die ersten 4 Glieder bis auf einzelne längere Börstchen oder Borstenkränze an den Enden des 3. und 4. Glieds kahl. Stirn jederseits nur mit 1 Supraorbitalborste.
→ 18-Auch die Basisglieder der Fühler fein behaart. Arten aus Südeuropa
#17
Apotomus Illiger, 1807Kiefertaster auffallend verlängert, so lang wie der Kopf [Abb. 28] . Oberseite behaart. Ca. 5 mm. Iberische Halbinsel. Unterfamilie Apotominae, Gattung
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Abb. 28
Broscinae-Kiefertaster normal lang. Unterfamilie
#18
Nomius Laporte de Castelnau, 1835Kopfoberseite kahl, Stirn neben den Augen mit 2 Supraorbitalborsten [Abb. 29]. Unterfamilie Psydrinae, Tribus Psydrini, Gattung
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Abb. 29
→ 19-Kopf oberseits mit Borsten oder Haaren Stirn nur mit einer Supraorbitalborste neben den Augen, die in der übrigen Beborstung mitunter schwer auszumachen ist.
#19
Siagona Latreille, 1804Extrem abgeflachte über 10 mm große Arten [Abb. 30]. Unterfamilie Siagoninae, Gattung
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Abb. 30
Apotomus Illiger, 1807-Kleine um 5 mm große, zylindrische Arten. Kiefertaster auffallend verlängert, so lang wie der Kopf [Abb. 28]. Mittel- und Hinterschienen am Ende mit einer Ausrandung [Abb. 31]. Unterfamilie Apotominae, Gattung
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Abb. 28
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Abb. 31
#20
→ 21Halsschild +/- zylindrisch, ohne deutlichen Seitenrand, dieser höchstens unvollständig angedeutet [Abb. 32].
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Abb. 32
→ 22-Halsschild ± abgeflacht, stets mit deutlichem, ± scharfem und vollständigem [Abb. 33] Seitenrand
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Abb. 33
#21
Drypta Latreille, 1796Schläfen kurz. 1. Fühlerglied so lang wie 2.-4. zusammen, alle Glieder behaart. Halsschild ganz ohne Andeutung eines Seitenrandes [Abb. 34]. 4. Tarsenglied sehr lang 2lappig ausgezogen. Unterfamilie Harpalinae, Tribus Dryptini, Gattung Tabelle aller Gattungen des Tribus ...Dryptini
drypta_habitus.jpg
Abb. 34
Odacanthini-Schläfen lang. 1. Fühlerglied nicht so lang wie 2. und 3. zusammen, Glieder erst vom 4. ab behaart. Halsschild mit der Andeutung eines unvollständigen Seitenrandes [Abb. 35]. Unterfamilie Harpalinae, Tribus
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Abb. 35
#22
TrechiniDer Augen- und Schläfenbereich ist durch eine bogenförmige Fuche deutlich von der Stirn abgesetzt [Abb. 36]. Der vertiefte Nahtstreif biegt am Flügeldeckenende im Bogen nach außen und vorne um und endet kurz vor dem Ende des (oft schwachen) 3. oder 5. Flügeldeckenstreifs (,Trechusbogen' [Abb. 37]). (Bei der Gattung Perileptus fehlt der Trechusbogen, die Arten sind aber durch die backenartig abgegrenzten Schläfen als Trechini zu erkennen.) Unterfamilie Trechinae, Tribus
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Abb. 36
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Abb. 37
→ 23-Augen und Schläfen nicht backenartig abgegrenzt. Der Nahtstreif bildet keinen ,Trechusbogen' und ist am Flügeldeckenende höchstens mit dem 8. oder dem Randstreif verbunden.
#23
Amblystomus Erichson, 1837Oberlippe +/- asymmetrisch ausgeschnitten. Flügeldecken undeutlich abgestutzt, den Hinterleib ganz bedeckend. Kleine schwarze Arten von 2-6 mm Länge. Unterfamilie Harpalinae, Tribus Amblystomini, Gattung
→ 24-Oberlippe nicht asymmetrisch ausgeschnitten.
#24
Masoreina Chaudoir, 1870Enddorn der der Hinterschienen sehr lang, überragt die Mitte des 1. Tarsengliedes. Flügeldecken undeutlich abgestutzt. Unterfamilie Harpalinae, Tribus Cyclosomini, bei uns nur Subtribus
→ 25-Enddorn der Hinterschienen kürzer, Flügeldecken nicht oder deutlich abgestutzt; wenn der Enddorn ähnlich lang ist, dann sind die Flügeldecken auch nicht andeutungsweise abgestutzt (Gattung Platyderus).
#25
LebiiniDie Flügeldeckenenden gerade oder schräg abgestutzt [Abb. 38]. Zumindest die Spitze des Abdomens unbedeckt [Abb. 39]. Flügeldecken am Ende gerade nach hinten gestreckt, keinen deutlichen Flügeldeckenabsturz bildend [Abb. 40]. Unterfamilie Harpalinae, Tribus
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Abb. 38
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Abb. 39
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Abb. 40
→ 26-Flügeldecken am Ende einzeln oder gemeinsam abgerundet [Abb. 41] oder ± zugespitzt, manchmal zum Ende neben der Spitze seitlich etwas ausgerandet, das Abdomen normal bedeckend. Flügeldecken bilden - bis auf wenige Ausnahmen, die aber eindeutig abgerundete Flügeldeckenenden haben - einen deutlichen Absturz am Ende [Abb. 42].
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Abb. 41
pterostichitae_fld_ende.jpg
Abb. 42
#26
PanagaeusDie Augen stehen an der Kopfbasis mehr als halbkreisförmig vor [Abb. 43]. Das Endglied der Kiefertaster sitzt dem Ende des vorletzten schräg außen auf [Abb. 44]. Flügeldecken mit schwarzer Kreuzzeichnung auf rotgelbem Grund [Abb. 45]. Unterfamilie Harpalinae, Tribus Panagaeini, Gattung
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Abb. 43
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Abb. 44
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Abb. 45
→ 27-Augen nicht mehr als halbkreisförmig vortretend. Kiefertasterendglied dem Ende des vorletzten ± zentral angefügt
#27
→ 28Oberkiefer einfach gerundet bis scharf zugespitzt. Kopfschild nicht ausgerandet, Basalmembran der Oberlippe bedeckt [Abb. 46]
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Abb. 46
Licinini-Oberkiefer an der Spitze breit beißzangenartig [Abb. 47] oder breit zweizähnig [Abb. 48]. Kopfschild einfach oder ± ausgerandet und beiderseits der Ausrandung stumpf gehöckert. Oberlippe tief ausgerandet, manchmal wie verkrüppelt; der Kopfschild läßt einen Teil der häufigen Basalmembran [Abb. 49] frei. Unterfamilie Harpalinae, Tribus
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Abb. 47
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Abb. 48
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Abb. 49
#28
→ 29Neben dem oberen Augenrand befindet sich nur 1 Porenpunkt mit Borste (Supraorbitalborste). Selten mit 2 Borsten (Zabrus ovipennis, einige Ditomina).
→ 33-Neben dem oberen Augenrand 2 Porenpunkte mit Borsten (Achtung, die Borsten sind oft abgebrochen!). Selten fehlt die vordere Borste (bei Pterostichus crassiusculus).
#29
→ 30Fühler erst vom 4. Glied an mit einer Grundbehaarung, das 3. Fühlerglied nur mit einem Ring endständiger Börstchen, sonst unbehaart [Abb. 50]. Flügeldecken kahl.
amara_f.jpg
Abb. 50
→ 32-zumindest das 3. Fühlergrlied in der distalen Hälfte +/- dicht behaart [Abb. 51].
harpalus_f.jpg
Abb. 51
#30
OodiniBis 10 mm große Arten ohne Borsten am Halsschildseitenrand. Vorletztes Lippentasterglied höchstens mit 1 Börstchen. Endglied der Hintertarsen direkt über jedem Klauenansatz mit 1 Börstchen, sonst kahl [Abb. 52]. Die Seitenrandkehle umgreift die Flügeldeckenspitze und verläuft bis zur Naht [Abb. 53]. Ovale, schwarzbraune Arten [Abb. 54]. Unterfamilie Harpalinae, Tribus
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Abb. 52
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Abb. 53
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Abb. 54
→ 31-Halsschildseitenrand mit mindestens 1 Borste oder >10 mm.
#31
Zabrus Clairville, 1806🗺ColeowebGroße Arten > 10 mm. Halsschildseitenrand ohne oder nur mit einer Borste, die aber nicht am Hinterwinkel steht. Unterfamilie Harpalinae, Tribus Zabrini, Gattung
Pterostichus Bonelli, 1810-Kleinere Arten < 10 mm. Halschildseitenrand mit einer Borste in den Hinterwinkeln und einer weiteren vor der Mitte. Arten von der Balkanhalbinsel und aus Kleinasien (Türkei). Untergattung Haptoderotapinus und Haptotapinus der Gattung
#32
Chlaeniini1. bis 3. Fühlerglied etwas behaart, vom 4. Glied an stärker behaart. Flügeldecken meist behaart, selten kahl. Beim ♂ die Mitteltarsen nicht verbreitert. Unterfamilie Harpalinae, Tribus
Harpalini-1. und. 2. Fühlerglied meist bis auf die normalen Tastborsten kahl, selten etwas behaart. 3. Fühlerglied wenigstens in der distalen Hälfte dicht behaart [Abb. 51] (manchmal schwer erkennbar). Flügeldecken kahl oder behaart. Beim ♂ oft auch die Mitteltarsen verbreitert. Unterfamilie Harpalinae, Tribus
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Abb. 51
#33
→ 34An der Innenseite des vorletzten Lippentastergliedes stehen nur 2, selten 3 Borsten senkrecht zur Längsachse [Abb. 55] (am Ende des Gliedes +/- in Richtung der Längsachse stehende weitere Borsten dürfen hier nicht mitgezählt werden). Körperumriß meist stärker gegliedert [Abb. 56].
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Abb. 55
pterostichus_hab.jpg
Abb. 56
Amara Bonelli, 1810-An der Innenseite des vorletzten Lippentastergliedes stehen mehr als 2 Borsten [Abb. 57]. Körperumriß meist von geschlossener Form [Abb. 58]. Unterfamilie Harpalinae, Tribus Zabrini, Gattung
amara_ts.jpg
Abb. 57
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Abb. 58
#34
→ 35Größere Arten über 4 mm. Der 8. Flügeldeckenstreifen normal tief, zum Ende der Flügeldecken in gleichmäßiger Entfernung vom Seitenrand verlaufend. Die mittleren Fühlerglieder länglich. Kiefertasterendglied meistens nicht länger als das vorletzte.
Perigoninae Perigona Castelnau, 1835-Kleinere Arten bis 3 mm [Abb. 59] (gilt nur für Europa). Der 8. Flügeldeckenstreifen sehr stark vertieft, nach hinten vom Seitenrand der Flügeldecken entfernt und neben der Naht die Spitze erreichend. Mittlere Fühlerglieder kurz, perlschnurartig angeordnet [Abb. 60]. Kiefertasterendglied auffallend lang kegelförmig, dem kürzeren vorletzten nicht ganz zentral aufgesetzt. Unterfamilie In Europa nur Gattung (=Trechicus LeConte, 1853)
trechicus_nigriceps_hab.jpg
Abb. 59
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Abb. 60
#35
→ 36Außenfurche der Mandibeln vorne mit einer Borste in einem Porenpunkt (der auch noch zu sehen ist, wenn die Borste abgebrochen ist). ♂ mit 2 erweiterten und unterseits bebürsteten Vordertarsengliedern
→ 37-Außenfurche der Mandibeln vorne ohne Borste. Flügeldecken mit Basalrand. ♂ mit 3 erweiterten Vordertarsengliedern.
#36
PogoniniFlügeldecken mit Basalrand [Abb. 61]. Tarsen oberseits längsgefurcht. 3. Fühlerglied vollständig behaart. Unterfamilie Trechinae, Tribus
pogonus_schulter.jpg
Abb. 61
Patrobini-Flügeldecken ohne Basalrand [Abb. 62]. Tarsen oberseits ungefurcht gerundet. 3. Fühlerglied vollständig behaart. Unterfamilie Trechinae, Tribus
patrobus_schulter.jpg
Abb. 62
#37
Abacetus Dejean 1828Labium sehr wenig ausgerandet, der Mittenzahn im Niveau der Seitenlappen. 2. Fühlerglied an der Spitze des ersten seitlich versetzt eingelenkt [Abb. 63]. Unterfamilie Harpalinae, Tribus Abacetini, Gattung
abacetus_salzmanni_fhlr.jpg
Abb. 63
→ 38-Labium stark ausgerandet, die Seitenlappen nach vorne vorstehend. 2. Fühlerglied nicht versetzt eingelenkt.
#38
→ 39Epipleuren vor der Spitze der Flügeldecken gekreuzt oder einfach. Trochanter an den Hinterbeinen etwa halb so lang wie der Schenkel. Arten mit deutlich zur Spitze verbreiterten Vorderschienen gehören hierher.
→ 40-Epipleuren vor der Spitze der Flügeldecken nicht gekreuzt, nach hinten allmählich schmaler werdend. Trochanter an den Hinterbeinen höchstens 1/3 so lang als die Schenkel. Vorderschienen schlank, nur wenig verbreitert, zwischen Spitze und Putzscharte fast parallel. Im Zweifelsfall gehören Arten mit gezähnten Klauen hierher.
#39
Morion Latr., 1810Vorderschienen an der Außenecke zahnförmig ausgezogen [Abb. 64]. Habitus [Abb. 65]. Griechenland, Türkei. Unterfamilie Harpalinae, Tribus Morionini.
morion_olympicus_vschn.jpg
Abb. 64
morion_olympicus_hab.jpg
Abb. 65
Pterostichini-Vorderschienen an der Außenecke verrundet, kaum vorgezogen. Unterfamilie Harpalinae, Tribus
#40
PlatyniniProsternalfortsatz an der Spitze nicht gerandet. Absturz des Prosternalfortsatzes breit und flach. Unterfamilie Harpalinae, Tribus
Sphodrini-Prosternalfortsatz gerandet oder ungerandet, der Absturz schmal und +/- scharf gekantet. Unterfamilie Harpalinae, Tribus
Enthaltene TaxaAbacetusAmaraAmblystomusApotomusBembidiiniBrachininaeBroscinaeCarabiniChlaeniiniCicindelinaeCychrusDryptaElaphriniHarpaliniLebiiniLicininiLoriceraMasoreinaMorionNebriiniNomiusNotiophilusOdacanthiniOmophronOodiniOpisthiiniPanagaeusPatrobiniPaussusPerigonaPerigoninaePlatyniniPogoniniPterostichiniPterostichusScaritinaeSiagonaSphodriniTrachypachusTrechiniZabrus
Erstellt am: 27.07.2012 · Letzte Aktualisierung: 08.08.2025 - 15:29:55
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