Der deutsche Name 'Fächerflügler' weist auf den Flügelbau hin: die Flügel, soweit vorhanden, bilden eine Art membranöses, schmales Zünglein, das an seinen Rändern sehr lange Borsten trägt
[Abb. 1]. Ähnliche Flügel gibt es auch bei sehr kleinen Vertretern anderer Insektengruppen
[Abb. 2]. Damit ist ein aerodynamischer Flug nicht möglich; die Luft ist für diese winzigen Tiere so zäh, daß sie darin nur paddeln können, ähnlich wie ein
Haliplus im Wasser oder wir in einem Becken voll Honig; allenfalls auf sehr kurzen Strecken könnte ein Ziel aktiv angeflogen werden. Wind und Thermik tragen das ihre zur Verbreitung der Tiere bei, aber auch Phoresie dürfte zum Erreichen der Lebensräume genutzt werden. Das Klauenglied der Tarsen ist bei vielen Arten extrem stark verlängert und die vorherhenden sehr stark verkürzt
[Abb. 3]. Ich deute das als Klammerorgan, um sich durch Phoresie an geeignete Lebensräume tragen zu lassen. Ich habe einige Arten auch am Licht gefunden, das sie von ihren Lebensräumen aus kaum durch gezieltes Anfliegen erreicht haben dürften.