Durch die gedrungene Gestalt leicht von
Lixus zu unterscheiden. Rüssel fast stets kürzer oder so lang wie der Halsschild, nur bei den ♀ weniger Arten länger, stielrund, gerade, gebogen oder auch kurz und oberseits abgeflacht und gekielt. Die Fühlerfurchen sind nicht nach vorn bis zur Rüsselspitze verlängert. Augen wenig gewölbt oder flach. Halsschild stets quer und nach vorn stark verengt, seine Basis zum Schildchen vorgezogen, meist mit deutlich erkennbarer doppelter Punktur. Flügeldecken kurz, gewöhnlich 1,5 x so lang wie zusammen breit, ausnahmsweise gestreckter, aber auch dann lange nicht 2 x so lang wie zusammen breit. Punktreihen der Flügeldecken fein und nicht streifig vertieft, Flügeldeckenspitzen gemeinsam verrundet. Beine kurz und kräftig, 2. Hintertarsenglied gewöhnlich quer, selten so lang wie, nie länger als breit. Halsschildseiten dünn hell grau oder gelblich behaart, selten kommen auch eine feine Mittelbinde oder verkürzte Seitenbinden vor. Flügeldecken bei frischen Stücken mit hellen unregelmäßigen Haarflecken gescheckt. Die Oberseite kann z. T. mit gelblichem Sekret bedeckt sein und wie bestäubt erscheinen, doch ist dies Sekret hinfälliger als bei manchen Lixus-Arten, und nur an den Körperseiten länger erkennbar. Die Larinus-Arten entwickeln sich in den Blütenköpfen zahlreicher Distelgewächse, in denen sie sich auch verpuppen, so daß man sie auch durch Eintragen dieser Pflanzenteile erhalten kann. Die Arten sind zum Teil schwer unterscheidbar, was zu vielen Falschmeldungen geführt hat. 61 Arten In Europa, davon 8 in Mitteleuropa; in Südeuropa kommen weitere Arten dazu die in der posthum erschienenen Arbeit von Reitter (l.c.) noch nicht behandelt sind
[Abb. 1].