







-Die Fühlerfurchen befinden sich an den Seiten des Rüssels, Fühler auffallend kurz und nicht gekniet. Körper kurz und plump, oben stark gebuckelt [Abb. 9]. Unterfamilie Brachycerinae

-Klauen kräftig gezähnt.
Schienen einfach, ohne oder nur am inneren Spitzenwinkel mit kleinem Endsporne, die Klauen an der Basis nicht verwachsen und meistens innen an der Basis mit zahnartigem Anhang. Körper meistens behaart, die Behaarung gewöhnlich abstehend, selten fehlend.
-Vorderschienen innen gekerbt oder gezähnelt, die Schienen am äußeren Spitzenwinkel mit einem Hornhaken, die Klauen einfach, aber an der Basis verwachsen, Körper kahl.
Rüssel stielrund, ungefurcht, an der Spitze mehr oder weniger kahl, Halsschild ohne Mittelkiel oder Mittelfurche. Ausgezeichnet durch die Vorderhüften, welche dem Vorder- und Hinterrand der Vorderbrust genähert sind, während sie bei den andern Tribus vom Vorderrand viel mehr als vom Hinterrand abstehen. Tribus
-Rüssel oben etwas abgeflacht, mit einer Mittelfurche, Halsschild mit einer oft rudimentären Mittelfurche, selten ohne solche, oder mit Mittelkiel, die Fühlerfurche meistens scharf eingeschnitten und bis zum unteren Teile der Augen reichend, die Schienen meistens mit kleinem, sichtbaren Enddorne. Flügeldecken gewöhnlich mit je 2 schrägen helleren Schuppenflecken [Abb. 11]; Tribus Alophini In Mitteleuropa nur Gattung (=Alophus Schönh.)
-Das 1. Glied der Fühlerkeule ist so lang als die 2 nächsten zusammen oder länger, das 7. Glied der Geißel ist in der Regel kein erweitertes Übergangsglied zur Keule. Oberseite oft rauh skulptiert, Flügeldecken oft mit abwechselnd höher erhabenen Zwischenräumen der Punktstreifen. Hierher große und kleine Formen. Unterfamilie Molytinae, Tribus Molytini, Subtribus
Schienen mit feinen Längskielen oder Punktstreifen. Der Rüssel dünn und stielrund, die Fühler nahe der Basis unter einer Verdickung des Rüssels eingefügt und der Schaft die Augen überragend, die Keule hornig, glatt und glänzend, nur an der Spitze geringelt oder schwammig, Vorderbrust ohne Rüsselrinne, Halsschild länger als breit, Flügeldecken am Spitzenrand mit schmalem, häutigen Saume. Pygidium unbedeckt, senkrecht abfallend. Klauen frei.
-Vorderbrust mit tiefer Rüsselfurche, in welche in der Ruhe der Rüssel eingezogen ist [Abb. 13] [Abb. 14].

-Das Klauenglied sehr kurz, aber deutlich. Schildchen fehlend. Oberseite mit Schuppenflecken [Abb. 16]. Unterfamilie Tanysphyrinae
-Tarsen kurz und schmal, das 3. Glied nicht oder wenig breiter, das Klauenglied lang und dünn, wenig kürzer als die übrigen Glieder zusammen. Halsschild zu den Hinterwinkeln zugerundet. Oberseite glatt oder fein behaart, Rüssel verschieden gebildet, oft in beiden Geschlechtern ungleich geformt. Schenkel einfach.
Der nach vorn stark abfallende Halsschild bildet zusammen mit den Flügeldecken in Seitenansicht eine gleichmäßig gerundete Kurve [Abb. 17]. Körper fast kugelförmig, Beine sehr lang [Abb. 18]. Rüsselbasis breiter als die Stirn, Rüssel von der Mitte zur Spitze verschmälert. Unterfamilie Ithyporinae. Glänzend blau oder schwarz, nur sehr fein behaart. Bei uns nur Gattung

-Halsschild und Flügeldecken bilden in Seitenansicht keine gleichmäßig gerundete Kurve. Rüsselbasis höchstens so breit wie die Stirn zwischen den Augen. Rüssel zur Spitze nicht merklich verschmälert.
-Augen an den Seiten des Körpers stehend, ihr Unterrand auf der Unterseite befindlich, ihr Oberrand die Oberfläche der Stirn nicht erreichend, Rüssel meist kräftig, zwischen diesem und der Stirn über den Augen eine quere Einsenkung. Schenkel nicht gezähnt. Körper länglich, meistens kahl [Abb. 20]. (=Barinae) Nach heutiger Einteilung: Unterfamilie Conoderinae Schoenherr, 1833 - Supertribus Bariditae Schoenherr, 1836
Flügeldecken fast 3-eckig, kurz gebaut, an der Basis breiter als der Halsschild, Kopf halbkugelig, an dessen Oberseite sich der lange, dünne, gebogene, beim ♀ viel längere Rüssel befindet, Stirn und Rüssel liegen deshalb nicht in einer Ebene, die Oberkiefer an der Spitze des Rüssels als 2 kleine konische, einfache Zapfen herabhängend, weder gebogen, noch innen gezähnt, stets vorgestreckt. Epimeren der Mittelbrust oft groß und aufsteigend, und an den Seiten zwischen Halsschild und Flügeldecken manchmal von oben etwas sichtbar. Schenkel und Klauen, letztere an der Basis, gezähnt. (=Balaninini)
-Flügeldecken normal, Schenkel ungezähnt, Hinterschienen an der äußeren Spitze mit plötzlich abgeschrägter Fläche (geschlossene Körbchen) die Schienen auf der Innenseite gezähnelt, mit nach innen gerichteten, kräftigen Endspornen, das 1. Glied der Hintertarsen an der Basis gekrümmt, Klauen einfach, Vorderbrust mit einer Rüsselfurche. - Hierher Arten aus der Türkei, Kleinasien, Kaukasus und Transkaspien. Unterfamilie Erirhininae, Tribus In die Nähe derselben gehört auch die Gattung Trichocaulus (longipilis), aus Algier, mit langen abstehenden Haaren und außen und innen gezähnelten Schienen
Seitenrand des Halsschilds verrundet, die Schenkel meistens gezähnt und die Klauen gewöhnlich mit zahnartigem Anhang an der Basis. Ausgezeichnet durch die Mittellage der Vorderhüften, welche dem Vorder- und Hinterrand der Vorderbrust in gleicher Weise genähert sind.
-Seitenrand des Halsschilds scharfkantig abgesetzt und die Vorderwinkel zähnchenförmig vorragend, Schenkel ungezähnt, Klauen einfach und frei. - Hierher eine Gattung aus Südwesteuropa. Tribus Derolomini.
Augen vorhanden. Flügeldecken parallel, an der Spitze schnabelförmig verengt und abgerundet, das Pygidium vollständig bedeckend [Abb. 22] [Abb. 23] [Abb. 24]. Fühlergeißel fast kahl. Klauen einfach. Oberseite mit einer das Wasser abstoßenden, verwachsenen Beschuppung.


-Augen fehlend, Fühlergeißel 6-, selten 5-gliedrig, Halsschild mindestens so lang als breit, Flügeldecken lang oval, hinten gemeinschaftlich abgerundet, nicht schnabelförmig [Abb. 25]. Körper gelb bis rotbraun, fast kahl. Leben unter tiefen Laublagen und unter tief in der Erde eingebetteten Steinen im Mittelmeergebiet. Familie

-Schenkel auf der Innenseite meistens mit einem Dornzähnchen und davor mit 1-3 nadelspitzigen, kleinen Dörnchen. Basalrand der Flügeldecken fein und dicht gekerbt. Schildchen fehlt. Trochanteren groß, die Schenkel an der Spitze derselben angefügt. Körper klein, oval, gewölbt. Steht hier wegen der Ähnlichkeit, gehört aber zu den Apionidae
-Augen stark auf die Oberseite des Kopfes gerückt, einander mehr genähert, die Stirn zwischen den Augen schmäler als der Rüssel, der Hinterrand des 2.-4. Sternites an den Seiten nach hinten vorgezogen. Flügeldecken an der Naht vor der Spitze meistens mit einem gemeinschaftlichen Tomentflecken.