🗺
Oberseite mit dachziegelartig überlagerter dichter Beschuppung, die den Untergrund völlig deckt und keinen helleren Schildchenfleck erkennen läßt. Die Querbinde hebt sich kaum von ihrer hell lehmbraunen Umgebung ab. Halsschild konisch, nach vorn gerade verengt, mit deutlicher Mittelfurche. In der dichten Oberseitebeschuppung sind besonders hinten und außen kurze, schwarze, aufgerichtete Börstchen erkennbar. Schienen braun, die schlanken Tarsen rostrot. 2,8-3,8 mm. B: Käfer im V-VI an trockenen und feuchten Stellen an ·Galeopsis·- und ·Stachys·-Arten (Hohlzahn, Sumpfziest). Larvenentwicklung in den Stengeln, Verpuppung im Boden. D: Südsibirien, südliches Nordeuropa, West- und Mitteleuropa; in Mitteleuropa mit Ausnahme des Gebirges wohl überall, aber selten.
🗺
Körper für einen Ceutorhynchus auffällig schlank [Abb. 1], 2 x so lang wie über den Flügeldecken breit. Schwarz, Fühler zum Teil und Tarsen rostrot. Halsschild mit Mittelfurche und schwachem Seitenhöcker, seine Seiten nach vorn fast geradlinig verengt. Helle Flügeldeckenzeichnung etwas verschwommen, aus ovalen Schuppen gebildet; die Streifen mit feiner Haarreihe. Die Flügeldeckenzeichnung besteht aus einem T-förmigen Schildchenfleck, einer meist in Flecken aufgelösten Binde vor der Mitte und einer weiteren, oft undeutlichen Binde hinter der Mitte sowie einer hellen Spitzenbeschuppung. Die Grundbeschuppung ist heller oder dunkler bräunlich und schwarz. Aedoeagus [Abb. 2]. 2,2-3,4 mm. B: An Feuchtstellen von V-X; an ·Lycopus europaeus· und ·Mentha·-Arten. Larvenentwicklung und Verpuppung im Stengel. D: Von Anatolien über Europa bis Nordafrika verbreitet; in Mitteleuropa verbreitet und nicht selten.

🗺
Fühler zum Teil, Schienen und Tarsen rotbraun. Halsschild mit deutlichem Seitenhöcker, der als kleiner schwarzer Fleck in der hellen Seitenbeschuppung markiert ist, und mit hell beschuppter seichter Mittellinie; seine Seiten leicht gerundet. Die aus ovalen hellen Schuppen gebildeten Flügeldeckenzeichnungen bestehen aus einem T-förmigen langen Schildchenfleck, der Schrägbinde vor der Mitte und dem hell beschuppten Flügeldeckenende. Dazu können noch an der Basis und hinter der Mitte lockere helle Längsflecken auftreten, deren Schuppen meistens dünner sind. Die Grundbeschuppung ist heller bräunlich und schwarz gemischt. 2,5-3,2 mm. B: Käfer von V-IX auf ·Lycopus europaeus·. Larvenentwicklung im Stengel. D: Von Mittel- und Vorderasien über Europa ohne den Norden bis Nordafrika verbreitet; in Mitteleuropa verbreitet, aber selten.
Flügeldeckenstreifen kräftig, die Zwischenräume kaum breiter. Die weiße Fleckenzeichnung ist auf die Zwischenräume begrenzt und wenig umfangreich; sie besteht aus weißen Schuppen und Haaren. Diese bilden einen schmalen, langen Schildchenfleck, die meist in Flecken aufgelöste Schrägbinde sowie schmale weiße Längsflecken an der Flügeldeckenbasis und an der Spitze, ferner einige Längsflecken in der Hinterhälfte, die eine lockere Querbinde andeuten. Die übrige Behaarung ist dunkelbraun bis schwarz. Tarsen ± gelbrot. Penis [Abb. 3]. 2,9-3,4 mm. B: Käfer Ende IV-VI und Mitte VIII-IX an ·Stachys silvatica·, in Frankreich auch an ·Stachys palustris· und ·Stachys ambigua·. Larvenentwicklung vermutlich wie bei den vorhergehenden Arten. D: West- und Mitteleuropa, im Norden bis Dänemark; in Mitteleuropa selten und gebietsweise fehlend: Schlesien, Mark Brandenburg, Mittelelbe, Harz, Württemberg, Bayern, östliches Österreich, Slowakei. Im weiteren Verbreitungsgebiet der Art in Süd- und Osteuropa sowie Vorderasien wird die Nominatform durch die ssp. stachydis Faust vertreten.
-Flügeldeckenstreifen feiner, die Zwischenräume wesentlich breiter. Weiße Fleckenzeichnung ausgedehnt, verflossen, verschwommen begrenzt, nur aus ovalen Schuppen bestehend. Im übrigen ist die Oberseite weiß und gelbbraun durchmischt behaart. Tarsen gelbrot. Penis [Abb. 4]. 3-3,4 mm. B: Im VI an ·Stachys recta·. D: Aus Ungarn beschrieben, neuerdings auch in der Slowakei festgestellt.
Schwarz, Tarsen rot, Glieder 1 und 2 manchmal braun. Die weißen Zeichnungen stimmen mit denen des arquatus überein, werden jedoch von einigen weißen Haaren durchsetzt; die dunkle Grundbehaarung besteht aber aus dünneren und längeren Haaren als dort. Penis [Abb. 5]. 2,4-3,1 mm. B: Käfer von Ende IV-VI und VIII-IX an xerothermen Hängen auf ·Salvia pratensis· und ·Salvia nemorosa·. D: Westanatolien, von Südosteuropa bis ins südöstliche Mitteleuropa verbreitet; über Ungarn nach Österreich und der Tschechoslowakei einstrahlend, auch in Thüringen (Kyffhäuser) nachgewiesen.
-Ganz schwarz, allenfalls die beiden letzten Tarsenglieder braun. Die hellen Zeichnungen der Oberseite haben die gleiche Anordnung wie bei den vorhergehenden Arten; sie bestehen aus weißen Haaren und hellen Schuppen und sind oft stark reduziert, so daß nur noch helle Streifen an der Basis und am Ende der Flügeldecken übrig bleiben. Andererseits können sie sehr ausgedehnt sein, so daß von der dunklen Grundbehaarung nur noch Reste auf der Halsschildscheibe und auf einigen Flügeldeckenzwischenräumen übrig bleiben. Bei Tieren aus der Slowakei und Polen kann sogar die ganze Oberseite einfarbig hell beschuppt sein; dann hebt sich die aus ovalen Schuppen bestehende Schildchenmakel kaum von der in Doppelreihen stehenden hellen Zwischenraumbehaarung ab. Penis [Abb. 6]. Kleinste Art der Untergattung: 2-2,4 mm. B: Wärmeliebende Art des Buschsteppengeländes. In Mitteleuropa Käfer von V-Anfang VII sowie Mitte VIII monophag an ·Origanum vulgare·, nach Hoffmann in Frankreich an Stachys-Arten. D: Westukraine, Polen, Mähren, Slowakei, Thüringen, Hessen, Frankreich. Sehr selten.