Fühler und Beine auffallend lang und dünn. Trochanteren der Hinterbeine kürzer als der halbe Schenkel. Halsschild herzförmig, zur Basis stark ausgeschweift verengt, jederseits mit nur einem Basaleindruck. Flügeldecken ohne Schulterbildung. Habitus einer Nebria ähnlich. Schwarz, Körperanhänge ± bräunlich, 7,5-9 mm. Montan bis subalpin im östlichen Mitteleuropa vom Erzgebirge und den Sudeten bis zu den Beskiden und Karpaten, selten, gern an Schneerändern.
🗺
3. Flügeldeckenintervall mit nur einem Porenpunkt, der im Bereich des Absturzes liegt. Halsschild vorn gerundet, hinten schwach ausgeschweift verengt, seine Basis unpunktiert, mit einem strichförmigen Basaleindruck auf jeder Seite, der den Hinterrand nicht erreicht. Flügeldecken kurz, ihre Basis breiter als die des Halsschildes. Glänzend rotbraun bis schwarz, Körperanhänge ± rostrot . 6,7-8,3 mm. Montan in den Südostalpen und Südosteuropa. In Mitteleuropa nur in Kärnten. Untergattung >>>Parahaptoderus
🗺
Kleiner: 4,6-6 mm. Halsschild hinten deutlicher ausgeschweift verengt, seine Basis meist wesentlich schmaler als die Flügeldecken an den Schultern [Abb. 2]. Flügeldeckenseiten vorn stärker gebogen. Flügeldecken kürzer oval, ihre Basis mit nur angedeutetem Schulterzähnchen. Schwarz- bis dunkelbraun, Körperanhänge heller. ♂: Aedoeagus [Abb. 3]. Montan bis subalpin in West- und Mitteleuropa. Bei uns in Südwest-Deutschland, nördlich bis zur Rhön, Österreich (ohne die Zentralalpen) und Tschechoslowakei, Nur stellenweise häufig, in der Streu feuchter Wälder.

🗺
Körper schlanker [Abb. 4] [Abb. 5]. Halsschildbasis schmaler als die Flügeldeckenbasis, seine Seiten zu den spitzwinkligen Hinterecken deutlicher konkav verengt, die Punktur auf die tieferen Basaleindrücke beschränkt. Schwarz bis dunkelbraun, Körperanhänge heller braun. Penisspitze seitlich gesehen verdickt und etwas hakenförmig aufgebogen [Abb. 6]. 6-7,4 mm. Subalpin bis alpin in den Zentral- und Ost-Alpen. In Mitteleuropa in Osterreich (ohne Vorarlberg und Wiener Wald) und Südostbayern. In Waldstreu und der alpinen Zwergstrauchstufe.


🗺
-Körper breiter [Abb. 7] [Abb. 8]. Halsschildbasis so breit wie die Flügeldeckenbasis, seine Seiten vor den rechtwinkligen Hinterecken nur schwach konkav, kaum verengt, die dichte Punktierung der flachen Basaleindrücke setzt sich breit bandförmig bis zum Seitenrand fort. 3. Flügeldeckenintervall normal mit (1-)2 Porenpunkten, doch kommen Exemplare mit 3 Punkten auf einer oder beiden Flügeldecken vor. Penisspitze seitlich gesehen scharf und gerade [Abb. 9]. 6,3-7,6 mm. Montan bis alpin in den Alpen, Sudeten, Beskiden und Karpaten. Im Gebirge meist häufig, im Vorland selten. Hauptsächlich in der Streu der Gebirgswälder.


Größer: 7,8-8 mm. Körper schlank, Halsschild nicht quer, schwach herzförmig, nach hinten verengt, an den Seiten vorne stark gerundet, hinten stark ausgeschweift, Hinterecken scharf, spitzwinkelig-. Flügeldecken zweimal so lang wie breit, etwas depreß, Streifen tief, Zwischenräume gewölbt. Penis wie [Abb. 10]. Asturien.
Der äußere Basaleindruck des Halsschildes deutlich. Käfer kleiner, kürzer gebaut. Fühler kurz, die mittleren Glieder kaum zweimal so lang wie breit, Halsschild an den Seiten sanft und lang ausgeschweift, äußerer Basaleindruck deutlich, der innere länglich, linear, Hinterecken scharf rechtwinkelig. Flügeldecken tief gestreift, hinten ziemlich steil abfallend, an der Spitze gemeinsam mehr oder weniger zugespitzt, im dritten Zwischenraum normalerweise mit zwei Porenpunkten, im Grunde etwas unregelmäßig genetzt. Aedoeagus [Abb. 12]. 5,5-6 mm. Ostpyrenäen.
🗺
Halsschild an der Basis ziemlich rauh punktiert. Etwas länglicher, Halsschild nach hinten stärker verengt, die Seiten schwach ausgeschweift, die Hinterecken obtus und abgestumpft; äußerer Basaleindruck obsolet, der innere kurz und breit. Flügeldecken im dritten Zwischenraum normalerweise mit 3 bis 4 Porenpunkten, im Grunde nicht ganz regelmäßig genetzt. 6-6,5 mm. Aedoeagus [Abb. 13]. Ostpyrenäen, oberhalb 1800 m. Ein mir vorliegendes Tier hat die Größe und Gestalt [Abb. 14] von hustacheianus und das Genital der Stammform [Abb. 15].


Seiten des Halsschildes lang ausgeschweift, die Hinterecken scharf rechtwinkelig. Halschildbasis ganz glatt, die Basalgruben länglich, flach. Aedoeagus an der Unterseite etwas winkelig erweitert, die Spitze gerade [Abb. 16]. 6-6,5 mm. Zentralpyrenäen: Cirque d'Estarragne (2.200 m), Col de Tracens (2.500 m), Lac d'Oredon, Forêt de Baranette (1.700 m). Stammform
-Wie die Stammform, aber der Halsschild an den Seiten der Basis mit einigen Punkten. Aedoeagus an der Spitze deutlich zur Seite gebogen [Abb. 17]. Zentralpyrenäen: Lac d'Artouste. Aragon: Plan de Trypals (2.000 m.), südwestlich des Mont Perdu zwischen den Hochtälern von Arrasas und Pinède.
-Seiten des Halsschildes nicht ausgeschweift, nach hinten bis zu den Hinterecken in gerader Linie verengt, die Hinterecken daher obtus oder abgestumpft. Basalgruben des Halsschilds rundlich, tief. Aedoeagus unterseits gerade, die Spitze nach links gebogen [Abb. 18]. 6-6,5 mm. In den West- und Zentralpyrenäen von Mt. Perdu bis nach Ariege verbreitet. Hochalpin (1700-2500 m).
Ostpyrenäen. Halsschild etwas länger als breit, vorn stark gerundet, hinten plötzlich ausgeschweift, Basalteil fast parallelseitig, Hinterecken scharf rechtwinkelig. Schlank und flach, immer mehr oder weniger depigmentiert. Fühler länger, die mittleren Glieder zweimal so lang wie breit. Flügeldecken lang und depreß, gegen die Spitze verflacht, im dritten Zwischenraum mit zwei Porenpunkten; Grundskulptur maschig. Käfer glänzend bräunlichrot. Aedoeagus [Abb. 19]. 6-6,5 mm. Ostpyrenäen, nach Jeannel von Mt. Canigou bis Cambredaze, an Schneefeldern.
🗺
Flügeldecken weniger depreß. Grundskulptur der Flügeldecken etwas unregelmäßig maschig. Penis [Abb. 20]. Zentral- und Westpyrenäen.


-Halsschild an der Basis schmaler als am Vorderrande. Aedoeagus [Abb. 23]. Zentralpyrenäen: Val d'Aran, Viella.
-Mir nicht bekannt ist eine Form aus den Hautes-Pyrénées: Umgebung von Oredon, Cirque d'Estaragne, 2200 m.
🗺
Halsschildbasis leicht eingeschnürt, hintere Winkel gerade, Halsschild deutlich quer. Aedoeagus [Abb. 24]. D: Pyrenäen: Gavarnie.
-Halsschildbasis sehr schmal, die Hinterwinkel spitz und vorspringend, der Halsschild relativ länger. D: Pyrenäen: Lac Lanoux, Carlitte-Massiv, Paß d'Ambalire im Tall von Andorra. (=andorranus Jeannel, 1937)
-Mir unbekannt. D: Pyrenäen.
Grundskulptur der Flügeldecken mehr oder weniger deutlich maschig. Streifen der Flügeldecken tiefer. Körper etwas breiter. Picos de Europa.
🗺
-Halsschild nach hinten schwächer verengt und kurz vor der Basis ausgeschweift, Basaleindrücke scharf und glatt. Episternen nicht länger als breit. Transsylvanien, Türkei, Anatolien.
Von den Lessinischen Alpen bis zum Suganatal verbreitet. Halsschild an der Basis auch gegen die Hinterecken nicht oder undeutlich gerandet. Drittes Fühlerglied gegen die Spitze oft deutlich pubeszent. Penis mit gehakter Spitze. Südtrientinische Alpen zwischen Tredici Comuni und Sette Comuni. (=pascuorum Dan.)

🗺
-Seitenrand des Halsschildes gewöhnlich etwas weniger verdickt. Drittes Fühlerglied, wie es scheint, stets unbehaart. In den Lepontinischen und Penninischen Alpen und vom Ligurischen Apennin bis zum Aspromonte (Calabrien) verbreitet.