Reitter beschreibt diese Skulptur so: "Beim Studium des Genus Carabus, sowie dessen nächsten Verwandten, ist es notwendig, sich mit den Skulpturelementen derselben vertraut zu machen. Obwohl die Flügeldecken dieser meist großen Tiere uns sehr abweichend skulptiert zu sein scheinen, so müssen wir uns vor Augen halten, daß alle Arten sich aus einer Grundform entwickelt haben und daß jede sich auf diese zurückführen läßt. Das eine Extrem ist eine durchaus gleichförmige, einfache Skulptur, wie sie sich uns z.B. bei Carabus glabratus
[Abb. 2], marginalis etc. darbietet, woselbst dichte und feine irreguläre Körnchen die Oberseite ausfüllen. Unter diesen Arten können Individuen vorkommen, bei denen schon die primären Punktreihen weitläufig eingestochen angedeutet erscheinen. Das andere Extrem zeigen Flügeldecken mit starken primären Kettenstreifen und dazwischen hohen einzelnen Sekundärrippen. Die Skulptur, welche zwischen diesen Extremen die Mitte hält, wäre folgende: Zwischen 3 Reihen von Kettenstreifen (primäre Reihen) befinden sich 3, 5 oder 7 Zwischenräume der Punktstreifen, welche auch kurz als Limes
bezeichnet werden. Gewöhnlich sind 3 Limes zwischen den primären Reihen. Der mittlere Zwischenraum ist der sekundäre, die daneben befindlichen die tertiären, die nächsten die quaternären und so weiter. Die sekundären Zwischenräume haben das Bestreben, sich auf Kosten der umgebenden tertiären, oder auch der quaternären kräftiger zu entwickeln und werden so zu Rippen. Es sind demnach die nicht unterbrochenen Rippen auf den Flügeldecken stets als sekundäre Zwischenräume zu erkennen; neben ihnen sind dann noch Spuren der tertiären Limes angedeutet, oder sie können vollständig fehlen. - In manchen Fällen sind die Flügeldecken sehr fein und gleichmäßig gestreift, alle Zwischenräume flach, die primären nur durch einzelne eingestochene Punkte erkennbar. Diese Skulptur kann statt der Punkte durch Raspelpunkte (ein Punkt, davor ein Körnchen) oder Körnchenreihen ersetzt werden; eine solche Skulptur bildet den Übergang zu jener gleichmäßigen, regellosen Körnelung, wie sie Carabus glabratus etc. aufweist."