Übersicht der Tribus und Gattungen nach Reitter; für Tiere aus Mitteleuropa einfacher anzuwenden als die Tabelle von Thery (Harde)
#1
→ 2Augen dem Vorderrand des Halsschilds stark genähert oder ihn berührend, die Schläfen viel kürzer als der Querschnitt der Augen.
→ 27-Augen vom Vorderrand des Halsschilds weit entfernt, die Schläfen größer als der Querdurchmesser der Augen, letztere, von oben gesehen, am vordersten Seitenrand des Kopf stehend, die Fühlereinlenkung einander stark genähert und fast auf der Unterseite befindlich. Flügeldecken mit und ohne Punktreihen. Klauen gezähnt. Körper lang und schmal, klein [Abb. 1]. Aphanisticini.
→ 2aDie äußere Hälfte der gezähnten Fühlerglieder fein tomentartig behaart, die andere zum größten Teile kahl. Halsschildbasis 2-buchtig, die Mitte nach hinten winkelig vorgezogen, die Seiten ungekantet. Ein deutliches Schildchen fehlt. Oberseite gewölbt und behaart. Tribus Julodini (=Sternocerini)
→ 3-Die äußere Hälfte der Fühler nicht tomentiert, meist einfach, wenig dicht behaart.
→ 4Die Basis des Halsschilds gerade oder doppelbuchtig, der mittlere Basalteil abgerundet oder über dem Schildchen abgestutzt und mit dem Hinterwinkel in ziemlich gleicher horizontaler Linie gelegen. Die Fühler vom 3. oder 4. Glied an nach außen dreieckig erweitert.
→ 26-Die Basis des Halsschilds vor dem äußerst kleinen Schildchen stumpfspitzig vorragend, erstere daselbst viel weiter nach hinten gerückt als die Hinterwinkel. Kopf vorne tief eingedrückt. Fühler mit 5-gliedrig., gesägter Keule. Klauen gezähnt. Körper kurz und breit, ziemlich dreieckig, klein. Tribus Trachyini.
→ 5Die Klauen einfach, ungezähnt, selten mit einer Basalverdickung oder einem Basalzähnchen auf der Innenseite, dann ist die Basis des Halsschilds gerade abgestutzt.
→ 25-Klauen mit großem Zahne, die Basis jeder Flügeldecken stumpfwinkelig in den Halsschild eingreifend. Schildchen nach hinten zugespitzt. Tribus Agrilini.
→ 6Fühler ungekniet, mit nicht auffällig verdicktem und langem Basalglied, auch das 3. Glied wenig verlängert, Vorderschenkel ohne Zahn.
Chrysobothris Eschsch.-Fühler schwach gekniet, mit langem, dickem Basal- und langem 3. Glied, Glied 2 von der Länge des 4. und der folgenden. Augen am Scheitel ziemlich genähert, stark schräg gestellt und nach hinten konvergierend. Flügeldecken mit stumpfwinkelig in den Halsschild eingreifender Basis. Vorderschenkel verdickt und mit großem Zahne bewaffnet. Flügeldecken meist mit gereihten Goldgrübchen. Tribus Chrysobothrini. Hierher nur eine Gattung in Europa.
→ 7Basis des Halsschilds (und der Flügeldecken) mehr weniger doppelbuchtig, Basis der Flügeldecken ohne wulstförmige, gerade Randung.
→ 22-Basis des Halsschilds gerade abgeschnitten, die Basis der Flügeldecken oft wulstförmig gerandet, der Basalrand häufig der Länge nach fein gestrichelt.
→ 8Schildchen klein, rund, dreieckig, mit stumpfer Spitze, seltener quer, der Hinterrand in der Mitte ohne scharfe, nach hinten gerichtete Ecke. Die Basis der Flügeldecken bildet keinen in den Halsschild einspringenden, stumpfen Winkel.
→ 21-Schildchen dreieckig oder quer, hinten in der Mitte zugespitzt.
→ 10Basis des Halsschilds vor dem Schildchen ohne, oder nur mit einem kleinen Punktgrübchen. Der Kopf ist der Länge nach tief gefurcht.
→ 11-Basis des Halsschilds vor dem Schildchen mit 2 genäherten, oft halbmondförmig ineinander geflossenen Punktgrübchen. 1. Glied der Hintertarsen kaum länger als das 2.
Steraspis SolierErstes Glied der Hintertarsen kaum länger als das zweite. Stirn schmal, nicht breiter als ein Auge, stark konkav. Schildchen fehlt.
Chalcophora Sol.-Erstes Glied der Hintertarsen so lang als die 2 nächsten zusammen. Stirn breit, viel breiter als ein Auge, normal, mit Längsfurche. Schildchen klein aber deutlich.
→ 12Oberseite unbehaart, aber oft in den Vertiefungen mit kreideartigem Sekret.
Cyphosoma Mannerheim, 1837-Oberseite zum Teile behaart, Flügeldecken mit kleinen Haarmakeln oder langen, hellen Haarflecken. Körper sehr gedrungen, kurz gebaut, gewölbt, Halsschild ohne oder mit kleinen Spiegelflecken. Habitus [Abb. 2]. Mittelmeergebiet und Naher Osten.
→ 15Augen nach hinten nicht oder schwach konvergierend, am Scheitel nicht genähert, Seiten des Halsschilds nicht buckelig erweitert.
Pseudocastalia Kr.-Augen nach hinten stark konvergierend und am Scheitel einander mäßig genähert, Halsschild an den Seiten dicht hinter der Mitte stark buckelig erweitert, mit verrundetem, ungerandetem Seitenrand, die Hinterwinkel zugespitzt.
→ 17Die fein gekerbte Seitenrand-Kante ohne scharf begrenzte, strichförmige Randung.
→ 18-Die glatte Seitenrand-Kante des Halsschilds strichförmig gerandet, meist vorne verkürzt, Flügeldecken mit scharf eingeschnittenen Streifen, seltener mit Punktreihen und einigen Rippen.
Dicerca Eschsch.Schildchen rundlich, klein, Flügeldecken mehr weniger schwanzförmig verlängert. Halsschild mit 2 kleinen Punktgrübchen vor dem Schildchen
Poecilonota Eschsch.-Schildchen quer, Halsschild meist mit glatter, schmaler Mittellinie.
Melanophila Eschsch.Die Fühler vom 4. Gliede an schwach sägeförmig erweitert. Flügeldecken manchmal mit 4 schwachen Rippen, die Spitzen oft dornförmig ausgezogen.
Phaenops Lacord.-Die Fühler vom 3. Glied an schwach sägeartig erweitert, Flügeldecken ohne Rippen, die Spitzen nicht dornförmig ausgezogen, die Punkte der Oberseite zu 2 einander genähert, querwellig angeordnet
Poecilonota Eschsch.Schildchen quer, der Hinterrand in der Mitte mit kurzem Vorsprung, Basis des Halsschilds einfach doppelbuchtig, der scharfe Seitenrand ohne Randlinie, Fühlerglieder ohne matt punktierte Fläche am Außenrand
Sphenoptera Sol.-Schildchen quer oder dreieckig, der Hinterrand mit scharfer, aber oft kurzer Spitze. Basis der Flügeldecken gegen die Basis des Halsschilds stumpfwinkelig vortretend, die erweiterten Fühlerglieder am Außenrand mit dicht punktierter matter Fläche. Tribus Sphenopterini. Hierher als einzige Gattung
Anthaxia Eschsch.Körper abgeflacht, Flügeldecken dicht punktiert, ohne Streifen oder Punktreihen, die Epipleuren von der Mitte zur Spitze verbreitert, Schildchen dreieckig, Klauen einfach. Tribus Anthaxiini. Hierher als einzige Gattung
→ 23-Körper gewölbt, meist zylindrisch, Flügeldecken mit Streifen oder Punktreihen, die Epipleuren von der Mitte verschmälert oder fehlend. Klauen mit einer zahnartigen Basalverdickung auf der Innenseite. Tribus Acmaeoderini.
Körperumriss oval bis leicht dreieckig, dabei +/- gestreckt. Halsschild wenig gewölbt, etwas niedergedrückt, an den Seiten oft längsrunzelig. Flügeldecken etwas abgeflacht. Unterseite nicht weiß beschuppt, nur fein behaart. ...Acmaeodera Eschscholtz, 1829
Acmaeoderella Cobos, 1955-Körperumriss parallelseitig, zylindrisch, nach hinten etwas verlängert und ausgezogen [Abb. 3]. Halsschild stark gewölbt, zu den Seiten stark abfallend, manchmal vorne buckelig; niemals längsrunzelig an den Seiten. Flügeldecken gewölbt mit starker Ausrandung unter den Schultern. Die ganze Unterseite dicht, kreideweiß beschuppt.
Trachys Fabr.Halsschild ohne Grube bei den Vorderwinkeln, Flügeldecken ohne Kiellinie [Abb. 4].
Abb. 4
Habroloma Thoms.-Halsschild in der Nähe der Vorderwinkel mit einer Grube, Flügeldecken mit einer von der Schulterbeule nach hinten verlaufenden Kiellinie [Abb. 5].
Cylindromorphus Kiesenw.Fühler mit 6-gliedrig gesägter Keule. Kopf reichlich so breit als der Halsschild, dieser gewölbt, einfach, mit feiner, herabgebogener Seitenrandlinie, Flügeldecken mit nicht deutlich gereihter Punktur
Aphanisticus Latreille-Fühler mit 4-gliedrig gesägter Keule [Abb. 6]. Kopf etwas schmäler als der Halsschild, gefurcht, Halsschild mit feinem, aufgebogenem Seitenrand und mit einer Querfurche in der Mitte, welche selten fehlt, Flügeldecken mit Punktreihen, Tarsen auffallend kurz.