Gattung Sphaeridium F.

HydrophilidaeSphaeridiinae
Von Arved Lompe (n. H. Vogt, F. Hebauer)
Franck, P. und Sokolowski, K. (1933): Entomolog. Blätter 29:155-159.
Körper sehr breit oval, hoch gewölbt, aber flacher als Coelostoma. Flügeldecken mit vorne verkürztem Nahtstreifen, zwischen der verworrenen Grundpunktur manchmal mit Andeutungen gereihter Punkte. Schildchen doppelt so lang wie an der Basis breit. Schienen mit starken Paaren von Dornen, die fast so lang wie die Schienen breit sind. Eine sichere Identifizierung der Arten ist nur durch Präparation der Aedoeagi möglich. Die ♂ sind leicht an den monströs verdichten Klauengliedern der Vordertarsen kenntlich. Die im folgenden angegebenen äußerlichen Merkmale der Arten sind nur für typische Stücke kennzeichnend; insbesondere kennt man von allen Arten ganz schwarze Exemplare, auch finden sich in jedem Falle (selten) Tiere, die auf dem vorderen Teil der Flügeldecken schräg nach außen verlaufende Streifen zeigen. Alle Arten leben im frischen Kuhmist. Von den 16 europäischen Arten kommen 5 in Mitteleuropa vor.
#1
→ 2Kleinere Arten: 3,5-5,5 mm. Halsschildbasis nach beiden Seiten deutlicher ausgebuchtet, Hinterwinkel schärfer, mehr rechtwinklig
→ 3-Größere Arten: 5,5-7,5 mm. Basis des Halsschildes weniger stark ausgebuchtet, seine Hinterwinkel stärker abgerundet und stumpfwinkliger
#2
→ 2aPenis lanzettförmig mit länger vorgezogener Spitze. Parameren glatt, ventral betrachtet vorne abgestutzt und innen mit einem kleinen Zähnchen [Abb. 1]. Die nicht immer vorhandenen größeren Punkte in der gleichmäßigen Grundpunktur der Flügeldecken sind seltener und weniger deutlich gereiht. Schwarz, Halsschild und Flügeldecken meist mit feinem gelbrotem Rand, Flügeldecken an der Spitze rotgelb, häufig auch mit rotem Schulterfleck. Alle Flecke können fehlen, sie können sich auch bis zum Zusammentreffen ausdehnen. Überall sehr häufig
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Abb. 1
substriatum Fald.🗺Coleoweb-Penis lanzettförmig, mit kurz verjüngter Spitze [Abb. 2]. Parameren vorn abgerundet, nur bei dieser Art kräftig längsgestreift, ventral fast ganz, dorsal nur vorn seitlich. Die größeren Punkte auf den Flügeldecken sind zahlreicher und bilden deutlichere und längere Reihen. Färbung wie bei bipustulatum. Nur im Südosten des Gebiets (Schlesien, Slowakei, Neusiedler See).
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Abb. 2
#2a
bipustulatum F., 1781Fundmeldungen🗺ColeowebDurchschnittlich etwas kleiner und dunkler [Abb. 3]. Punkte in den Reihen der Flügeldecken deutlich, die Mikroskulptur undeutlich. ♂: Vorderklauen kleiner [Abb. 4]. Aedoeagus [Abb. 1] [Abb. 5], Paramerenspitze flacher gerundet, sowohl der sklerotisierte als auch der hyaline Teil [Abb. 6]. ♀: Randlinie am Hinterrand der Flügeldecken bis zum Nahtwinkel reichend [Abb. 7] [Abb. 8].
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 1
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
marginatum F. 1787Fundmeldungen🗺Coleoweb-Durchschnittlich etwas größer und heller. Die Punkte der Flügeldeckenreihen in der stärkeren Mikroskulptur verloschen. ♂: Klauen der Vordertarsen größer [Abb. 9]. Aedoeagus [Abb. 10], Parameren deutlicher zugespitzt [Abb. 11]. ♀: Randlinie der Flügeldecken erlischt vor Erreichen des Hinterrandes [Abb. 12].
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
#3
scarabaeoides (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebPenis von der Mitte nach vorn fast gleichmäßig stark verschmälert [Abb. 13]. Überwiegend sind die Seitenränder des Halsschildes oder wenigstens die Vorderwinkel rötlich gefärbt. Humeralfleck scharf abgegrenzt und lebhaft rot, schräg zur Naht ziehend. Apikalfleck am Seitenrand schmal nach vorn verlängert. Überall sehr häufig
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Abb. 13
lunatum F., 1792Fundmeldungen🗺Coleoweb-Penis parallel, vorn abgestumpft, mit kleiner aufgesetzter stumpfer Spitze [Abb. 14]. Seitenrand des Halsschildes meist schwarz. Humeralmakel der Flügeldecken dunkelrot, undeutlich und schlecht begrenzt. Spitzenmakel seitlich nicht oder wenig nach vorn verlängert. Wohl überall im Gebiet vorhanden.
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Abb. 14
Enthaltene Taxabipustulatum lunatum marginatum scarabaeoides substriatum
Erstellt am: 03.01.2010 · Letzte Aktualisierung: 04.05.2022 - 23:46:22
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