Die Silphidae sind meist größere Käfer von über 10 mm. ihre Gesamtgrößenordnung liegt aber zwischen 4 und 30 mm. In der Gestalt sind sie oft ± abgeflacht, der Kopf ist ± vorgestreckt und der Halsschild meist etwa von gleicher Breite wie die Flügeldecken. Die Fühler haben entweder 4gliedrige knopfförmige Keule oder allmählich verbreiterte Endglieder oder auch gestreckte 3- bis vielgliedrige Keule. Bei Necrophorus und Necrodes sind die Flügeldecken etwas abgestutzt und lassen einige Hinterleibstergite unbedeckt, auch bei anderen ragt das Abdomen gelegentlich etwas vor. Ventral sind 6 Hinterleibssternite sichtbar.
Necrophorus hat eine ausgeprägte Brutpflege. Seine Larven sind mehr zylindrisch, die der übrigen Silphidae ± asselförmig verbreitert.
Necrodes Leach, 1815Das 8. Fühlerglied breiter als lang [Abb. 4]. Flügeldecken an den Seiten fast gerade, nach hinten etwas verbreitert [Abb. 5]. Halsschild scheibenförmig, Vorderrand und Basis stark konvex gebogen, die Hinterwinkel verrundet.
Abb. 4Abb. 5
Heterotemna Wollaston, 1864-Das 8. Fühlerglied länger als breit, trompetenförmig. Halsschild mehr trapezförmig mit gerader Basis und tief ausgeschnittenem Vorderrand [Abb. 6]. Kanarische Inseln.
Silpha Linnaeus, 1758Halsschild am Vorderand abgestutzt oder leicht eingebuchtet, dicht punktiert ohne glänzende Schwielen. Kurzovale [Abb. 16] Arten des europäischen Kernlands, 1 importierte Art auf Teneriffa.
Abb. 16
Heterotemna Wollaston, 1864-Halsschild am Vorderrand tief ausgeschnitten [Abb. 17], wenig dicht und fein punktiert mit glänzenden Schwielen. Langovale [Abb. 6] endemische Arten der Kanarischen Inseln.