Gattung Polyphylla Harr.

ColeopteraLamellicorniaMelolonthidae
Von Arved Lompe (n. E. Reitter, J. Baraud)
Reitter, E. (1902): Bestimmungs-Tabelle der Melolothidae aus der europäischen Fauna und den angrenzenden Ländern, enthaltend die Gruppen der Pachydemini, Sericini und Melolonthini. - Verhand. d. naturf. V. Brünn, 40:93-303 >>>"Reitter-Best-Tab-Heft50 Melolonthidae III.pdf"
Baraud, J. (1992): Coléoptères Scarabaeoidea d'Europe - Faune de France 78 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Faune de France Scarabaeoidea.pdf"
Fühlerfächer beim ♂ aus 7 blattartigen langen Gliedern, beim ♀ um vieles kürzer und nur aus 5 Gliedern bestehend. Bei unseren europäischen Arten ist der Vorderrand des Halsschilds ohne aufstehende Wimperhaare und die Stirn beschuppt, unbehaart. In Europa 8 Arten in 2 Untergattungen; bei uns nur 1 Art, der bekannte "Walker".
Mir nicht bekannt ist:
Türkei. ...turkmenoglui Petrovitz, 1965
#1
→ 1aVorderschienen des ♂ mit 2, des ♀ mit 3 Zähnen. Halsschild mit 3 weißen, meist unterbrochenen Längsstreifen, der mittlere die Basis erreichend.
→ 10-Vorderschienen in beiden Geschlechtern mit 3 Zähnen am Außenrand. Halsschild ohne deutliche weiße Längsstreifen, der mittlere nur auf der vorderen Hälfte erkennbar. Oberseite weißlich, fast uniform beschuppt. Untergattung Xerasiobia Medvedev, 1951
#1a
→ 2Basis des Halsschilds ungerandet; die Basalkante wird nicht durch einen vertieften Strich abgegrenzt.
→ 4-Basis des Halsschilds, bis auf den Mittellappen, strichförmig gerandet. Flügeldecken zwischen den weißen Schuppenflecken mit einzelnen Schuppen gleichmäßig gesprenkelt.
#2
ragusae Kraatz, 1882🗺Coleoweb ragusae aliquoi Massa & Tassi, 1977🗺ColeowebDer schmale Zwischenraum zwischen Nahtstreif und Naht ist flach und dichter weiss beschuppt. Der innere Zahn der Vorderschienen beim ♂ sehr stumpf. Flügeldecken dünn, gleichmäßig weißlich beschuppt. Parameren (von rechts und links) [Abb. 1]. 24-33 mm. D: Sizilien, Nord- und Südwestküste. Eine Form mit abweichenden Parameren (von rechts und links) [Abb. 2]. D: Sizilien, Südostküste, Syracus.
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Abb. 1
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Abb. 2
→ 2a-Der schmale Zwischenraum von Naht und Nahtstreif ist glatt und dachförmig erhöht. Flügeldecken mit ausgesprochenen weißen Schuppenflecken, ihre Zwischenräume fast kahl. Beide Zähne der Vorderschienen beim ♂ zugespitzt.
#2a
fullo (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebAbdomen dicht und höchst fein mausgrau behaart. Fühlerfächer des ♂ kürzer als Kopf und Halsschild zusammen. Enddornen der Hinterschienen beim ♀ wenig verbreitert, der obere längere hinter der Mitte am breitesten, am Ende abgestumpft. Schwarzbraun, Fühler und Beine rotbraun. Brust dicht zottig gelblich behaart. Kopfseiten und 3 Längsstreifen des Halsschilds dicht gelblich behaart, seitliche unterbrochen, Flügeldecken durch die fleckige, weiße, feine Beschuppung marmoriert [Abb. 3]. Die Flecken manchmal größer und der Käfer kastanienbraun, häufiger jedoch schwarz und die Flecken kleiner. Parameren (von rechts und links) [Abb. 4]. 25-36 mm. B: Bewohner sandiger Ebenen. Abendflieger, der sich von Kiefernnadeln ernährt. Entwicklung 3-4-jährig im Boden in Silbergrasfluren und am Rand offener Sandflächen und Dünen. D: Mitteleuropa, angrenzendes Südeuropa, nach Südosten bis zum Kaukasus. Bei uns nur noch stellenweise.
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Abb. 3
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Abb. 4
fullo macrocera Reitter, 1891🗺Coleoweb-Abdomen dicht und höchst fein, meistens weiß behaart. Fühlerfächer des ♂ außerordentlich lang, reichlich so lang wie Kopf und Halsschild zusammen. Enddorne der Hinterschienen beim ♀ stark verbreitert, der obere längere stark verbreitert, vor der Spitze am breitesten, am Ende abgerundet. D: Südwesteuropa: Italien, Spanien (Cuenca, Murcia, Madrid), Nordafrika: Marokko.
#4
→ 4aAbdomen dicht und sehr fein, mausgrau behaart.
→ 5-Abdomen sehr fein, weiß beschuppt. Die Vorderecken des Clypeus beim ♂ scharf vortretend. Die weißen seitlichen Haarstreifen in der Mitte durch eine kleine kahle Fläche unterbrochen.
#4a
boryi Brullé, 1832🗺ColeowebParameren (von rechts und links) [Abb. 5]. Die Enddome der Hinterschienen beim ♀ sehr stark, der längere fast spatenförmig verbreitert. Die weißen Seitenstreifen des Halsschilds sind in der Mitte nicht unterbrochen. 32-40 mm. D: Bulgarien, Griechenland, Türkei. (=lesinae Reitt.)
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Abb. 5
albertischultzi Kuntzen, 1933-Parameren (von rechts und links) [Abb. 6]. Sonst wie der vorige. D: Griechenland: endemisch auf Kreta.
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Abb. 6
#5
olivieri Laporte de Castelnau, 1840🗺ColeowebFlügeldecken mit zahlreichen, dicht stehenden, mehr oder weniger umfangreichen, unregelmäßigen, meist etwas verflossenen weißen Schuppenflecken [Abb. 7], ähnlich wie bei fullo. Parameren (von rechts und links) [Abb. 8]. 30-38 mm. D: Bulgarien, Levante. (=boryi Brske.) (=caucasica Heyd.)
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Abb. 7
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Abb. 8
naxiana Reitter, 1902🗺Coleoweb-Flügeldecken gleichmäßig, wenig dicht weiß beschuppt, dazwischen mit einzelnen, ganz kleinen, rundlichen, stellenweise gereihten weißen Schuppenflecken. Die Naht der Flügeldecken ist jederseits nur sehr undeutlich erhaben. Parameren (von rechts und links) [Abb. 9]. 32-38 mm. D: Griechenland: Insel Naxos.
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Abb. 9
#10
alba (Pallas, 1773)🗺ColeowebFühlerfächer des ♂ mindestens so lang wie der Halsschild, Vorderbrust dicht und lang behaart, die Beschuppung des Grundes kaum sichtbar. 26-36 mm. D: Südrußland, Kaukasus.
adspersa Motsch.🗺Coleoweb-Fühlerfahne des ♂ nicht oder kaum so lang wie der Halsschild. Die Vorderbrust lang aber weniger dicht behaart, die Grundbeschuppung dazwischen meistens überall erkennbar. Oberseite spärlich weiß beschuppt, die Schüppchen auf den Flügeldecken sehr fein, fast haarförmig, gesprenkelt gestellt. Oberseite braun. 25-35 mm. D: Kaukasus.
Enthaltene Taxaadspersa alba albertischultzi boryi fullo naxiana olivieri ragusae
Erstellt am: 29.07.2015 · Letzte Aktualisierung: 24.08.2025 - 10:27:51
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