Gattung Phloeonomus Heer

ColeopteraStaphylinidaeOmaliinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Im Körperbau ähnlich wie Omalium und Xylodromus, die Oberseite jedoch noch stärker abgeflacht als bei diesen; von Phloeostiba durch deutliche Eindrücke parallel zur Mittellinie des Halsschilds verschieden. Das Klauenglied der Hintertarsen oft doppelt so lang wie die vorhergehenden Glieder zusammen. Das Endglied der Kiefertaster bedeutend schmäler als das vorletzte Glied, jedoch mindestens so lang wie dieses. Fühler mit 6 verdickten queren Endgliedern Kleine parallele Arten von 1,3-2,2 mm Länge, die vorzugsweise unter Rinde von borkenkäferbefallenen Bäumen anzutreffen sind.
#1
minimus (Er., 1839)Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild in oder hinter der Mitte am breitesten, Seitenrand deutlich stumpfwinklig erweitert, zur Basis stark und gerade verengt [Abb. 1]. Flügeldecken kaum länger als zusammen breit, dicht rauh punktiert, ihre Behaarung wie die des Hinterleibs dicht und deutlich. Fühler kürzer, Glied 3 wenig länger als an der Spitze breit. Oberseite rauh und matt. Aedoeagus [Abb. 2]. Sehr klein, 1,3-1,6 mm. Untergattung Phloeonomodes Smetana, 1964 D: In Europa weit verbreitet, aber sehr selten. Lohse's Angaben über die Länge des 3. Fühlerglieds sind falsch. Das 3. Glied ist ca. 1,4 x länger als breit [Abb. 3] und damit nur wenig kürzer als bei den anderen Arten [Abb. 4].
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
→ 2-Halsschild deutlich vor der Mitte am breitesten, nach hinten sanft verengt. Flügeldecken deutlich länger als breit, nicht erkennbar behaart. Oberseite ziemlich glatt und glänzend. Größer, 1,7-2-mm.
#2
punctipennis Thoms., 1867Fundmeldungen🗺ColeowebPunktur der Flügeldecken sehr fein, aber deutlich, weitläufig und etwas gereiht. Fühler zumindest an der Basis, oft einfarbig hell rötlichgelb, Halsschildseiten schwach winkelig ausgebildet, die Halsschildeindrücke tief und ziemlich groß, durch einen schmalen Zwischenraum getrennt [Abb. 5]. Aedoeagus [Abb. 6] [Abb. 7]. 1,7-2-mm. B: Unter Laubholzrinde, vorzugsweise Eiche. D: Weit verbreitet, aber nicht so gemein wie die folgende Art.
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
pusillus (Grav., 1806)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Punktur der Flügeldecken in der Chagrinierung des Untergrundes kaum erkennbar. Fühler zur Spitze meist deutlich gebräunt, Halsschildseiten völlig abgerundet oder ganz leicht winkelig, die Eindrücke kleiner und flacher, durch einen etwas breiteren Zwischenraum getrennt [Abb. 8]. Aedoeagus [Abb. 9] [Abb. 10]. 1,7-2-mm. B: Unter Nadelholzrinde. D: Überall sehr häufig.
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
sjoebergi Strand, 1937🗺Coleoweb-Den beiden vorigen Arten sehr ähnlich, aber etwas größer. Flügeldecken verhältnismäßig breiter und recht deutlich punktiert. Fühler zur Spitze angedunkelt. Aedoeagus [Abb. 11]. 2-2,2 mm. D: Eine Art aus Skandinavien, die auch bei uns vorkommen könnte.
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Abb. 11
Enthaltene Taxaminimus punctipennis pusillus sjoebergi
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 20.06.2025 - 10:22:18
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