Gattung Philonthus Curtis

ColeopteraStaphylinidaeStaphylininae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse) }}
Lohse, G.A. (1964): Staphylinidae In: Die Käfer Mitteleuropas Bd. 4, Goecke & Evers, Krefeld >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\_FHL-04.tif" p. 174
Schillhammer, H. (2011): Tribus Philonthina; S. 397-450. - In: Assing, V. & M. Schülke (Hrsg.): Freude-Harde-Lohse-Klausnitzer Die Käfer Mitteleuropas. Band 4. Staphylinidae 1. Zweite neubearbeitete Auflage. - Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag, I-XII, 1 -560. >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\_FHL-04II.pdf" p. 422
Eine umfangreiche Gattung von Arten mit sehr charakteristischem Körperbau. Kopf und Halsschild ohne Grundbehaarung, glatt und meist glänzend. Halsschild meist jederseits der Mittellinie mit einer Punktreihe. Fühler gestreckt, länger als der Kopf, ihr 2. Glied nicht auffällig verdickt. Das letzte Glied der Kiefertaster ist schlank, so lang oder länger, aber bei weitem nicht doppelt so lang wie das vorletzte Glied Der Halsschildseitenrand ist erst im vorderen Drittel herabgebogen, der feine Seitenrand daher bis über die Mitte nach vorn von oben sichtbar. Die für die Bestimmungstabelle verwendete Punktzahl der Dorsalreihen des Halsschilds ist nicht immer zuverlässig, auf jeden Fall wird der vorderste, etwas nach außen gerückte Punkt mitgezählt, auch wenn er manchmal deutlich feiner ist als die übrigen. Bei einem, allerdings geringen Teil von Individuen kann ein Punkt in einer oder beiden Reihen fehlen, gelegentlich können auch überzählige Punkte auftreten. Es ist daher immer mit dieser Möglichkeit zu rechnen und darauf zu achten, ob die weiteren Merkmale zutreffen. Die Genitaluntersuchung erleichtert bei vielen Arten die Bestimmung, bei wenigen Arten ist sie unerläßlich (varians-Gruppe). Man erkennt die ♂ an einem winkligen Ausschnitt am Hinterrand des 6. Sternites. Der Aedoeagus befindet sich meist in seitlicher Lage derart, daß die Paramere auf der linken Körperseite liegt.
Zur Beurteilung der Mikroskulptur empfiehlt sich eine 25-50 fache Vergrößerung. Die Philonthus-Arten leben vorzugsweise an Aas, Dünger, Pilzen, Kompost und faulenden Pflanzenstoffen. Einige leben vorzugsweise an Ufern, wenige auf Salzboden. Mehrere Arten sind ausschließlich Hochgebirgsbewohner, einzelne scheinen auf unterirdische Tierbauten spezialisiert zu sein.
Die Tabelle enthält nur die mitteleuropäischen Arten.
#1
→ 2Letztes Glied der Kiefertaster länger als das vorletzte.
Rabigus Mulsant & Rey 1875-Letztes Glied der Kiefertaster konisch verengt und nicht länger als das vorletzte Glied. Hierher nur 2 oftmals bunte Arten von 4,5-6 mm Länge mit 6 Punkten in den Halsschildreihen. Siehe die von Philonthus abgetrennte Gattung
#2
Onychophilonthus Neresheimer & Wagner, 1924Halsschildseiten rotgelb oder rot gerandet [Abb. 1] [Abb. 2], letztes Glied der Vordertarsen so lang wie die Klauen und unterseits ausgehöhlt, die beweglichen Klauen zurücklegbar [Abb. 3], Halsschildreihen mit 4 Punkten. Hierher nur eine sehr markante Art. Untergattung
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 3-Halsschild einfarbig, die Klauen der Vordertarsen sind viel kürzer als das gestrecktere Klauenglied; hierher das Gros der Arten. Untergattung Philonthus s.str
#3
→ 8Halsschild ohne Punktreihen.
→ 4-Halsschild jederseits der Mitte mit einer Reihe von mindestens 3 Punkten, deren vorderster Punkt meist etwas nach außen gerückt ist (ein kleiner, direkt an der Halsschildbasisrandung stehender Punkt wird nicht mitgezählt)
#4
→ 10Halsschildreihen mit 2 oder 3 Punkten.
→ 5-Halsschildreihen mit mindestens 4 Punkten.
#5
→ 15Dorsalreihen des Halsschildes jederseits mit 4 Punkten
→ 6-Dorsalreihen des Halsschildes jederseits mit mehr als 4 Punkten.
#6
→ 40Halsschildreihen mit 5 Punkten [Abb. 4].
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Abb. 4
→ 7-Halsschildreihen mit mehr als 5 Punkten.
#7
→ 66Halsschild mit 6 Reihenpunkten [Abb. 5].
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Abb. 5
→ 73-Halsschild mit zahlreicheren Reihenpunkten
#8
→ 9Kopf quer viereckig, zumindest beim ♂ so breit wie der parallelseitige Halsschild, Flügeldecken recht weitläufig punktiert
laminatus (Creutz., 1799)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kopf rundlich, stets schmäler als der von der Mitte nach vorne deutlich verengte Halsschild, Flügeldecken dicht punktiert. Schwarz, Kopf, Halsschild und besonders die Flügeldecken mit kräftigem grünen oder blaugrünen Metallschimmer (Flügeldecken braunrot: a. pseudonitidus Everts). 8-10 mm. Besonders im Frühjahr in Wäldern unter Moos, überall nicht selten.
#9
intermedius (Boisd.Lac., 1835)🗺ColeowebKopf und Halsschild mit kräftigem grünen Metallschimmer, Flügeldecken bronzefarbig, manchmal grünlich, in sehr seltenen Ausnahmefällen ± rot. Flügeldecken und Hinterleib recht fein und weitläufig punktiert; durchschnittlich kleiner als splendens, der Kopf des ♂ weniger stark quer. 8-11 mm. Vorzugsweise in Wäldern, ziemlich selten.
splendens (F., 1792)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kopf, Halsschild und Hinterleib schwarz glänzend, Flügeldecken bronzeschimrnernd. Flügeldecken kräftig, Hinterleib kräftig und weitläufig punktiert. Der Kopf des ♂ oft sehr stark quer und breiter als der Halsschild. Die größte Art der Gattung 10-16 mm. Überall nicht selten.
#10
spinipes Shp., 1874🗺ColeowebSchwarz, Flügeldecken rot oder gelblichrot, Schienen und Tarsen rötlichgelb. Kopf und Halsschild mit zahlreichen struppigen Borsten, ♂: Aedoeagus [Abb. 6]. Dem nitidus ähnlich, aber durchschnittlich größer. 13 - 18 mm. In neuerer Zeit aus Ostasien über Osteuropa nach Nord- und Mitteleuropa eingewandert und gebietsweise ausgebreitet. Im ganzen Osten von Mitteleuropa heute wohl überall, nach Westen bis Bayern und Holstein vorgedrungen.
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Abb. 6
→ 11-Schwarz, Flügeldecken mit Metallglanz.
#11
laevicollis (Boisd.Lac., 1835)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken gleichmäßig, fein und recht weitläufig punktiert, der Untergrund kräftig chagriniert, matt. Schwarz, Vorderkörper schwach bronzeschimmernd, Flügeldecken mit kräftigerem grünlichen Bronzeschimmer. Beine meist umfangreich rostrot aufgehellt. 7-9,5 mm. Im mittleren und südlichen Mitteleuropa in Bergwäldern, nicht selten.
→ 12-Flügeldecken außerordentlich ungleichmäßig, besonders an der Basis und neben der Naht fein und dichter, sonst weitläufiger und kräftiger punktiert. Auf der Mitte der Flügeldecken einzelne grobe Punkte von der Stärke der Halsschildreihenpunkte.
#12
nimbicola Fauv.🗺ColeowebHalsschild in der Mitte zwischen der Hauptpunktreihe und dem Seitenrand mit einem kräftigen Porenpunkt. Punktur auf den Flügeldecken ± gleichmäßig verteilt, ohne größere punktfreie Flächen. Aedoeagus [Abb. 7]. 9 mm. Westalpen, möglicherweise im Mte. Rosa-Massiv endemisch.
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Abb. 7
→ 13-Halsschild ohne kräftigen Porenpunkt zwischen Hauptreihe und Halsschildseitenrand.
#13
obirensis Lohse, 1988🗺ColeowebFlügeldeckenpunktur ± gleichmäßig verteilt, ohne größere punktfreie Flächen. Kopf länglicher oval, Flügeldecken am Grund nicht erkennbar mikroskulptiert. Aedoeagus [Abb. 8]. 9 mm. Ostalpenform, die bisher nur aus Kärnten vorliegt, aber wohl weiter verbreitet ist. (=nimbicola FHL nec Fauv.)
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Abb. 8
→ 14-Flügeldecken mit umfangreichen punktfreien Flächen. Kopf rundlich oval.
#14
montivagus Heer, 1839Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken deutlich mikroskulptiert. Aedoeagus [Abb. 9]. Größer: 9 - 12 mm. Häufige Art der Zentral- und Ostalpen. In Hochlagen.
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Abb. 9
mareki Coiff.🗺Coleoweb-Flügeldecken ohne Netzchagrin, allenfalls leicht verrunzelt. Aedoeagus [Abb. 10]. 6 - 8 mm. Karpatenart. Aus der Tatra beschrieben.
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Abb. 10
#15
→ 161. Glied der Hintertarsen länger als das letzte Glied, so lang oder fast so lang wie die folgenden 3 Glieder zusammen.
→ 36-1. Glied der Hintertarsen kürzer oder höchstens so lang wie das letzte Glied, kürzer als die 3 folgenden zusammen.
#16
→ 17Basalrand der vorderen Tergite mit einem scharfen dreieckigen Vorsprung, so daß dieser Rand die Form eines quer gelegenen Klammerzeichens hat [Abb. 11].
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Abb. 11
→ 22-Basalrand der vorderen Tergite gerade
#17
→ 18Vorletzte Fühlerglieder deutlich quer, 6. Fühlerglied nicht länger als breit, Mikroskulptur des Halsschildes sehr deutlich
→ 20-Vorletzte Fühlerglieder nicht quer, 6. Fühlerglied deutlich gestreckt, die ganzen Fühler viel schlanker. Halsschild sehr glänzend, die Mikroskulptur schwach oder fehlend.
#18
addendus Shp., 1867Fundmeldungen🗺ColeowebVorletzte Fühlerglieder schwach quer, Kopf des ♂ niemals breiter als der Halsschild, dieser ohne seitliche Eindrücke. Der Seitenrand in gleichmäßiger Flucht von der Mitte nach vorn verengt. Schwarz, Flügeldecken bronzeglänzend, Hinterleib weitläufiger als die Flügeldecken punktiert. 10-11,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 12]. Vorzugsweise in den Sommermonaten in Kompost ziemlich selten
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Abb. 12
→ 19-Vorletzte Fühlerglieder stark quer, Kopf des ♂ oft breiter als der Halsschild, Seiten des Halsschildes mit flachen Eindrücken, der Seitenrand zwischen der Mitte und den Vorderecken sanft ausgeschweift.
#19
politus (L., 1758)Fundmeldungen🗺ColeowebHinterleib nur wenig spärlicher punktiert als die Flügeldecken, schwarz, Flügeldecken mit Bronzeglanz, wie der Hinterleib dunkelbraun behaart. Schläfen dicht und grob punktiert. 10,5-13 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 13]. Überall gemein.
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Abb. 13
succicola Thoms., 1860Fundmeldungen🗺Coleoweb-Hinterleib viel weitläufiger punktiert als die Flügeldecken Schwarz, Flügeldecken dunkel erzgrün bis blaugrün schimmernd, wie der Hinterleib schwarz behaart. Schläfen spärlicher und weniger grob punktiert. 10,5-13,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 14]. Überall sehr häufig. (=chalceus Steph.)
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Abb. 14
#20
coerulescens (Boisd.Lac., 1835)🗺ColeowebFlügeldecken lebhaft dunkelblau, dichter punktiert, Hinterleib dicht punktiert, grauweiß behaart; Halsschild fein chagriniert. 9 - 9,5 mm. Mittleres und südliches Mitteleuropa in Bergwäldern selten.
→ 21-Flügeldecken dunkel erzgrün oder dunkel bläulichgrün, spärlich punktiert, Hinterleib weitläufig punktiert, graubraun behaart, Halsschild nicht chagriniert.
#21
atratus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebKopf gerundet viereckig [Abb. 15], ♂: Aedoeagus [Abb. 16]. 9 - 9,5 mm. An Ufern; weit verbreitet und häufig.
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Abb. 15
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Abb. 16
subvirescens Thoms.🗺Coleoweb-Kopf rund [Abb. 17], ♂: Aedoeagus [Abb. 18]. 6 - 8 mm. In Skandinavien verbreitet, mehrfach in Polen gefunden, vermutlich in den hohen Gebirgen von Mitteleuropa nachzuweisen. Das Genital des ähnlichen frigidus Märkel & Kiesenwetter zeigt [Abb. 19]. Siehe LZ >>>35
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
#22
→ 23Flügeldecken zwischen der Punktur deutlich chagriniert, matt. Kopf und Halsschild durch dichte Mikroskulptur nur matt glänzend.
→ 24-Flügeldecken zwischen der Punktur nicht chagriniert, glänzend oder nur durch die Dichte der Punktur matt. Kopf und Halsschild glänzend.
#23
aerosus Kiesw., 1851🗺ColeowebKopf rundlich viereckig, Flügeldecken weitläufig punktiert, Kopf, Halsschild und Flügeldecken mit schwach grünlichem Bronzeschimmer, dem laevicollis sehr nahestehend, aber durch etwas kürzere Fühler, geringeren Glanz des Vorderkörpers und etwas dichtere Punktur der Flügeldecken auch bei Stücken mit abweichender Halsschildpunktur zu unterscheiden. 9-10 mm. In den oberen subalpinen und alpinen Lagen der hohen Gebirge, verbreitet, aber nicht häufig.
decorus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Kopf rund oder gestreckt kurzoval, Flügeldecken sehr dicht feinkörnig punktiert. Kopf und Halsschild schwach, Flügeldecken stärker grünlich bronzeglänzend. Fühler schlank, schwarz. Beine zum Teil rötlich. 11-13 mm. In Wäldern überall häufig, in den Alpen bis über 2000 m aufsteigend
#24
→ 25Kopf breit, gerundet viereckig, breiter als vom Vorderrand der Stirn bis zur Halsabschnürung lang [Abb. 20]. Größere Arten von 8-16 mm
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Abb. 20
→ 30-Kopf rundlich oder länglich oval, vom Vorderrand der Stirn bis zur Halsabschnürung länger als breit [Abb. 21]. Kleinere Arten von 3,8-11 mm
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Abb. 21
#25
nitidus (F., 1787)Fundmeldungen🗺ColeowebSchwarz, Flügeldecken rot. 11-13,5 mm. In frischem Dünger, weit verbreitet, aber vielfach selten Beachte auch spinipes Sharp mit gelben Schienen . Siehe LZ >>>10
→ 26-Ganz schwarz, Flügeldecken oft metallglänzend
#26
cyanipennis (F., 1792)🗺ColeowebFlügeldecken kräftig blau, grünblau oder violett gefärbt. 12-16 mm. B:Gern in Wäldern an Pilzen. D: In warmen Gegenden des mittleren und südlichen Mitteleuropa, selten
→ 27-Flügeldecken mit schwächerem grünlichen oder Bronzeschimmer
#27
rotundicollis (Ménétr., 1832)Fundmeldungen🗺ColeowebDie Mikroskulptur auf Kopf und Halsschild besteht aus sehr verstreuten, äußerst feinen Pünktchen. Schwarz, Vorderkörper grünlich erzglänzend, Tarsen oft rötlich. 8-11 mm. D: In der Tiefebene verstreut und selten, sonst nicht selten.
→ 28-Kopf und Halsschild mit feiner, querwelliger Mikroskulptur
#28
temporalis Muls.Rey, 1853🗺Coleoweb4.-6. Fühlerglied nicht länger als breit. Glied 8 und 9 deutlich quer. Hinterleib auf den vorderen Tergiten nur wenig weitläufiger als auf den fein und recht dicht punktierten Flügeldecken punktiert. Schwarz, auf Kopf und Halsschild ohne Metallschimmer, Flügeldecken erzglänzend. Kopf hinter den Augen auffällig grob und dicht punktiert. 10-14 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 22]. D: In Bergwäldern des mittleren und südlichen Mitteleuropa ziemlich selten
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Abb. 22
→ 29-Fühler gestreckter, Glied 4-6 mindestens etwas länger als breit, Glied 8 und 9 nicht deutlich quer. Kopf auf den Schläfen nicht auffällig punktiert, Hinterleib auf den vorderen Tergiten viel weitläufiger als die Flügeldecken punktiert
#29
tenuicornis Rey, 1853Fundmeldungen🗺ColeowebFühler kräftiger, Glied 4-6 nur wenig länger als breit, Glied 8 und 9 etwa so lang wie breit. Kopf quer, rundlich viereckig, bei großen ♂♂ stark quer. Schwarz, Halsschild zumindest an den Rand metallisch irisierend. Flügeldecken mit grünem Metallschimmer, an den Beinen nur die Wurzel der Schienen und die Tarsen zum Teil heller braunrot. 11-14 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 23]. D: Überall häufig. (=carbonarius (GyIl. nec Grav.))
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Abb. 23
picipes Fauv.🗺Coleoweb-Fühler schlanker, Glied 4-10 etwa eineinhalb mal so lang wie breit. Kopf auch beim ♂ nur schwach quer, rundlich. Halsschild ohne Metallschimmer, Flügeldecken mit grünem Metallglanz. An den Beinen sind die Schienen mindestens im Basaldrittel, sowie die Tarsen umfangreich heller braunrot. 12-13 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 24]. D: Aus Südosteuropa einstrahlend, wurde bei Wien in einem Waldsumpf gefunden.
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Abb. 24
#30
→ 31Größere Arten von 8-11,5 mm mit deutlich querwellig chagriniertem Kopf und Halsschild.
→ 32-Kleinere Arten, 3,8-8 mm mit völlig glattem, glänzenden Halsschild
#31
cognatus Steph., 1832Fundmeldungen🗺Coleoweb1. Glied der Fühler auf der Unterseite gelb [Abb. 25]. Alle Fühlerglieder etwas länger als breit, Flügeldecken fein und dicht punktiert. Schwarz, Kopf und Halsschild mit Erzschimmer, Flügeldecken schwach grünlich bronzeglänzend [Abb. 26]. Aedoeagus [Abb. 27]. 8-11,5 mm. D: In Mitteleuropa überall häufig. (=fuscipennis (Mannh.))
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Abb. 25
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Abb. 26
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Abb. 27
mannerheimi Fauv., 1869Fundmeldungen🗺Coleoweb-1. Fühlerglied ganz schwarz, vorletzte Fühlerglieder nicht länger als breit. Flügeldecken durch sehr dichte, etwas körnige Punktur fast matt [Abb. 28]. Schwarz, sehr dunkel erzfarbig glänzend [Abb. 29]. 8-10,5 mm. D: Weit verbreitet, aber nicht häufig
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Abb. 28
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Abb. 29
#32
→ 33Flügeldecken kürzer als der Halsschild [Abb. 30], Beine gelbrot bis rotbraun.
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Abb. 30
→ 34-Flügeldecken mindestens so lang wie der Halsschild, Beine schwarz, Schienen selten heller.
#33
Bisnius nitidulus (Grav., 1802)🗺Coleoweb3,8-4,5 mm. Halsschild gestreckt, ± parallelseitig. Flügeldecken viel gröber als der Hinterleib punktiert. Ganz schwarz. Auf Sandboden weit verbreitet, aber nur im Osten häufiger, sonst selten.
lepidus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺Coleoweb-6-7 mm. Halsschild kurz und breit, nach vorn stark verschmälert [Abb. 30]. Flügeldecken kaum stärker als der Hinterleib punktiert. Schwarz, Flügeldecken rot, selten ebenfalls dunkel (a. gilvipes Er.). Aedoeagus [Abb. 31] [Abb. 32]. Im Norden und Westen sehr verstreut und selten, sonst verbreitet, aber nicht häufig.
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Abb. 30
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Abb. 31
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Abb. 32
#34
nitidicollis (Lacord., 1835)Fundmeldungen🗺ColeowebJede Flügeldecken mit einem roten Fleck, der vom Hinterrand aus nach vorn halbkreisförmig bis zur Mitte reicht (Stammform) oder groß ist und die Flügeldecken bis auf die schmale Naht, die Basis und den Seitenrand einnimmt (a. nitidicollis Boisd. Lac.). Sonst schwarz, Schienen und Tarsen teilweise gelblichbraun. 6-8 mm. In Kompost überall ziemlich selten. (=bimaculatus (Grav.))
→ 35-Schwarz, Flügeldecken einfarbig mit Metallschimmer.
#35
carbonarius (Grav., 1810)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken ziemlich fein und ziemlich dicht, kaum kräftiger als der Hinterleib punktiert. Fühler länger und schlanker mit etwas gestreckten Gliedern. Schwarz, Kopf und Halsschild schwach erzschimmernd, Flügeldecken mit schwachem grünlichem Bronzeglanz [Abb. 33] (Stammform) sehr selten ganz rotbraun (a. thessalicus Roub.) oder die Beine braungelb (a. menetriesi Kirschenbl.). 6-8 mm. In Wäldern überall häufig. (=varius (Gyllh.))
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Abb. 33
frigidus Märkel & Kiesenwetter, 1848Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken kräftig und weitläufig, wesentlich kräftiger als der Hinterleib punktiert. Fühler weniger schlank, die vorletzten Glieder nicht länger als breit. Schwarz, Kopf und Halsschild ohne Metallschimmer. Flügeldecken mit bronzenem, erzfarbenen oder blauen Metallschein. Aedoeagus [Abb. 19]. 5,5-8 mm. In den oberen subalpinen und den alpinen Lagen der Alpen und Karpaten; in den Alpen verbreitet, aber ziemlich selten.
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Abb. 19
#36
→ 37Von den 4 zwischen den Augen in einer Querlinie stehenden Punkten sind die inneren Punkte voneinander etwa doppelt so weit entfernt wie von den äußeren Punkten.
Bisnius Stephens, 1829-Die 4 Stirnpunkte haben voneinander etwa den gleichen Abstand. Siehe die ausgegliederte Gattung ...Ohne_Ziel(33)
#37
umbratilis (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebAugenlängsdurchmesser von oben gesehen länger als die Schläfen vom Augenhinterrand bis zur Halsabschnürung. Halsschild parallelseitig, glänzend, fein querwellig chagriniert. Fühler schlank. Schwarz, Flügeldecken mit Bronzeschein, Beine braunrot, ± angedunkelt. Aedoeagus [Abb. 34] [Abb. 35]. 7-8 mm. D: Verbreitet, aber nicht häufig.
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Abb. 34
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Abb. 35
→ 38-Augen wesentlich kürzer als die Schläfen.
#38
Bisnius Stephens, 1829Halsschild ± parallelseitig, nicht metallisch irisierend. Siehe die ausgegliederte Gattung
→ 39-Halsschild im basalen Drittel am breitesten, nach vorn stark verengt. Halsschild bräunlich irisierend. Hierher 2 mit Sicherheit nur nach der Form des Aedoeagus zu trennende Arten.
#39
albipes (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebEtwas schlanker gebaut. Schwarz, Flügeldecken meist etwas heller bronzeschimmernd, Hinterrand der Tergite oft heller braun, Beine gelbbraun. Punktur der Flügeldecken und des Hinterleibs geringfügig feiner, Kopf schmaler. ♂: Aedoeagus [Abb. 36]. Der Abstand von der Paramerenspitze bis zur Penisspitze beträgt ein Fünftel der Gesamtlänge des Aedoeagus. 5-5,5 mm. Wohl überall, aber nicht häufig.
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Abb. 36
alpinus Epph., 1875🗺Coleoweb-Weitgehend mit albipes übereinstimmend, ein wenig breiter gebaut, Kopf etwas breiter, Flügeldecken kaum bronzeschimmernd, Hinterleib schwarz, Beine fast ganz schwarz. ♂: Aedoeagus [Abb. 37]. Der Abstand von der Paramerenspitze bis zur Penisspitze beträgt ein Drittel der Gesamtlänge des Organes. 5-5,8 mm. Weit seltener als albipes, aber wohl weit verbreitet
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Abb. 37
#40
→ 411. Glied der Hintertarsen deutlich länger als das letzte [Abb. 38].
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Abb. 38
→ 59-1. Glied der Hintertarsen kürzer oder höchstens so lang wie das letzte.
#41
→ 42Die Basalfurche des 2. und 3. freiliegenden Tergites in der Mitte im scharfen rechten Winkel vorspringend, so daß die Furche die Form eines liegenden Klammerzeichens hat [Abb. 11].
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Abb. 11
→ 44-Basalfurche der vorderen Tergite gerade oder schwach stumpf ausgebuchtet.
#42
coruscus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken vollständig rot. Halsschild sehr glänzend ohne erkennbare Mikroskulptur, Kopf rundlich viereckig, vorletzte Fühlerglieder nicht quer. 7-8 mm. Überall, aber nicht häufig
→ 43-Flügeldecken schwarz oder nur zum Teil rot, dann aber die Mikroskulptur des Halsschildes stets gut erkennbar und die vorletzten Fühlerglieder deutlich quer.
#43
rectangulus Shp., 1874Fundmeldungen🗺ColeowebSchläfen hinter den Augen parallelseitig, zum Hals in kurz abgerundetem rechten Winkel fast horizontal verengt [Abb. 39]. Kopf fast von der Breite des Halsschildes. Schwarz, Flügeldecken bronzeschimmernd, selten rotbraun mit Bronzeglanz [Abb. 40]. Beine zum Teil braun. Aedoeagus [Abb. 41]. 6,5-9 mm. In Kompost wohl überall häufig.
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Abb. 39
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Abb. 40
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Abb. 41
-Kopf hinter den Augen in gleichmäßiger Kurve gerundet verengt. Hierher solche Stücke des ebeninus, concinnus und dimidiatus, bei denen die Basalrandung der vorderen Tergite einen Winkel in der Mitte erkennen läßt, vergleiche LZ >>>44
#44
sanguinolentus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebHinterleib sehr dicht und fein punktiert, sehr dicht und anliegend behaart, matt [Abb. 42]. Schwarz, Flügeldecken hinter jeder Schulter sowie hinten neben der Naht mit je einem roten Fleck [Abb. 43]. Die Flecken können vergrößert und miteinander verbunden sein oder zum Teil oder ganz fehlen, so daß die Flügeldecken schwarz sind (a. unicolor Seidl.). An den Beinen zumindest die Vorderhüften gelblich. Aedoeagus [Abb. 44]. 7-8 mm. B: Im Dünger. D: Überall nicht selten. Bei schwarzflügeligen Tieren mit am Grunde chagrinierten Flügeldecken vergleiche micans LZ >>>72 mit ausnahmsweise nur 5 Halsschildpunkten.
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Abb. 42
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Abb. 43
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Abb. 44
→ 45-Hinterleib weitläufig punktiert, glänzend, ohne dichte Grundbehaarung.
#45
→ 46Kopf ziemlich groß, rundlich viereckig, weniger als ein Drittel schmäler als der Halsschild; Schläfen breit abgerundet, Halsschild nach vorn schwach verengt.
→ 51-Kopf klein, schmal, rundlich oder länglich oval, Schläfen flach abgerundet. Kopf um mehr als ein Drittel schmäler als der nach vorn stärker verengte Halsschild [Abb. 45].
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Abb. 45
#46
→ 47Augen klein, die Schläfen bei Seitenansicht länger als der größte Augendurchmesser. Die Tergite am Grunde zwischen der Punktur deutlich querriefig chagriniert. Beine braungelb oder braun.
→ 48-Augen größer, Schläfen höchstens so lang wie der Augendurchmesser, Tergite ohne deutliche Mikroskulptur, Beine dunkler.
#47
immundus (Gyll., 1810)🗺ColeowebGrößer, 7-7,5 mm. Fühler schlank, vorletzte Glieder nicht breiter als lang, Flügeldecken manchmal dunkelbraun. Aedoeagus [Abb. 46]. D: Weit verbreitet, besonders auf Sandboden, Jedoch nicht häufig.
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Abb. 46
debilis (Grav., 1802)🗺Coleoweb-Kleiner, 4,5-5,5 mm. Vorletzte Fühlerglieder quer. Schwarz, Flügeldecken oft dunkelbraun, selten rot (a. coloratus Totth.). Aedoeagus [Abb. 47]. D: In Kompost überall ziemlich häufig, oft in Anzahl.
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Abb. 47
#48
→ 498.-10. Fühlerglied höchstens so lang wie breit. Kopf deutlich gerundet viereckig. Basalfurche der 1. Tergite oft mit einem vorspringenden Winkel in der Mitte.
-8.-10. Fühlerglied deutlich länger als breit. Kopf meist schlanker, Basalfurche der Tergite immer ganz gerade. Hierher solche Exemplare von jurgans und cruentatus, bei denen die Kopfform Anlaß zu Zweifeln geben kann. Vergleiche LZ >>>51
#49
→ 50Größer, 6-8,5 mm. Halsschild in der Mitte zwischen den Punktreihen zwar glänzend, aber deutlich, fein querwellig chagriniert
concinnus (Grav., 1802)🗺Coleoweb-Kleiner, 5,5-7 mm. Halsschild in der Mitte zwischen den Punktreihen eine Mikroskulptur nahezu erloschen, glatt und glänzend. Vorletzte Fühlerglieder nicht oder schwach quer. Schwarz, Flügeldecken mit Erzglanz, Beine braun, selten die Flügeldecken hellbraun (a. ochripennis Gerh.) oder die Beine gelbbraun (a. ochropus Grav.). ♂: Aedoeagus [Abb. 48]. D: Wohl überall meist häufig, im Nordwesten seltener.
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Abb. 48
minutus Boh.🗺Coleoweb-Noch kleiner: mit 4-5 mm eine der kleinsten Arten dieser Gruppe mit 5 Halsschildpunkten. Von dem ähnlich kleinen debilis durch die schläfenlangen Augen, von viridipennis durch dickere Fühler und fehlenden Metallglanz der Flügeldecken, von beiden Arten durch den asymmetrischen Aedoeagus [Abb. 49] verschieden. D: Bisher nur aus den wärmeren Regionen des Mittelmeerraumes bekannt, von Scheerpeltz aber auch aus Südostkärnten gemeldet
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Abb. 49
#50
caucasicus Nordm., 1837🗺ColeowebVorletzte Fühlerglieder deutlich quer, Hinterleib ziemlich dicht punktiert. Schwarz, Fühler und Beine braun bis dunkelbraun. Flügeldecken rot mit breit geschwärzter Naht und Basis (Stammform). Die rote Färbung kann auf einen ± großen Fleck am Flügeldeckenhinterrand reduziert sein oder nur noch einen schmalen Saum bilden (a. apicalis Leinb.). Selten sind die Flügeldecken ganz schwarz (a. unicolor Leinb.) , in diesem Fall verbleiben jedoch die Epipleuren meistens rot 6-7,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 50]. D: Vorzugsweise im östlichen und nördlichen Mitteleuropa, verstreut und selten. (=dimidiatus (Sahlb.)) (==heinemanni Bernh.)
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Abb. 50
ebeninus (Grav., 1802)🗺Coleoweb-Vorletzte Fühlerglieder kaum quer, Hinterleib weitläufiger punktiert. Ganz schwarz, Flügeldecken mit dunkelgrünem Erzglanz. 7,5-8,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 51]. D: Weit verbreitet, aber gebietsweise ziemlich selten.
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Abb. 51
#51
cochleatus Scheerp., 1937🗺ColeowebVorletzte Fühlerglieder deutlich quer. Kopf rundlich, Flügeldecken einfarbig schwarz. 7,5-8 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 52]. Aus Südosteuropa bis nach Bayern einstrahlend, möglicherweise weiter verbreitet. Von concinnus, dem diese Art ähnelt, durch gerundeteren Kopf, etwas längere Schläfen, deutliche Mikroskulptur des Halsschildes und wesentlich dichtere Punktur der Flügeldecken verschieden.
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Abb. 52
→ 52-Vorletzte Fühlerglieder nicht quer.
#52
parvicornis (Grav.)🗺ColeowebVorletzte Fühlerglieder nicht länger als breit, Kopf länglich oval. Schwarz, Flügeldecken mit heller bräunlichem Hinterrand, brauner Hinterhälfte oder ganz braun. Relativ klein und schlank, 5-6 mm. ♂: Aedoeagus mit schräg gelegener Paramere [Abb. 53]. D: Verbreitet und häufig. (=agilis (Grav.))
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Abb. 53
→ 53-Vorletzte Fühlerglieder deutlich länger als breit, Körper etwas größer.
#53
cruentatus (Gm., 1789)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken mit einem größeren roten Fleck vor dem Hinterrand auf der Innenhälfte der Flügeldecken Der Außenrand dieses Flecks verläuft parallel zum Flügeldeckenseitenrand [Abb. 54]. Selten die Flügeldecken ganz schwarz (a. extinctus Bernh.). Vorderhüften schwarz, Kopf rundlich, fast etwas breiter als lang, die Schläfen weniger flach als bei den folgenden Arten (ausgenommen jurgans); a. extinctus kann mit Sicherheit nur durch Genitaluntersuchung bestimmt werden. ♂: Aedoeagus symmetrisch, die Spitze der Paramere erreicht fast die Penisspitze [Abb. 55] [Abb. 56]. Verbreitet und häufig.
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Abb. 54
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Abb. 55
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Abb. 56
→ 54-Flügeldecken entweder mit einem roten Fleck in anderer Lage oder ganz schwarz; dann jedoch die Vorderhüften fast stets zumindest innen gelb. Aedoeagus asymmetrisch oder mit kürzerer Paramere.
#54
longicornis Steph., 1832Fundmeldungen🗺ColeowebAugen länger als die Schläfen [Abb. 57] [Abb. 45]. Vorderhüften fast völlig gelb, Vorderseite des 1. Fühlergliedes und manchmal auch die Schenkel gelblich. Flügeldecken einfarbig schwarz oder dunkelrotbraun [Abb. 58]. ♂: Aedoeagus asymmetrisch mit schräg gelegener Paramere und lang vorgezogenem, fast spitzbogigen Apikalteil [Abb. 59]. 6,5-8 mm. D: Weit verbreitet und nicht selten.
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Abb. 57
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Abb. 45
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Abb. 58
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Abb. 59
→ 55-Augen nicht länger als die Schläfen. Entweder Fühler ganz schwarz oder Flügeldecken mit einem roten Fleck
#55
coprophilus Jarr., 1949🗺ColeowebHinterrand der Flügeldecken breit rot gefärbt oder mit einem breitbasig vom Hinterrand ausgehenden roten Fleck. ♂ : Aedoeagus mit schräg gelegener Paramere und querrundlich abgestumpfter Penisspitze [Abb. 60]. 6,5-8 mm. D: Bisher wenig gemeldet, Holstein, Oldenburg, sehr selten, aus Südosteuropa bis nach Bayern, Böhmen einstrahlend, sonst in Südeuropa und Nordafrika
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Abb. 60
→ 56-Flügeldecken schwarz oder mit einem vom Hinterrand isolierten roten Fleck. Penis symmetrisch. Hierher 4 Arten (varians-Gruppe), die ohne Genitaluntersuchung kaum sicher zu trennen sind.
#56
→ 57Kopf breiter und mehr rundlich oval, Flügeldecken fast stets schwarz. ♂: Aedoeagus in der Mitte kräftig erweitert, Paramere an ihrer breitesten Stelle von der Breite des Penis.
→ 58-Kopf meist schmäler und länglich oval. Flügeldecken fast stets mit rotem Fleck oder verschwommener rötlicher Aufhellung. ♂: Aedoeagus in der Mitte nicht oder schwach erweitert, Paramere an der breitesten Stelle deutlich schmäler als der Penis.
#57
pseudovarians Strand, 1941🗺ColeowebSchwarz, selten mit einem von der Schulterbeule gerade nach hinten verlaufenden rötlichen Wisch. Vorderhüften an der Innenkante abstechend hellgelb. ♂: Aedoeagus [Abb. 61]. Im Spitzenteil nicht erweitert, länger und mehr parallelseitig. 6-8 mm. Wohl überall in Mitteleuropa, aber nicht häufig
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Abb. 61
jurgans Totth., 1937🗺Coleoweb-Schwarz, sehr selten mit einem rötlichen Wisch hinter der Schulter. Vorderhüften innen meist nur undeutlich aufgehellt. ♂: Aedoeagus [Abb. 62], im Spitzenteil rundlich erweitert, kürzer. 6-8 mm. Weit verbreitet, aber nicht häufig.
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Abb. 62
#58
confinis Strand, 1941🗺ColeowebFlügeldecken mit einem lang dreieckigen Mittelfleck, der schräg zur Naht steht und gut abgegrenzt ist; selten schwarz. ♂: Aedoeagus an den Seiten in der Mitte nicht bogenförmig erweitert. Paramere auffällig schmal und an der breitesten Stelle viel schmäler als der Penis [Abb. 63]. Die seltenste Art der Gruppe, die jedoch vielleicht überall vertreten sein könnte
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Abb. 63
varians (Payk., 1789)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken mit einem unscharf abgegrenzten roten Wisch, der von der Schulterbeule aus nach hinten gerichtet ist [Abb. 64], selten schwarz (a. unicolor Steph.). Kopf schmäler und länglicher oval als bei den anderen Arten dieser Gruppe. Körpergröße geringer. 5,5-7,5 mm [Abb. 65]. ♂: Aedoeagus in der Mitte sehr schwach bogenförmig erweitert [Abb. 66] [Abb. 67] [Abb. 68] [Abb. 69], Paramere schmäler als der Penis, die Form der Paramere sehr variabel, aber niemals so schlank wie bei confinis. Überall gemein.
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Abb. 64
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Abb. 65
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Abb. 66
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Abb. 67
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Abb. 68
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Abb. 69
#59
discoideus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebFühler und Beine einfarbig rotgelb oder bräunlichgelb. Kopf nahezu viereckig, die sehr kurz abgerundeten Schläfen kürzer als die Augen. Braun, Kopf dunkler, Flügeldecken mit heller, rötlichgelber Naht und Hinterrand [Abb. 70], selten einfarbig hell. ♂: Vordertarsen ziemlich stark erweitert; 6. Ventralsegment nur seicht ausgebuchtet; 4. und 5. Ventralsegment mit einem etwa dreieckigen Tomentpolster an der Basis [Abb. 71]. Aedoeagus [Abb. 72]. 5-6 mm. B: Vorzugsweise in warmen Komposten. D: Verbreitet, aber nicht häufig
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Abb. 70
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Abb. 71
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Abb. 72
→ 60-Fühler zur Spitze oder ganz dunkel. Kopf gerundet viereckig, Schläfen lang abgerundet
#60
corvinus Er., 1839Fundmeldungen🗺ColeowebSchwarz ohne Metallschein, nur die Tarsen heller. 7-8 mm. B: In Mooren und Sümpfen. D: Verstreut und selten Von dem ähnlichen ebeninus durch das kurze 1. Tarsenglied leicht zu unterscheiden. Vergleiche LZ >>>50
→ 61-Zumindest die Vorder- und Mittelschenkel, meist auch die Fühlerbasis hellbraun oder gelblich.
#61
rufimanus Er., 1840Fundmeldungen🗺ColeowebSchwarz, Flügeldecken blau mit rauher, heller Behaarung. Vorder- und Mittelhüften und -schenkel auffällig hellrot. 6-7 mm. B: An Flußufern, verstreut und selten D: In den wärmeren Teilen des mittleren und südlichen Mitteleuropa, in der Ausbreitung sehr zurückgegangen.
→ 62-Flügeldecken und Beine anders gefärbt
#62
ventralis (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺Coleoweb4.-7. Fühlerglied so lang wie breit oder schwach quer [Abb. 73]. Dunkelbraun, Halsschild rotbraun mit sehr kräftigen Reihenpunkten. Aedoeagus [Abb. 74]. Habitus [Abb. 75]. 5,5-6,3 mm. B: Wohl bevorzugt in Hühner-/Geflügelmist. D: Weit verbreitet, aber nicht häufig.
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Abb. 73
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Abb. 74
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Abb. 75
→ 63-4.-7. Fühlerglied gestreckt, Halsschild schwarz.
#63
quisquiliarius (Gyll., 1810)Fundmeldungen🗺ColeowebKopf rundlich, weniger breit mit lang abgerundeten Schläfen. Halsschild nach vorn verengt mit feinen Reihenpunkten. Die Tergite besonders gegen die Basis dicht und fein punktiert. Vordertarsen des ♂ deutlich erweitert. Schwarz oder dunkelbraun, Flügeldecken mit Bronzeglanz, 1. Fühlerglied und Beine gelbbraun (Stammform), seltener die Flügeldecken hellrot mit schmal geschwärzter Basis: a. inquinatus Steph.*) [Abb. 76]. 5,5-7 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 77] [Abb. 78]. B: Im Anspülicht und an Ufern, häufig. D: Europa. *) Diese Form wird oft mit caucasicus LZ >>>50 verwechselt, ist aber durch das kürzere 1. Hintertarsenglied gut zu unterscheiden.
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Abb. 76
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Abb. 77
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Abb. 78
→ 64-Kopf breiter, gerundet viereckig, Halsschild mit groben Reihenpunkten, Beine dunkelbraun.
#64
coracion Peyerimh.🗺ColeowebGrößer und robuster, 6-7 mm, Halsschild nach vorn verengt, die Vordertarsen des ♂ kräftig erweitert, Fühler schwarz. ♂: Aedoeagus [Abb. 79]. B: Hochalpin D: Von den Westalpen bis ins Untere Engadin gemeldet; durch Funde 1988 und 1993 in Vorarlberg erstmals in Mitteleuropa nachgewiesen. Sehr selten.
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Abb. 79
viridipennis Fauvel, 1875🗺Coleoweb-Kleiner und schlanker, 4,5-5,5 mm. Halsschild nach vorn nicht verengt, Vordertarsen des ♂ kaum erweitert, Aedoeagus kürzer mit ± abgestumpfter Spitze [Abb. 80]. D: Diese südeuropäische Art wurde in der südlichen Slowakei gefunden. (=oebalus Totth.) (=diversiceps Bernh.)
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Abb. 80
#66
juvenilis Peyron🗺ColeowebKopf rundlich. Beine schwarz, Schienenbasis und Tarsen etwas heller. Oberseite ohne Metallglanz. ♂: Aedoeagus [Abb. 81]. 7,5-9 mm. D: Vom Kaukasus über die Balkanhalbinsel bis Ungarn gemeldet. Nach Scheerpeltz im südlichen Burgenland und der südlichen Steiermark.
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Abb. 81
→ 67-Kopf oval, viel schmäler als der nach vorn verengte Halsschild [Abb. 82].
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Abb. 82
#67
→ 68Flügeldecken rotgelb oder hell braunrot, Körper schwarz.
→ 69-Flügeldecken wie der Körper dunkelbraun oder schwarz.
#68
rubripennis Steph., 1832Fundmeldungen🗺ColeowebDie ersten 3 Fühlerglieder und die Beine gelb. Flügeldecken hell rotgelb [Abb. 83], mittlere Fühlerglieder nicht länger als breit. Parameren des Aedoeagus breit 2-gabelig [Abb. 84]. 5-7 mm. D: An sandigen Ufern, überall häufig. (=fulvipes (F.))
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Abb. 83
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Abb. 84
salinus Kiesw., 1844Fundmeldungen🗺Coleoweb-Beine dunkel rotgelb. Fühler braun, das Basalglied +/-deutlich (besonders beim ♂) aufgehellt. Flügeldecken hell braunrot [Abb. 85], sehr dicht punktiert und matt. Mittlere Fühlerglieder viel länger als breit. Parameren des Aedoeagus schmal 2-gabelig [Abb. 86]. 6,5-7,5 mm. D: Auf Salzboden an der Küste und im Binnenland, ziemlich selten.
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Abb. 85
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Abb. 86
#69
→ 70Größer, 6,5-9 mm. Flügeldecken glänzend, kräftiger punktiert, der Untergrund ohne Mikroskulptur.
→ 71-Etwas kleiner, 5-7 mm. Flügeldecken matt, schwächer punktiert, der Untergrund deutlich chagriniert
#70
fumarius (Grav., 1806)Fundmeldungen🗺Coleoweb7,5-9 mm. Beine rotgelb bis braungelb. Schwarz, Flügeldecken und Hinterleib schwach metallisch glänzend. An verschilften Ufern, in Anspülicht, verbreitet, aber nicht häufig.
nigrita (Grav., 1806)Fundmeldungen🗺Coleoweb-6,5-7,5 mm. Schwarz, höchstens die Tarsen braun, Körper ohne Metallschein, Flügeldecken sehr dicht punktiert. In Mooren und Sümpfen, gern im nassen Sphagnum, verbreitet aber ziemlich selten.
#71
furcifer Renk., 1937🗺ColeowebBeine schwarz, die Basis der Schienen und die Tarsen rotbraun. Hinterleib fein und dicht punktiert, chagriniert, matt (nicht wie bei der ähnlichen nigrita weitläufiger punktiert und glänzend). ♂: Aedoeagus [Abb. 87]. An Ufern, besonders im nördlichen Mitteleuropa, selten.
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Abb. 87
→ 72-Beine gelblich, nur stellenweise etwas geschwärzt. Fühlerendglied abgestutzt bis gabelig [Abb. 88]. 2 Arten, zu deren Trennung eine Genitaluntersuchung nötig ist.
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Abb. 88
#72
micans (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebHabitus [Abb. 89]. Hinterrand der Hinterleibssegmente hell gesäumt (von der Seite her gut zu erkennen). Halsschild meist deutlich braun irisierend. ♂: Aedoeagus [Abb. 90] [Abb. 91]. Schlanker und mit längerem Spitzenteil. An Ufern wohl überall nicht selten.
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Abb. 89
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Abb. 90
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Abb. 91
micantoides Benick & Lohse, 1956Fundmeldungen🗺Coleoweb-Hinterleibssegmente einfarbig schwarz, Halsschild selten irisierend, ♂: Aedoeagus im Spitzenteil wesentlich kürzer [Abb. 92] [Abb. 93]. An Ufern, nicht selten, gebietsweise häufiger als micans.
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Abb. 92
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Abb. 93
#73
dimidiatipennis Er., 1840🗺ColeowebKlein, 4,5-5,5 mm. Flügeldecken mit Ausnahme der Basalpartie rötlichgelb. Halobionte Art des Mittelmeergebietes, die in den Niederlanden und an der Ostsee (Darß) gefunden wurde.
→ 74-Größer, über 7,5 mm. Flügeldecken anders gefärbt.
#74
Bisnius puella (Nordmann, 1837)Fundmeldungen🗺ColeowebSchläfen länger als die Augen. Vorletzte Fühlerglieder schwach quer. Halsschildreihen mit 7-12 Punkten. Außerhalb der Punktreihen Jederseits mit 20-30 Punkten. Kopf beim ♂ oft stark entwickelt und breiter als der Halsschild. Schwarz, Flügeldecken bronzeglänzend. In Wäldern, wohl überall, aber selten.
→ 75-Schläfen kürzer als die Augen, vorletzte Fühlerglieder nicht quer, Punkte der Halsschildreihen zahlreicher. Halsschild außerhalb der Punktreihen mit über 50 Punkten.
#75
binotatus (Grav., 1802)🗺ColeowebFlügeldecken mit breit rot gefärbten Außenecken oder ganz roter äußerer Schräghälfte (Stammform), seltener einfarbig schwarz (a. hanseni Palm). Die ziemlich gleichmäßige Punktur auf den Seiten des Halsschildes nach innen nicht von der diskalen Punktreihe isoliert. ♂: die Spitze der Paramere ist in 2 Äste geteilt [Abb. 94]. Holsteinische Ostseeküste, vermutlich weiter verbreitet (halophil?).
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Abb. 94
punctus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Flügeldecken einfarbig schwarz mit schwachem Erzschein, die ungleichmäßige Punktur an den Seiten des Halsschildes durch größere glatte Partien von der diskalen Punktreihe getrennt. ♂: Aedoeagus mit einfach zugespitzter Paramere [Abb. 95]. An Ufern größerer Seen und Flüsse, weit verbreitet, aber vielfach selten
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Abb. 95
Enthaltene Taxaaddendus aerosus albipes alpinus atratus binotatus Bisniuscarbonarius caucasicus cochleatus coerulescens cognatus concinnus confinis coprophiluscoracion coruscus corvinus cruentatus cyanipennis debilis decorus dimidiatipennis discoideus ebeninus frigidus fumarius furcifer immundus intermedius jurgans juvenilis laevicollis laminatus lepidus longicornis mannerheimi mareki micans micantoides minutus montivagus nigrita nimbicola nitidicollis nitidus obirensis Onychophilonthusparvicornis picipes politus pseudovarians punctus quisquiliarius Rabigusrectangulus rotundicollis rubripennis rufimanus salinus sanguinolentus spinipes splendens subvirescens succicola temporalis tenuicornis umbratilis varians ventralis viridipennis
Erstellt am: 07.04.2010 · Letzte Aktualisierung: 03.10.2025 - 19:47:10
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