Gattung Oligota Mannh.

ColeopteraStaphylinidaeAleocharinaeHypocyphtini
Von Arved Lompe (n. A. Kapp)Literaturverzeichnis ⇒
Kleine, sehr gedrungene und gewölbte Arten von 0,7-1,5 mm. Kopf viel schmäler als der quere, nur nach vorn verengte Halsschild; Flügeldecken ziemlich kurz, Hinterleib parallelseitig oder nach hinten verengt. Kiefertaster lang und schlank. Die 10-gliedrigen Fühler mit 2 vergrößerten Basalgliedern und 3-5 als Keule ± deutlich abgesetzten vergrößerten Endgliedern. Die Arten sind sich zum Teil außerordentlich ähnlich. Um die Angaben über den Körperbau exakt zu überprüfen, müssen die Fühler genau von ihrer breiten Seite betrachtet werden und die Hinterleibsegmente dürfen nicht zusammengeschoben sein, da sonst das 1. vollständige Tergit oft unter den Flügeldecken verborgen ist.
Eine Tabelle der europäischen Arten anhand äußerer Merkmale ist mit so vielen Unsicherheiten behaftet, daß Kapp (l.c.) auf diese verzichtet hat und primär nach Genitalunterschieden trennt. Alternativ können die wenigen für Mitteleuropa gemeldeten Arten nach der gewohnten Tabelle nach Lohse bestimmt werden >>>Oligota_ME
#1
→ 35Tiere von Madeira.
→ 2-Aus anderen Gebieten.
#2
parva Kr., 1862Fundmeldungen🗺Coleoweb5. vollständiges Tergit etwa so lang wie das 3. und 4. zusammengenommen, bis auf die schmale dunkle Basis hell gelbrot. Aedoeagus: Ventralfortsatz von der Seite betrachtet gleichmäßig gerundet, mit gewundenen Innenstrukturen [Abb. 1] [Abb. 2] Schlanke, parallele Art. Heller oder dunkler braun, Kopf und Hinterleib meist etwas geschwärzt, Fühlerbasis und Beine gelb. 7. Fühlerglied kaum größer als das 6. und viel kleiner als das 8., so daß die Fühlerkeule deutlich 3-gliedrig erscheint [Abb. 3]. 0,9-1,2 mm. B: Fast ausschließlich synanthrop, vorzugsweise in Kompost. D: Heute wohl überall eine der häufigeren Arten; scheint sich erst in neuerer Zeit bei uns völlig eingebürgert zu haben.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 3-5. vollständig sichtbares Tergit nur wenig länger als Tergit 4; Ventralfortsatz von der Seite betrachtet gleichmäßig gerundet oder von anderer Form.
#3
→ 4Sklerite des Penisinnensackes bandartig, mit zahn- und dornartigen Strukturen, Ventralfortsatz seitlich betrachtet annähernd gerade [Abb. 4] [Abb. 5].
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Abb. 4
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Abb. 5
→ 5-Sklerite im Penisinnensack kleiner und von anderer Form.
#4
andriukhii Kapp, 2019Sklerite im Penisinnensack mit mehreren bandartigen Strukturen die teilweise hakenartig enden; Flagellum aus dem Ventralfortsatz austretend [Abb. 4]; Spermatheka [Abb. 6]. Fühler auffallend kräftig, Glieder III bis V rund und klein, Glied VI fast doppelt so groß wie Glied V, manchmal fast so breit wie Glied VII, dadurch Fühlerkeule deutlich 4-5gliedrig; breite, hochgewölbte Art. D: Ukraine, Iran.
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Abb. 4
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Abb. 6
rufipennis Kraatz, 1858🗺Coleoweb-Sklerite im Penisinnensack einfach zugespitzt [Abb. 5], Flagellum nicht aus dem Aedeagus austretend; ziemlich große (1,30 mm) und breite Art (0,49 mm); Bunt gefärbt, Kopf und 1.-4. vollständiges Tergit braun, Halsschild hell braunrot, Flügeldecken, 5. und 6. Tergit vollständig gelbrot, Fühlerbasis und Beine gelb. 1-1,3 mm. D: Südwesteuropa, Südeuropa und Afrika; auch aus dem südöstlichen Mitteleuropa gemeldet, aber wohl kaum im eigentlichen Mitteleuropa zu erwarten. Südeuropa.
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Abb. 5
#5
granaria Er., 1837Fundmeldungen🗺ColeowebSklerit im Penisinnensack von vorne betrachtet schlauchförmig gewunden [Abb. 7] [Abb. 8], Ventralfortsatz von der Seite betrachtet gleichmäßig gerundet; Spermatheka kommaförmig [Abb. 9]. Fühler auffallend kräftig, Glieder vom 6. an quer und bis zum 9. Glied anschwellend stärker verdickt. 9. Glied stark quer, reichlich doppelt so breit wie lang [Abb. 10] [Abb. 11]. Breit gebaut. Kopf groß, mit großen Augen, deren Hinterrand meist bis an den Halsschild reicht, so daß von oben keine Schläfen erkennbar sind. Halsschild 1,75 mal so breit wie lang. Flügeldecken wesentlich breiter als der Halsschild, 1.-4. vollständiges Tergit etwa gleich lang, das 5. kaum länger als das 4.. Tiefschwarz [Abb. 12], seltener dunkelbraun, Hinterleib an der Spitze bräunlich. Fühler und Beine rötlichbraun, Fühlerbasis heller. 1,2-1,5 mm. B: Synanthrop in Kellern, Ställen und Lagerhäusern, am Kompost, im Freiland unter Rinde, an schimmelnden Pflanzen und Pilzen D: Wohl überall, aber selten.
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
→ 6-Sklerite von anderer Form.
#6
inexspectata Williams, 1994🗺ColeowebVentralfortsatz von vorne betrachtet asymmetrisch [Abb. 13], Internalsack mit charakteristischen, stark sklerotisierten Innenstrukturen [Abb. 14]. Kleine schwarze, gedrungene Art. 7. Fühlerglied nicht deutlich quer, deutlich kleiner als das 8. und etwa so groß wie das 6., Fühlerkeule daher dreigliedrig erscheinend. ♂: Hinterrand des 8. Abdominalsternits nur schwach gerundet, fast gerade [Abb. 15]. ♀: nach Williams (1994) mit leicht nach hinten vorgezogenem 8. Sternit und ohne sklerotisierte Spermatheca. D: Bisher aus der Schweiz und Deutschland bekannt.
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
→ 7-Ventralfortsatz symmetrisch.
#7
→ 8Aedeagus mit weit aus der apikalen Öffnung heraustretendem Flagellum [Abb. 16] oder sehr schlanke, hellbraune Arten der kanarischen Inseln.
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Abb. 16
→ 17-Flagellum von außen nicht sichtbar, Gesamtheit der Merkmale nicht zutreffend.
#8
→ 9Flagellum nicht aus dem Aedeagus heraustretend.
→ 10-Flagellum von außen deutlich sichtbar.
#9
stefaniae Assing, 1999🗺ColeowebAedeagus [Abb. 17]. D: Endemische Art der Kanareninsel La Gomera.
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Abb. 17
pseudohirta S. A. Williams, 1973🗺Coleoweb-Aedeagus [Abb. 18]. D: Endemische Art der Kanareninsel Teneriffa.
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Abb. 18
#10
inflata Mannh., 1830Fundmeldungen🗺ColeowebVentralfortsatz von der Seite betrachtet fast gerade, an apikalen Ende kurz hakenförmig gebogen, der Übergang zum basalen Bulbus mit tiefer Ausrandung [Abb. 19], Fühlerkeule undeutlich 4gliedrig, Glied 7 länger und breiter als Glied 6 aber wenig quer und kleiner als Glied 8 [Abb. 20]. Ziemlich breite Art, Halsschild wesentlich schmäler als die Flügeldecken. Einfarbig dunkelbraun, oder Kopf und Hinterleib schwarz; 5. vollständiges Tergit höchstens zur Spitze schwach aufgehellt; Fühler und Beine braungelb, die 4 als Keule abgesetzten Endglieder braun. Behaarung ziemlich dicht und leicht gehoben. 1,1-1,4 mm. B: In Kompost, trockenem Dünger, Kellern und Ställen. D: Europa.
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Abb. 19
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Abb. 20
→ 11-Ventralfortsatz von der Seite betrachtet gerundet.
#11
picta MotschoulskyVentralfortsatz des Medianlobus von vorne betrachtet fast parallel, in Lateralansicht schwach gebogen und in eine dünne Spitze auslaufend [Abb. 21], chitinisierte Innenstrukturen einfach, hellbraune Art mit dunklerem Kopf und Hinterleib, Flügeldecken nur schwach gekörnt. D: Nordafrika.
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Abb. 21
→ 12-Ventralfortsatz in der Mitte breiter als an der Basis oder nur bis zur Mitte parallel.
#12
→ 13Ventralfortsatz von der Seite betrachtet von der Basis bis zum apikalen Ende ziemlich gleichmäßig leicht gebogen (Abb. 286).
→ 14-Ventralfortsatz von der Seite betrachtet stärker gebogen oder/und am Ende stärker abgerundet (Abb. 173, 307).
#13
selvagensis Assing, 2000🗺ColeowebVentralfortsatz gleichmäßig gerundet, von vorne betrachtet bis zur Mitte parallel und zur Spitze nur wenig schmäler (Abb. 285), Aedeagus [Abb. 22]. D: Endemische Art der Islas Selvagas.
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Abb. 22
hirta S. A. Williams, 1973🗺Coleoweb-Ventralfortsatz von vorne betrachtet zur Mitte verbreitert, nach vorne deutlich schmäler werdend [Abb. 16], Innenstrukturen ähnlich wie bei selvagensis; Ventralfortsatz im Verhältnis zur Gesamtlänge des Medianlobus länger, Crista apicalis weniger stark vorstehend; hellbraune, ungeflügelte, in den Proportionen des Körpers sehr variable Art. D: Rndemisch auf La Palma vorkommend.
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Abb. 16
#14
→ 15Ventralfortsatz am apikalen Ende in Seitenansicht schirmgriffartig gebogen [Abb. 23].
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Abb. 23
→ 16-Ventralfortsatz zur Spitze gleichmäßig gerundet, chitinisierte Innenstrukturen von der Seite betrachtet dornförmig nach rückwärts abgebogen (Abb. 173).
#15
tugurtana Fauvel, 1898🗺ColeowebVentralfortsatz von der Seite betrachtet fast senkrecht aus dem basalen Bulbus aufsteigend; chitinisierte Sklerite [Abb. 23]; hellbraune Art mit etwas dunklerem Hinterleib, von picta durch die deutlich rauh gekörnten Flügeldecken zu unterscheiden. D: Nordafrika und südliches Spanien.
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Abb. 23
meybohmi Assing, 2003🗺Coleoweb-Ventralfortsatz von der Seite betrachtet gleichmäßig gerundet [Abb. 24]; dunkelbraune Art. D: Ssüdöstliche Türkei.
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Abb. 24
#16
muensteri muensteri Bernhauer, 1923🗺ColeowebKleiner, Körperlänge unter 1,1 mm, hell- bis dunkelbraun, Kopf und Halsschild bei 40facher Vergrößerung sehr fein punktiert, Flügeldecken raspelig punktiert, fein rauh gekörnt, Hinterleibstergite glänzend und fein punktiert, schwach behaart, Fühler nur 1,5 mal so lang wie der Halsschild. Aedoeagus [Abb. 25]. D: Verbreitung boreomontan in Nordeuropa und in den Alpen.
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Abb. 25
muensteri latior Kapp, 2019-Größer, Körperlänge über 1,1 mm, ausgefärbt dunkelbraun bis schwarz, Kopf und Halsschild schwach glänzend, auf chagriniertem Grund fein punktiert, Flügeldecken auf leicht chagriniertem Grund, raspelig punktiert; Fühler etwa 1,8 mal so lang wie der Halsschild. D: Verbreitung altlantomediterran.
#17
→ 18Chitinisierte Strukturen des Penisinnensackes kompakt [Abb. 26] [Abb. 27] [Abb. 28] [Abb. 29], Ventralfortsatz von der Seite betrachtet ziemlich gerade.
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Abb. 26
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Abb. 27
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Abb. 28
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Abb. 29
→ 26-Strukturen des Penisinnensackes anders.
#18
→ 19Innenstrukturen des Aedeagus aus mehreren Einzelskleriten zusammengesetzt [Abb. 29].
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Abb. 29
→ 20-Innenstrukturen im Aedeagus kompakter [Abb. 28].
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Abb. 28
#19
filaria Bernhauer, 1923🗺ColeowebSehr kleine, 1,09-1,18 mm lange, ungeflügelte, hellbraune Art, Sklerite des Aedeagus sehr schmal [Abb. 30]. D: Bisher nur aus Israel (Umgebung Haifa) bekannt.
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Abb. 30
pusillima (Grav., 1806)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Größere Art (1,05-1,5 mm), Innenstrukturen im Aedeagus breiter [Abb. 29] [Abb. 31]; Spermatheka [Abb. 32]. Meist geflügelte, in Teilen des Verbreitungsgebietes aber auch ungeflügelte Art. Durchschnittlich kleiner und schmäler als picipes, dunkelbraun oder schwarz, glänzend. Fühlerkeule und Schenkel oft (aber durchaus nicht immer) kräftig gebräunt. Hellere Exemplare jedenfalls nur nach den Sexualmerkmalen sicher zu erkennen. Flügeldeckennaht oft länger als der Halsschild, doch kommen auch Stücke mit extrem kurzen Flügeldecken und kürzeren Fühlern (var. ytenensis Sharp) sowie Zwischenformen vor. 1-1,3 mm. D: In ganz Mitteleuropa sehr verbreitet und nicht selten. (=atomaria Er.)
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Abb. 29
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Abb. 31
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Abb. 32
#20
convexa Mulsant & Rey🗺ColeowebVentralfortsatz in Lateralansicht am apikalen Ende mit schräg nach rückwärts abgewinkelter plattenförmiger Spitze [Abb. 33]. Spermatheka [Abb. 34]. Mit pusillima im Aussehen völlig übereinstimmend und nur im Bau des Aedoeagus völlig abweichend. D: Norditalien und Griechenland; Lohse lag auch 1 Ex. bezettelt ,,Austria, Paganetti" vor. (=lohsei Williams)
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Abb. 33
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Abb. 34
→ 21-Apikales Ende des Ventralfortsatzes nicht nach rückwärts abgewinkelt.
#21
inversa Assing, 2002🗺ColeowebVentralfortsatz von der Seite betrachtet zum apikalen Ende verbreitert und die Spitze gerade abgeschnitten [Abb. 26]; Sternit VIII am Hinterrand beim ♀ stärker als beim ♂ nach hinten vorgezogen [Abb. 35]. D: Griechenland, Türkei.
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Abb. 26
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Abb. 35
→ 22-Ventralfortsatz zum Ende nicht oder kaum verbreitet.
#22
anatolica Assing, 2003🗺ColeowebVentralfortsatz von vorne berachtet parallel, im letzten Viertel stark verschmälert mit kleiner hakenförmiger Spitze [Abb. 36]. D: Türkei.
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Abb. 36
→ 23-Ventralfortsatz zur Spitze gleichmäßiger verschmälert.
#23
→ 24Ventralfortsatz länger als der basale Bulbus, von der Seite betrachtet ziemlich gerade [Abb. 27] [Abb. 37].
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Abb. 27
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Abb. 37
→ 25-Ventralfortsatz kürzer oder gleichlang wie der basale Bulbus [Abb. 28].
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Abb. 28
#24
recta Kapp, 2004🗺ColeowebVentralfortsatz gestreckt und von der Seite betrachtet annähernd parallel, zur Spitze stärker verjüngt [Abb. 37]; Tergit V am Hinterrand mit feinen Kerben [Abb. 38]; ♀: letztes Sternit ohne Andeutung von Ecken abgerundet. Spermatheka [Abb. 39] [Abb. 40]. D: Nordöstliche Türkei.
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Abb. 37
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Abb. 38
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Abb. 39
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Abb. 40
picipes (Steph., 1832)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Ventralfortsatz dicker, Sklerite größer und am apikalen Ende mit gröberen dornartigen Zähnen [Abb. 27]. Spermatheka [Abb. 41]. Äußerlich mit ruficornis durch ihre etwas kräftigere Gestalt übereinstimmend, von dieser Art durch etwas geringere durchschnittliche Länge von 1,1-1,3 mm (ruficornis: 1,2-1,4 mm) sowie schwärzlichbraune Fühler und Beine, besonders aber in beiden Geschlechtern durch die abweichenden Genitalien verschieden. D: Aserbeidschan, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Dänemark, Niederlande. Vorsicht! Die Sklerite bei pumilio [Abb. 42] können denen der picipes sehr ähnlich sehen, darüberhinaus ist die spiralige Struktur im Basalbulbus auch dort vorhanden, fehlt aber in der Zeichnung! Entscheidend ist im Zweifelsfall die Länge des Ventralfortsatzes im Vergleich zum Basalbulbus!
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Abb. 27
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Abb. 41
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Abb. 42
#25
pumilio Kiesw., 1858Fundmeldungen🗺ColeowebVentralfortsatz von der Seite betrachtet in der Mitte leicht verbreitert, zur Spitze schmäler, Innenstrukturen kompakt, nach Kapp [Abb. 28], nach Assing [Abb. 43]; [Abb. 42] [Abb. 44]. Spermatheka [Abb. 45] [Abb. 46]. Hinterrand des 6. Sternits in beiden Geschlechtern stumpf gewinkelt [Abb. 47]. Dunkelbraun, glänzend, Hinterleibsspitze von der Mitte des 5. vollständigen Tergits an heller, Fühler und Beine rotgelb, Fühlerendglied höchstens bräunlich getrübt. Körper betont parallelseitig [Abb. 48], Flügeldecken kaum breiter als der Halsschild, die Naht so lang wie der Halsschild und nicht länger als die Hinterrandbreite einer Flügeldecke. Hinterleib zur Spitze kaum verengt. 1-1,3 mm. D: Wohl überall, aber nicht häufig.
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Abb. 28
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Abb. 43
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Abb. 42
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Abb. 44
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Abb. 45
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Abb. 46
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Abb. 47
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Abb. 48
levantinensis Kapp, 2004🗺Coleoweb-Ventralfortsatz seitlich betrachtet bis fast zur Spitze verbreitert, dann kurz abgewinkelt [Abb. 49]. Spermatheka [Abb. 50].
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Abb. 49
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Abb. 50
#26
→ 27Sklerite einfach, seitlich betrachtet kommaförmig mit nach unten gerichteter Spitze [Abb. 51] [Abb. 52].
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Abb. 51
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Abb. 52
→ 28-Sklerite des Penisinnensackes komplizierter gebaut, Chitinstrukturen anders [Abb. 53] [Abb. 54].
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Abb. 53
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Abb. 54
#27
marasica Assing, 2006🗺ColeowebVentralfortsatz lateral betrachtet gerade, am apikalen Ende kurz zurückgebogen, am Übergang zum basalen Bulbus mit tiefer Ausrandung, Innensacksklerit länglich zahnförmig [Abb. 51], Türkei.
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Abb. 51
picescens Mulsant & Rey🗺Coleoweb-Ventralfortsatz gleichmäßig gebogen, am apikalen Ende mit sehr kleinem, kaum sichtbaren Häkchen; Innensacksklerite paarig angeordnet [Abb. 52], Nordwest- und Südfrankreich.
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Abb. 52
#28
→ 29Ventralfortsatz von vorne betrachtet am apikalen Ende mit seitlich abstehenden kleinen Zähnchen [Abb. 55] [Abb. 54].
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Abb. 55
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Abb. 54
→ 30-Ventralfortsatz ohne seitlich abstehende Zähnchen.
#29
pseudoparva WilliamsVentralfortsatz jederseits der Spitze mit kleinem abstehenden nach rückwärts gerichteten Zähnchen, Innenstrukturen mit spiralförmigem Schlauch und groben zahnartigen Gebilden [Abb. 55]. Spermatheka [Abb. 56].
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Abb. 55
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Abb. 56
ruficornis Heer, 1839🗺Coleoweb-Ventralfortsatz jederseits der Spitze mit kleinem abstehenden nach vorne gerichteten Zähnchen, Penisinnensack mit einer Chitinspange und mit zwei darüber sich überkreuzenden dornartigen Skleriten [Abb. 54]. Spermatheka [Abb. 57]. Durchschnittlich größer und breiter, dunkelbraun oder schwarz, glänzend, Fühler und Beine rotgelb, die Endglieder manchmal gebräunt, etwas breiter als bei pusillima. Körper weniger betont parallelseitig. 1,1-1,4 mm. Westeuropäisch; möglicherweise auch bei uns aufzufinden, aber noch nicht sicher nachgewiesen. (=punctulata Heer, 1839 sensu Lohse in FHL)
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Abb. 54
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Abb. 57
#30
barbarica Assing, 2003🗺ColeowebVentralfortsatz von vorne betrachtet am apikalen Ende doppelbuchtig [Abb. 53].
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Abb. 53
→ 31-Ventralfortsatz zur Spitze nicht doppelbuchtig.
#31
→ 32Ventralfortsatz ab dem vorderen Drittel zur Spitze gerade oder schwach ausgebuchtet verengt, kleinere Arten, weniger als 1,2 mm lang.
→ 33-Ventralfortsatz mit löffelartigem oder konkav gerundetem Endteil, Arten von Madeira oder den kanarischen Inseln.
#32
viti Assing, 2004🗺ColeowebVentralfortsatz von der Seite betrachtet vorne gerade abgestutzt [Abb. 58], ähnlich wie bei inversa, von dieser durch die hellere Färbung und den wesentlich kleineren Aedeagus zu unterscheiden; Griechenland.
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Abb. 58
brachati Assing, 2006🗺Coleoweb-Ventralfortsatz von vorne betrachtet ab dem vorderen Viertel zur Spitze verengt, Sklerite des Penisinnensackes aus der apikalen Öffnung seitlich abstehend [Abb. 59]; Türkei.
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Abb. 59
#33
canariensis S. A. Williams, 1973🗺ColeowebVentralfortsatz vorne konkav ausgeschnitten, Sklerite des Penisinnensackes groß und kompakt [Abb. 60]; Spermatheka [Abb. 61]. Fühlerglied IV so lang wie breit, Fühlerkeule undeutlich 4gliedrig abgesetzt, hellbraune, große Art (>1,5 mm) der kanarischen Inseln (Teneriffa) und Afrika (Angola, Kongo).
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Abb. 60
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Abb. 61
→ 34-Ventralfortsatz am Ende löffelartig verbreitert [Abb. 62].
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Abb. 62
#34
castanea Wollaston, 1864🗺ColeowebLöffelartiges Ende des Ventralfortsatzes schmal, nur 1,5 mal breiter als das Ende des Ventralfortsatzes [Abb. 62]; Fühlerglied III zweimal so lang wie breit, Endkeule undeutlich 4gliedrig abgesetzt, große, dunkelbraune, über 1,65 mm lange Art der kanarischen Inseln (Teneriffa, La Palma).
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Abb. 62
wollastoni S. A. Williams, 1973🗺Coleoweb-Löffelartiges Ende fast 4 mal breiter als der Ventralfortsatz an der schmalsten Stelle [Abb. 63], mit langen bandförmigen Skleriten im Penisinnensack; Fühlerglied III eineinhalb mal so lang wie breit, große, über 1,5 mm lange, dunkelbraune Art der Kanarischen Inseln (Teneriffa).
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Abb. 63
#35
→ 36Abdomen breit, nach hinten stark keilförmig verengt.
→ 37-Abdomen schmal, subparallel.
#36
Holobus analis (Wollaston, 1854)Fundmeldungen🗺ColeowebKörper braunschwarz, Spitze des Abdomens gelb [Abb. 64]. Das 5. sichtbare Terit länger als das 4.. Fühler und Beine gelb, erstere zur Sitze angedunkelt. Aedoeagus und Spermatheka [Abb. 65] [Abb. 66]. 1,5 mm. Endemisch auf Madeira.
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Abb. 64
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Abb. 65
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Abb. 66
Holobus ignoratus Assing, 1998🗺Coleoweb-Körper schwarz, einfarbig.
#37
Körper braun, Spitze des Abdomens gelb. 5. sichtbares Tergit fast doppelt so lang wie das 4.. Siehe parva LZ >>>2
→ 38-Körper dunkel- bis schwarzbraun, einfarbig. 5. sichtbares Tergit etwa so lang wie das 4..
#38
Größer, Körperbreite 0,45 mm. Siehe ruficornis LZ >>>29
→ 39-Kleiner, Korperbreite 0,35-0,4 mm.
#39
Halsschild mit starker Mikroskulptur. Fühler mit 3-gliedriger Keule. Köper schmäler, 0,35 mm. Siehe pusillima LZ >>>19
-Halsschild mit schwacher Mikroskulptur. Fühler mit 4-gliedriger Keule. Körper breiter, 0.4 mm. Siehe muensteri Bernhauer, 1923 LZ >>>16
Enthaltene Taxaanatolica andriukhii barbarica brachati canariensis castanea convexa filaria granaria hirta Holobusinexspectata inflata inversa levantinensis marasica meybohmi muensteri parva picescens picipes picta pseudohirta pseudoparva pumilio pusillima recta ruficornis rufipennis selvagensis stefaniae tugurtana viti wollastoni
Literaturverzeichnis
Williams, S.A. (1970): Notes on the Genus Oligota . . . - Ent. Month. Mag. 106:54 ff.
Williams, S.A. (1975): The Oligota (Col., Staphylinidae) of Madeira - Boletim do Museu Municipal do Funchal, 29(128):18-25 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Williams1975 Oligota Madeira.pdf"
Assing, V. (1995): Erstnachweis von Oligota inexspectata Williams für Deutschland, mit Bemerkungen zur Unterscheidung von O. pusillima (Gravenhorst) und O. pumilio Kiesenwetter (Col., Staphylinidae). - Ent. Nachr. Ber. 39(4):224-226.
Kapp, A. (2019): Revision der westpaläarktischen Arten der Gattungen Oligota Mannerheim, 1830 und Holobus Solier, 1849 (Coleoptera, Staphylinidae, Aleocharinae, Hypocyphtini) - Linzer biol. Beitr. 51(1):587-698 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Kapp2019 Oligota Holobus.pdf"
Erstellt am: 08.06.2012 · Letzte Aktualisierung: 18.11.2025 - 00:59:24
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