Gattung Ocypus Leach in Samouelle, 1819

StaphylinidaeStaphylininaeStaphylinina
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Kopf und Halsschild schwarz, dunkel metallisch blau oder bronzeglänzend mit unauffälliger Behaarung; die meisten Arten vollständig schwarz. Von allen vorhergehenden Gattungen, ausgenommen Staphylinus, durch fehlende oder rudimentäre Epimeren der Vorderbrust verschieden.
Die Systematik der Gattung hat sich geändert, die Untergattungen Goerius und Pseudocypus sind eingezogen, Tasgius ist ausgegliedert. Die Bezeichnungen der Abbildungen tragen zum Teil noch die alten Namen.
Für die Bestimmung ist die Untersuchung der Mundteile erforderlich. Es empfiehlt sich, gleich bei der Präparation die Mandibeln vorzuklappen, damit ihr Innenrand und die Lippentaster von oben her erkennbar sind.
#1
→ 2Mandibeln breit und gedrungen, ihr Innenrand zwischen dem großen Mittelzahn und der Spitze mit einem kleineren Zahn oder kurzen stumpfen Höckern, die nur selten zu fehlen scheinen (Abnutzung?) [Abb. 1]. Lippentaster mit spindelförmigem, länglichen Endglied, dieses an der Spitze schmal abgestutzt (a in [Abb. 2]).
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Abb. 1
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Abb. 2
Tasgius Stephens, 1829-Mandibeln entweder dünn und sichelförmig oder kräftiger; am Innenrand ohne Zähne oder mit einem breiten Zahn [Abb. 3]. Lippentaster mit beilförmigem, stark verdickten Endglied (b in [Abb. 2]). Siehe Gattung
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Abb. 3
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Abb. 2
#2
→ 3Kopf und Halsschild mit Bronzeschimmer und (oder) Hinterleib mit hellen Haarbinden, hellen Flecken in der Mitte der Basis der Tergite oder mit von hellen Haaren durchmischter dunkler Behaarung. Augen länger, so lang oder (selten) kaum kürzer als die Schläfen. (Früher Untergattung Pseudocypus Muls. Rey.)
→ 9-Kopf und Halsschild schwarz, selten mit Bronzeschimmer oder blau; Hinterleib völlig einförmig behaart, Augen wesentlich kürzer als die Schläfen, bei einer Art mit hellen Beinen kaum kürzer als diese. (Früher Untergattung Goerius Steph.).
#3
mus (Brullé)Fundmeldungen🗺ColeowebKopf und Halsschild dunkelbraun ohne deutlichen Metallschimmer. Halsschild gleichmäßig punktiert ohne punktfreie Mittellinie. Hinterleib an der Basis der Tergite mit einem oft undeutlichen Mittelfleck aus helleren Haaren. Aedoeagus [Abb. 4]. 13-16 mm. Aus Südeuropa ins südöstliche Mitteleuropa einstrahlend.
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Abb. 4
→ 4-Kopf und Halsschild mit deutlichem Bronzeschimmer, Halsschild mit punktfreier Mittellinie.
#4
fuscatus (Grav., 1802)🗺ColeowebHalsschild stark glänzend mit ziemlich weitläufiger, kräftiger Punktur und dazwischen eingestreuten feinen Punkten. Unauffällig schwarz behaart. Einfarbig braunschwarz. Behaarung des Hinterleib einförmig dunkel [Abb. 5]. Wohl überall, aber nicht häufig.
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Abb. 5
→ 5-Halsschild mit ziemlich dichter und einförmiger Punktur, höchstens parallel zur punktfreien Mittellinie mit einer Reihe weitläufiger gröberer Punkte. Fühler oft hell.
#5
fulvipennis Er., 1840Fundmeldungen🗺ColeowebDie Behaarung des Hinterleib besteht aus miteinander durchmischten hellen und dunklen Haaren. Dunkelbraun, Flügeldecken und Beine einfarbig hell braunrot. Kopf rundlich. Die grobe Punktreihe neben dem glatten Mittelstreifen des Halsschilds ist meist undeutlich oder fehlt ganz. ♂: Aedoeagus [Abb. 6]. 12-14 mm. Südliches und mittleres Mitteleuropa nicht häufig.
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Abb. 6
→ 6-Behaarung des Hinterleib längsstreifig angeordnet, Punktreihe neben der glatten Halsschildmittellinie deutlich.
#6
aeneocephalus (Geer, 1774)Fundmeldungen🗺ColeowebBehaarung auf der Außenhälfte des Halsschilds nach hinten oder sogar etwas nach außen gerichtet, in der Innenhälfte jederseits der Mittellinie in einem divergierenden Streifen angeordnet. Kopf fast kreisförmig, schmäler als der Halsschild, Längsdurchmesser der Augen etwas länger als die Schläfen. Flügeldecken merklich kürzer und kaum breiter als der Halsschild, schwarzbraun [Abb. 7]; die längsstreifige Behaarung des Hinterleib ist zumindest bei den im nördlichen Mitteleuropa vorkommenden Stücken durchaus deutlich. ♂: Aedoeagus [Abb. 8]. 11-15 mm. Wohl überall nicht selten.
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Abb. 7
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Abb. 8
→ 7-Behaarung auf der Außenhälfte des Halsschilds schräg oder quer nach innen gelagert. Flügeldecken oft heller rot.
#7
cupreus (Rossi)🗺ColeowebFühler ganz hellrot. Kleiner,12-16 mm. Dem aeneocephalus sehr ähnlich, aber die Flügeldecken meist heller rötlich, nur wenig kürzer, aber wesentlich breiter als der Halsschild ♂: Aedoeagus [Abb. 9]. Westeuropäische Art, die möglicherweise auch im westlichen Mitteleuropa zu finden ist.
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Abb. 9
→ 8-Fühler zur Spitze oder ganz dunkel. Größer und breiter, 15-20 mm. Kopf quer gerundet viereckig, kaum schmäler als der Halsschild, Augen etwa so lang wie die Schläfen. Eine in Europa weit verbreitete Art, die außerordentlich zur Rassenbildung neigt. Für Mitteleuropa sind folgende Formen zu berücksichtigen.
#8
picipennis (F., 1792)Fundmeldungen🗺ColeowebFlügeldecken meist hell braunrot (Stammform) oder schwarz (a. tristis Fabr.). Fühlerbasis ± rötlich aufgehellt. ♂: Aedoeagus [Abb. 10]. In Mitteleuropa die vorherrschende Form, die a. tristis seltener (in Westeuropa häufiger) als die Stammform. Im ganzen nicht selten.
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Abb. 10
fallaciosus Müll.🗺Coleoweb-Körper ganz schwarzbraun. ♂: Aedoeagus [Abb. 11]. Im Alpengebiet weit verbreitet. picipennis ssp.
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Abb. 11
#9
→ 10Schwarz, zumindest die Flügeldecken mit deutlichem blauen Metallglanz.
→ 11-Schwarz, manchmal die Flügeldecken rotbraun.
#10
ophthalmicus (Scop., 1763)Fundmeldungen🗺ColeowebKopf, Halsschild und besonders die Flügeldecken kräftig blau metallschimmernd [Abb. 12]. Kopf und Halsschild ziemlich fein und sehr dicht punktiert, seidenglänzend. Die Zwischenräume der Punkte durchweg kleiner als die Punkte selbst. 8. und 9. Fühlerglied deutlich länger als breit. 15-23 mm. Meist häufige, nur im östlichen Mitteleuropa seltenere Art des ganzen Gebietes. Gern in Gärten. In den Alpen bis auf 2000 m emporsteigend.
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Abb. 12
hypsibatus Bernh.🗺Coleoweb-Kopf und Halsschild kaum, Flügeldecken deutlich blau metallschimmernd. Kopf und Halsschild glänzender, weitläufiger punktiert, die Zwischenräume der Punkte durchweg größer als diese. 8. und 9. Fühlerglied nicht länger als breit. Kleiner: 13-18 mm. In den hohen Lagen der Alpen. Zwischen dieser Form und der Stammform kommen Übergangsstücke vor. ophthalmicus ssp.
#11
brunnipes (F., 1781)Fundmeldungen🗺Coleoweb alpicola Er.🗺ColeowebKopf rundlich, schmäler als der Halsschild, Augen wenig kürzer als die Schläfen. Schwarz, Fühler mit Ausnahme der Mitte und Beine hellrot oder hell braunrot [Abb. 13]. Flügeldecken wesentlich kürzer als der glänzendere, im Grunde nicht chagrinierte Halsschild; Hautflügel rudimentär. Die Nebenzähne der Mandibeln sind oft schlecht erkennbar. 12-15 mm. ♂ : Aedoeagus [Abb. 14]. Im Norden und Osten nicht selten, sonst seltener. Kopf etwas weitläufiger punktiert und Hautflügel stärker entwickelt, etwas länger als die Flügeldecken. Im südlichen und südöstlichen Alpengebiet. brunnipes ssp.
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Abb. 13
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Abb. 14
→ 12-Kopf ± viereckig, Augen wesentlich kürzer als die Schläfen, zumindest die Schenkel dunkel gefärbt.
#12
→ 13Vorderschienen am Außenrand nur behaart, ohne Dornen (auf der Unterseite und am Spitzenrand sind oft Dornen erkennbar). Flügeldecken oft braun. Arten von höchstens 24 mm Länge.
→ 18-Vorderschienen am Außenrand zumindest im Spitzenviertel zwischen der Behaarung mit kräftigen Dornen [Abb. 15]. Flügeldecken stets schwarz. Arten bis 36 mm Länge.
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Abb. 15
#13
→ 14Flügeldecken rotbraun. Körper +/- deutlich zweifarbig.
→ 16-Flügeldecken schwarz oder dunkelbraun, Körper einfarbig.
#14
megacephalus (Nordm.)Fundmeldungen🗺ColeowebKopf und Halsschild kräftig punktiert, der Untergrund nicht chagriniert. Halsschild mit deutlicher glänzender Mittellinie. Vorderkörper glänzend, mit kräftigem Bronzeschein. Flügeldecken, Vorderschienen und Tarsen teilweise, sowie die Spitze der Fühler hell rotbraun. 13-20 mm. Aedoeagus [Abb. 16]. Im östlichen Alpengebiet subalpin, ziemlich selten.
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Abb. 16
→ 15-Kopf und Halsschild fein punktiert, zwischen der Punktur deutlich chagriniert mit weniger deutlicher Mittellinie. Flügeldecken weniger hell rötlichbraun.
#15
macrocephalus (Grav., 1802)Fundmeldungen🗺ColeowebVorderkörper schwach glänzend mit schwachem Bronzeschimmer. Vorletzte Fühlerglieder länger als breit [Abb. 17]. Beine rotbraun mit ± angedunkelten Schenkeln. ♂: Aedoeagus [Abb. 18] [Abb. 19]. 18-24 mm [Abb. 20]. In montanen Gebieten des mittleren und südlichen Mitteleuropa ziemlich selten.
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
ormayi (Rtt.)🗺Coleoweb-Vorderkörper mit kräftigerem Bronzeschein. Vorletzte Fühlerglieder nicht so lang wie breit. Kopf kleiner, zwischen den Punkten nur undeutlich chagriniert, Beine häufig ganz rötlichgelb. 15-18 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 21]. Östliche Karpaten, Slowakei.
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Abb. 21
#16
chevrolati Baudi, 1848Fundmeldungen🗺ColeowebHalsschild mit längsgestricheltem Chagrin, ziemlich glänzend, dunkelbraun mit schwachem braunen Erzschimmer. Beine dunkel rotbraun, Schenkel manchmal geschwärzt, Tarsen oft heller. 8.-11. Fühlerglied rötlichgelb. Kopf nicht breiter als der meist nach vorn verengte Halsschild, 13-20 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 22]. Westalpen; könnte auch im westlichen mitteleuropäischen Alpengebiet angetroffen werden.
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Abb. 22
→ 17-Chagrin des Halsschilds rundmaschig.
#17
alpestris Er.🗺ColeowebSchwarz, Kopf quer viereckig, meist breiter als der oft nach vorn etwas erweiterte Halsschild, schwach chagriniert und daher oft ziemlich glänzend. Die punktfreie Mittellinie oft undeutlich. Fühler schlank, 9. Glied deutlich länger als breit, nur an der äußersten Spitze rötlichgelb (von similis wie dort angegeben zu unterscheiden). 16-22 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 23]. In den südlichen Ostalpen, Kärnten, Osttirol, Dolomiten.
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Abb. 23
brevipennis (Heer, 1842)Fundmeldungen🗺Coleoweb-Pechschwarz oder pechbraun, Kopf meist weniger breit und quer gerundet, Kopf und Halsschild deutlicher chagriniert, matt, feiner und seichter punktiert. Fühler kürzer, die vorletzten Glieder meist nicht länger als breit, zur Spitze in größerem Umfang aufgehellt. 12-22 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 24]. Im gesamten Ost- und Zentralalpengebiet weit verbreitet. (=pseudoalpestris Müll.
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Abb. 24
#18
nitens (Schrank, 1781)Fundmeldungen🗺ColeowebKleiner und glänzender. 12-20 mm [Abb. 25]. Halsschild mit kräftiger, dichter Punktur und vollständiger glatter Mittellinie. Kopf breiter, Flügeldecken kürzer als der Halsschild Von dem oft recht ähnlichen alpestris außer durch die Bedornung der Vorderschienen durch die schräg nach innen gekämmte Behaarung des Halsschilds, nicht chagrinierten Untergrund desselben und beim ♂ durch den tiefen, winkligenAusschnitt am Hinterrand des 6. Sternites verschieden, der bei den vorhergehenden Arten nur ganz flach stumpfwinklig ausgebildet ist. Bei der mitteleuropäischen Form sind die Rudimente der Hautflügel länger als die Flügeldecken (ssp. semialatus Müll.). ♂: Aedoeagus [Abb. 26]. In ganz Mitteleuropa eine der häufigeren Arten. (=nero (Fald., 1835)) (=similis (F.))
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Abb. 25
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Abb. 26
→ 19-Größere, völlig matte Arten. Halsschild ohne vollständige glänzende Mittellinie. Behaarung gerade nach hinten oder nur wenig schräg nach innen gerichtet.
#19
olens (Müll., 1764)Fundmeldungen🗺ColeowebSchulterlänge der Flügeldecken so groß oder größer als die Länge des Halsschilds [Abb. 27]; Hinterrand des 5. freiliegenden Tergites mit einem hellen Hautsaum. Die ganze Oberseite fein und gedrängt punktiert, matt. Unsere größte Art: 22-36 mm; in typischer Abwehrhaltung [Abb. 28]. ♂: Aedoeagus [Abb. 29]. Besonders in Laubwäldern häufig. Ganz Europa, Atlantische Inseln.
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Abb. 27
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Abb. 28
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Abb. 29
→ 20-Schulterlänge der Flügeldecken geringer als die Mittellänge des Halsschilds; Hinterrand des 5. freiliegenden Tergites ohne hellen Hautsaum.
#20
rhaeticus (Epph.)🗺ColeowebAußenrand der Vorderschienen nur im Spitzendrittel mit wenigen Dornen. Kopf und Halsschild gedrängt, mit großen genabelten Punkten besetzt. Die Punktzwischenräume durchweg kleiner als der Punktdurchmesser. Der große (von vorn gezählt dritte) Porenpunkt kurz vor der Mitte des Halsschildsseitenrands steht um etwa das Doppelte seines Durchmessers vom Seitenrand entfernt. Behaarung des Halsschilds innen schräg zur Mittellinie gerichtet. Aedoeagus [Abb. 30]. 16-26 mm. Ostschweiz, westliches Tirol, ziemlich selten. (baudii Fauv.)
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Abb. 30
→ 21-Kopf und Halsschild fein und dicht, aber nicht gedrängt punktiert, die Punkte höchstens zum Teil genabelt, durchweg um die Breite ihres Durchmessers voneinander getrennt. Der große Porenpunkt in der Mitte des Halsschildsseitenrandes steht fast unmittelbar neben dem Seitenrand; Behaarung des Halsschilds gerade nach hinten gerichtet, Außenrand der Vorderschienen bis über die Mitte bedornt.
#21
→ 22Spitze des Medianlobus mit dorsaler kleiner erhabener Längslamelle, die mehr oder weniger deutlich von einer Falte des linken Seitenrandes abstammt. Arten aus den Bergen (und seltener aus alten Niederwäldern) des westlichen Mittelmeerraums bis ins Pariser Becken, eine Art bis nach Albanien (Gruppe des O. italicus)
→ 23-Spitze des Medianlobus mehr oder weniger schräg oder breit gerundet, quer nach oben gefaltet, ohne längs erhabene Lamelle. Arten aus den Bergen (und seltener aus den Tieflandwäldern) des östlichen Mittelmeerraums, von Mitteleuropa bis zum Jura, bis nach Zentralasien und sogar Korea (Gruppe des O. tenebricosus)
#22
Seitenlinie des Halsschildes nach vorn stark nach unten gebogen, so dass der 3. laterale Borstenpunkt, von vorne gezählt, weit von der Seitenlinie entfernt ist. Halsschild deutlich schmaler als der Kopf und von vorne nach hinten weiter verengt, dadurch in der Mitte eingeschnürt erscheinend. Letztes Glied der Maxillarpalpen kahl, kleiner als das 3. und das letzte Glied der Labialpalpen. 20-23mm. Italienische Alpen von Monte Rosa bis Trentino. Siehe rhaeticus LZ >>>20
→ 22a-Seitenlinie des Halsschildes leicht nach vorn abwärts gebogen, so dass der 3. laterale Borstenpunkt direkt an der Seitenlinie liegt. Halsschild nicht oder kaum schmaler als der Kopf, seine Seiten parallel oder hinten leicht verengt. Insekt erscheint nicht in der Mitte erdrosselt.
#22a
albanicus Müller, 1943🗺ColeowebGroße schwarze Art, die olens ähnelt, aber mit kürzeren Flügeldecken. Flügel kurz, einmal unter den Flügeldecken gefaltet. Spitze des Medianllobus des Aedoeagus ist ein langgestrecktes, vorstehendes Dreieck. 23-25 mm. Südalbanien.
→ 22b-Arten unterschiedlicher Größe mit kürzeren Flügeldecken, kleineren Flügeln, im Allgemeinen unter den Flügeldecken nicht gefaltet. Spitze des Medianlobus des Aedoeagus nie ein verlängertes Dreieck.
#22b
→ 22fLetztes Glied der Maxillarpalpen deutlich behaart.
italicus Aragona, 1830🗺Coleoweb → 22c-Letztes Glied der Maxillarpalpen kahl oder mit wenigen, kaum sichtbaren, verstreuten kleinen Härchen, kürzer als das vorige und als das letzte Glied der Labialpalpen. Breite Form, einfarbig oder die Flügeldecken heller als der Rest des Körpers. 16-20 mm. Italien. Zur Rasseneinteilung siehe
#22c
garganicus (Fiori.)Beine rot. Mt. Gargano. ssp.
→ 22d-Dunkle Beine.
#22d
StammformKörper schwarz, Flügeldecken rotbraun. Alpes Maritimes, Norden und Zentrum des Apennins.
→ 22e-Körper einfarbig, Flügeldecken gleichfarbig wie der übrige Körper.
#22e
silensis (Fiori.)Intensiv schwarzer Körper mit fast schwarzer Behaarung. Südlich des Apennins, Kalabrien. ssp.
mirtensis (G. Müll.)-Körper ganz pechbraun mit bräunlicher Behaarung. Südliches Umbrien. ssp.
#22f
solarii (Müller, 1923)🗺ColeowebLetztes Glied der Maxillarpalpen etwas kürzer als das vorherige und ganz deutlich kürzer als das letzte Glied der Labialpalpen. Halsschild konvexer und etwas glänzender als bei olens, mit etwas stärkerer und etwas weniger dichter Punktur. Paramere deutlich kürzer als der Medianlobus [Abb. 31]. 20-24 mm. Alpes Maritimes, Ligurien.
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Abb. 31
pedemontanus (Müller, 1924)🗺Coleoweb → 22g-Letztes Glied der Maxillarpalpen so lang wie das vorletzte und das letzte Glied der Labialpalpen. Halsschild flacher und matter, mit feinerer und dichterer Punktur, ähnlich wie bei olens. Paramere ungefähr so lang wie der Medianlobus [Abb. 32]. 20-30mm. Zur Rasseneinteilung siehe.
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Abb. 32
#22g
pyrenaeus Müller, 1924Fundmeldungen🗺ColeowebFlügel kürzer als die Flügeldecken in Form von Lappen, unter den Flügeldecken nicht gefaltet. Habitus [Abb. 33]. Aedoeagus [Abb. 32]. Zentralpyrenäen und alte Wälder Frankreichs. ssp.
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Abb. 33
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Abb. 32
→ 22h-Flügel länger als die Flügeldecken und daher darunter gefaltet.
#22h
StammformParamere an der Spitze weniger stark erweitert und mit einer weniger entwickelten vertikalen Falte am Ende des Medianlobus. Piemonteser Alpen.
cantabricus Müller, 1926-Paramere an der Spitze stärker erweitert und ebenso die apikale Falte am Ende des Medianlobus stärker entwickelt, etwas eckig. Kantabrisches Gebirge und Westpyrenäen. ssp.
#23
tenebricosus (Grav., 1846)🗺Coleoweb24-32 mm. Halsschild ziemlich parallelseitig und im Verhältnis zum Kopf weniger schmal [Abb. 34]. Dunkel (Stammform) oder selten gelblich behaart (a. aurotomentosus Bernh.). ♂: Aedoeagus [Abb. 35]. Mittleres und südliches Mitteleuropa, montan und subalpin.
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Abb. 34
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Abb. 35
biharicus (Müll.)🗺Coleoweb-17-25 mm. Halsschild von der Basis nach vorn erweitert, relativ schmäler als der Kopf; ♂: Aedoeagus [Abb. 36]. Südöstliches Mitteleuropa, sehr selten.
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Abb. 36
Enthaltene Taxaaeneocephalus albanicus alpestris alpicola biharicus brevipennis brunnipes cantabricus chevrolati cupreus fallaciosus fulvipennis fuscatus garganicus hypsibatus italicus macrocephalus megacephalus mirtensis mus nitens olens ophthalmicus ormayi pedemontanus picipennis pyrenaeus rhaeticus silensis solarii Tasgiustenebricosus
Erstellt am: 07.04.2010 · Letzte Aktualisierung: 14.09.2021 - 16:44:22
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