Gattung Megarthrus Curtis - Arten Mitteleuropas

StaphylinidaeProteininaeMegarthrus
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Cuccodoro, G. & Löbl, I. (1997): Revision of the Palaearctic rove beetles of the genus Megarthrus Curtis (Coleoptera: Staphylinidae: Proteininae) - Journal of Natural History, 31:1347-1415 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Cuccodoro&Löbl1997 Megarthrus.pdf"
Assing, V. & Wunderle, P. (1999): On the Staphylinidae of La Palma, Canary Islands, with descriptions of new species and remarks on some Canarian Stenus Latreille 1796 (Coleoptera) - Entomologische Zeitschrift, 109(11):433-443 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Assing\078 Assing&Wunderle1999 Staphylinidae La Palma.pdf"
1,9-3 mm lange, schwach gewölbte, ovale Arten. Kopf vor den vorspringenden Augen stark verschmälert. Halsschild breit, mit rinnenförmiger Mittelfurche, nach vorn stärker verschmälert, an den Seiten oft gewinkelt. Die Hinterecken flach oder eckig ausgeschnitten. Flügeldecken länger als der Halsschild, höchstens so lang wie zusammen breit. Mittel- und Hinterschienen des ♂ meist gebogen und an ihrer Innenkante mit Körnchen besetzt. Fühler dünn, die vorletzten Glieder kurz, aber nicht quer. Die Arten finden sich häufig an verottenden organischen Substraten und schwärmen regelmäßig an warmen Abenden. 15 Arten in Europa.
Tabelle aller Arten siehe >>>Megarthrus
#1
→ 2Fühler ganz dunkel, das 1. Glied höchstens geringfügig heller
→ 6-Fühlerbasis hell, rotgelb, Beine rotgelb, Hinterschienen des ♂ mit Auszeichnungen.
#2
→ 3Seitenrand des Halsschildes vom Ausschnitt des Hinterwinkels an nach vorn gleichmäßig gerundet verengt oder nur mit der Andeutung eines Knickes [Abb. 1]. Halsschild völlig schwarz, Basalhälfte der Schenkel geschwärzt. Halsschildhinterwinkel rundlich ausgeschnitten.
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Abb. 1
→ 5-Seitenrand des Halsschildes in der Mitte zwischen Vorderecke und Hinterwinkelausschnitt deutlich stumpf gewinkelt [Abb. 2]. Halsschildseiten rötlich aufgehellt, Beine rötlich.
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Abb. 2
#3
prosseni Schatzmayr, 1904Kopfmitte flach, auf grob chagriniertem Grund kaum erkennbar punktiert [Abb. 3]. Hinterschienen des ♂ im letzten Viertel an der Innenkante mit kräftigen, dicht stehenden schwarzen Körnchen besetzt [Abb. 4] [Abb. 5], die Schienen dadurch an der Spitze erweitert erscheinend. Aedoeagus [Abb. 6] [Abb. 7]. 2,5-3 mm. Gemeine Art des ganzen Gebietes. (depressus FHL )
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Abb. 3
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
→ 4-Kopfmitte gewölbt, stärker punktiert. Hinterschienen des ♂ in der Hinterhälfte gleichmäßig mit feinen Körnchen besetzt, zur Spitze nicht scheinbar erweitert [Abb. 8]. Seltene Arten des Alpengebietes.
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Abb. 8
#4
stercorarius Mulsant & Rey, 1878Größer, 2,5-3 mm. Kopfmitte etwas glänzend, ziemlich kräftig weitläufig punktiert. Dem prosseni sehr ähnlich, durch deutlicheren Glanz und meist etwas gewölbteren Halsschild verschieden. Aedoeagus [Abb. 9]. In den höheren Lagen der Ostalpen nicht besonders selten (franzi Scheerp.)
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Abb. 9
-Kleiner, 1,9-2 mm. Mittelteil des Kopfes deutlich gewölbt, stark und dicht punktiert, fast matt. Aedoeagus [Abb. 6]. In höheren Lagen der Ostalpen selten. Siehe prosseni LZ >>>3
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Abb. 6
#5
depressus Paykull, 1789Habitus [Abb. 10]. Seitenwinkel des Halsschildes meist sehr deutlich, der Seitenrand zwischen ihm und dem Hinterwinkelausschnitt meist konkav [Abb. 2], oft nur unwesentlich aufgehellt. Flügeldecken etwas kürzer, kräftiger und dichter punktiert. Mittelschienen des ♂ kräftig gebogen [Abb. 11], Aedoeagus rundlich aufgeblasen, in eine lange und scharfe Spitze auslaufend [Abb. 12] [Abb. 13]. ♀: Coxite nicht dorsoventral abgeplattet [Abb. 14]. 2,5-2,8 mm. Überall häufig. (sinuatocollis (Boisd.Lac., 1835))
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Abb. 10
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Abb. 2
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
bellevoyei Saulcy, 1862-Halsschildseitenrand meist weniger scharf gewinkelt, fast stets deutlich und breit aufgehellt. Flügeldecken im Verhältnis zum Halsschild gelegentlich deutlich gestreckter, feiner und etwas weitläufiger punktiert. Mittelschienen des ♂ fast gerade, Aedoeagus länglich, am Ende stumpf [Abb. 15]. ♀: Coxite dorsoventral abgeplattet [Abb. 16]. 2,5-2,8 mm. Seltene Art des westlichen und südlichen Mitteleuropa. (affinis Miller) Im ♀ Geschlecht ohne Untersuchung des Ovipositors und Vergleich mit depressus nicht immer sicher zu erkennen.
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Abb. 15
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Abb. 16
#6
→ 7Oberseite braun bis schwarz, die Halsschildränder hell rötlich.
hemipterus (Illiger, 1794)-Oberseite mit Ausnahme des schwarzen Kopfes rostrot. Fühlerbasis in größerem Umfang rotgelb. Hinterwinkelausschnitt des Halsschilds ähnlich dem des prosseni. Hinterschienen des ♂ ähnlich wie bei nitidulus [Abb. 17]. Aedoeagus [Abb. 18]. 2,5-2,8 mm. Verbreitet, aber meist selten, fehlt im mittleren und östlichen Teil der norddeutschen Tiefebene.
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Abb. 17
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Abb. 18
#7
denticollis (Beck, 1817)Hinterwinkel des Halsschildes eckig ausgeschnitten [Abb. 19]. Kopf mit stumpfwinklig erhabenem Längswulst. ♂ Hinterschienen [Abb. 20] [Abb. 21]. Aedoeagus [Abb. 22] [Abb. 23]. 2,5-2,8 mm. Überall sehr häufig
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
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Abb. 23
nitidulus Kraatz, 1857-Hinterwinkel des Halsschildes flachbogig ausgeschnitten [Abb. 24]. Kopfmitte gleichmäßig flach gewölbt. 2,4-2,6 mm. ♂ Hinterschienen [Abb. 25]. Verstreut und selten
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Abb. 24
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Abb. 25
Enthaltene Taxabellevoyei denticollisdepressus hemipterus nitidulus prosseni stercorarius
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 23.03.2018 - 23:48:49
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