Gattung Marolia Mulsant, 1856

ColeopteraPolyphagaHeteromeraMelandryidae
Von Arved Lompe
Allemand, R. & Thilliez, A. (1991): Marolia leseigneuri J.-R Nicolas, une espèce méconnue (Col. Melandryidae) - Bulletin de la Société entomologique de France 96(2):183-184 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Allemand&Tilliez1991 Marolia leseigneuri.pdf"
Konvicka, O. & Brustel, H. (2021): Description of Marolia alicantina sp. nov. (Coleoptera: Melandryidae) from Spain and new distribution records of Marolia species - Zootaxa 4920(3):407-416 >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Konvicka&Brustel2021 Marolia alicantina.pdf"
Körper gestreckt und schmal, im Querschnitt stark gewölbt. Kopf rundlich. Augen etwas vorragend, gewölbt, Hals dick. Das Endglied der Kiefertaster lang und eiförmig, an der Basis am breitesten. Halsschild etwas herzförmig, fein gerandet, Seitenrand nur an den ganz verrundeten Vorderecken nicht gerandet, die Scheibe und die Basis beiderseits eingedrückt. Das vorletzte Glied aller Tarsen gelappt. 4 Arten in Europa, 1 weitere in Nordafrika.
#1
→ 1aOberseite anliegend behaart.
→ 3-Oberseite +/- schräg abstehend behaart.
#1a
→ 2Halsschild und Flügeldecken gedrängt und stark punktiert, seitlich neben dem Seitenrand vorn ist die Punktur vollkommen runzelig und auch gekörnelt, die Zwischenräume zwischen den Punkten am Halsschild in der Mitte kleiner als die Punkte selbst. Die Punktur der Flügeldecken ebenfalls sehr dicht, die Punkte sind vorn meist in Querrunzeln verbunden.
purkynei Maran, 1933🗺Coleoweb-Halsschild und Flügeldecken fein punktiert, die Punktur auch vorn am Halsschild neben den Vorderwinkeln frei, nicht gerunzelt und ohne Spur von Granulierung, die Zwischenräume zwischen den Punkten größer als die Punkte selbst. Die Punktur der Flügeldecken vorn grob und dicht, etwas raspelig, nach hinten feiner und erloschener, keine Querrunzeln bildend. Fühler dicker und auch kürzer, die mittleren Glieder weniger schmal, das 4. nur etwa 1,5 mal so lang wie das 2. und kaum länger als das Endglied. Farbe wie bei der vorigen Art. 3,5-5,5mm. D: Die südosteuropäische Vikariante der vorigen. Die aus der südlich Steiermark gemeldeten Funde von variegata gehören hierher.
#2
variegata (Bosc, 1791)🗺ColeowebFühler länger und dünner, besonders die mittleren Glieder, das 4. Glied etwa doppelt so lang wie das 2. und länger als das Endglied [Abb. 1]. Stirn schmäler, flach oder leicht eingedrückt. Oberer innerer Augenrand nach innen-oben erweitert [Abb. 2]. Halsschild in der Mitte am breitesten, nach hinten gerundet verengt mit etwa rechtwinkeligen Hinterecken, die das Niveau der Halsschildbasis nicht erreichen [Abb. 3]. Körper braun oder braunrot, Kopf und die Scheibe des Halsschilds, sowie mehrere, meist erloschene Flecken und gezackte Querbinden der Flügeldecken dunkler braun bis schwarz. Penis am Ende gerade zugespitzt [Abb. 4]. 5-6,3 mm. B: In abgestorbenen Zweigen von Laub- und Nadelhölzern. D: Im südwestlichen Europa, nördlich bis Schweiz und Mittel-Frankreich, stellenweise und selten; in Deutschland im Moseltal.
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
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Abb. 4
leseigneuri Nicolas, 1977🗺Coleoweb-Fühler kürzer, Glied 6-8 kürzer als die Glieder 4 oder 5 [Abb. 5]. Stirn breiter, regelmäßig konvex. Oberer innerer Augenrand regelmäßig gerundet [Abb. 6]. Halsschild vor der Mitte am breitesten, nach hinten ausgeschweift verengt mit spitzen Hinterwinkeln, die das Niveau der Halsschildbasis erreichen oder überragen [Abb. 7]. Färbung ähnlich variegata, genau so variabel. Penis am Ende gerundet zugespitzt [Abb. 8]. 4,1-5,7 mm. B: Auf pilzbefallenem Nadel- und Laubholz in montanen bis alpinen Bereichen. D: Westalpen: Frankreich, Schweiz (Tessin).
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
#3
alicantina Konvicka & Brustel, 2021Halsschild dicht punktiert, die Abstände der Punkte kleiner als ihr Durchmesser [Abb. 9]. Halsschildbasis in der Mitte nach hinten vorragend und das Niveau der Hinterwinkel deutlich überragend. Färbung sehr variabel, Grundfarbe hell braun mit +/- großen dunkelbraunen, zackigen Flecken bis fast einfarbig dunkelbraun [Abb. 10]. Aedoeagus [Abb. 11]. 4,6-6,9 mm. B: Die typischen Tiere wurden in Steineichenwäldern (·Quercus rotundifolia·) in Festerfallen gefangen. D: Südspanien (Alicante).
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
grandis Peyerimhoff, 1917🗺Coleoweb-Halsschild weniger dicht punktiert, die Abstände der Punkte überwiegend so groß oder größer als ihr Durchmesser [Abb. 12]. Aedoeagus [Abb. 13]. B: D:Nordafrika: Algerien, Marokko.
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Abb. 12
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Abb. 13
Enthaltene Taxaalicantina grandis leseigneuri purkynei variegata
Erstellt am: 30.03.2025 · Letzte Aktualisierung: 30.03.2025 - 17:16:25
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