Gattung Hypothenemus Westwood, 1834

ColeopteraRhynchophoraScolytidaeIpinaeCryphalini
Von Arved Lompe (n. A. Pfeffer)
Pfeffer, A. (1994): Zentral- und westpaläarktische Borken- und Kernkäfer (Coleoptera: Scolytidae, Platypodidae). - Entomologica Basiliensia, 17:5-310 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Pfeffer1994 Scolytidae.pdf"
Körper sehr klein. ♀ 0,9-1,8 mm. ♂ ungeflügelt, nur 0,7- 1 mm, selten. Körper walzenförmig. Kopf und Halsschild meist rotbraun, Flügeldecken schwarzbraun, Fühler und Beine rotbraun. Fiihlergeißel bei den ♀ 4- bis 5-gliedrig, bei den ♀ 3- bis 4-gliedrig. Fühlerkeule oval mit 3 feinen Quernähten und mit einem kurzen Einschnitt (Septum) an der ersten Naht. Halsschild meist walzenförmig, so lang wie breit, oder etwas länger als breit, vorn mit zahlreichen feinen Körnchen an der Scheibe besetzt. Der Höckerfleck des Halsschildes meist hinten nicht stark beulenförmig emporgehoben. Vorderrand in der Mitte mit 6 bis 10 scharfen Zähnchen. Basis fein gerandet. Flügeldecken walzenförmig, mit regelmäßigen Punktstreifen. Zwischenräume mit einer Schuppenborstenreihe oder mit hellen, gereihten Borstenhaaren. Geschlechtsdimorphismus aufgrund der Fühlergeißelstruktur und der Körpergröße erkennbar. Entwicklung im Bast von Ästchen oder in Früchten verschiedener Pflanzen. Mehrere Generationen pro Jahr. Verbreitung: Mittelmeergebiet und Tropen. Mehrfach nach Mitteleuropa importiert wie z.B. Hypothenemus hampei (Ferrari, 1867) mit Kaffeebohnen, H. arecae (Hornung, 1842) mit Arecanüssen, H. obscurus (F., 1801) mit Paranüssen. Verbreitung: Italien (Piemont).
#1
arundinis (Eichhoff, 1878)🗺ColeowebHalsschild am Vorderrand nur mit 2 hervorragenden Zähnchen in der Mitte. Flügeldecken mit sehr feinen Punktreihen. Fühlergeißel bei den Weibchen 5-gliedrig. Länge 1,2 mm. B: Wirtspflanze unbekannt. D: Seit Beschreibung nicht mehr angetroffen.
→ 2-Halsschild am Vorderrand mit 4 bis 8 hervorragenden Zähnchen.
#2
eruditus Westwood, 1836🗺ColeowebFühlergeißel beim ♀ 4-gliedrig, beim ♂ 3-gliedrig. Stirn mit kleiner Grube oder mit einem Höckerchen. Halsschild 0,85 bis 0,95 mal so lang wie breit. Vorderrand mit 6 (selten 4 bis 8) Zähnchen. Flügeldecken walzenförmig mit deutlichen Punktreihen. Zwischenräume mit sehr kurzen, dicken, weißen Schuppen. Kopf und Halsschild meist rotbraun. Flügeldecken schwarzbraun. ♀ 1,0-1,3 mm; ♂ 0,7-0,8 mm. B: Polyphag, am häufigsten mit Hypoborus ficus in Feigenbaumästen. D: Subtropen und Tropen von Asien, Afrika, Amerika, Mittelmeergebiet (von der Krim bis zu den Kanarischen Inseln).
→ 3-Fühlergeißel bei den Weibchen 5-gliedrig, bei den Männchen 4-gliedrig.
#3
leprieuri (Perris, 1866)Lang walzenförmig. Halsschild zur Basis hin leicht verengt, vorne stark bucklig gewölbt. Halsschildhöckerchen scharf und vorne breit von den Randzähnchen getrennt. Zwischenräume der Flügeldecken mit ziemlich langen weißen Borstenhaaren. Vorderrand des Halsschilds mit 6 dornförmigen Zähnchen. ♀ 1,4- 1,6 mm; ♂ kleiner. B: Wirtsart: Ficus carica. D: Sardinien, Zypern, Algerien.
bezaziani Peyerimhoff, 1935🗺Coleoweb-Kurz walzenförmig. Halsschild mit der größten Breite an der Basis und nach vorne schief verengt. Vorderrand mit 6 dornförmigen Höckerchen. Halsschildhöckerchen kleiner und nur schmal von den Randzähnchen getrennt. Zwischenräume der Flügeldecken mit dichten, kurzen, gelben Borstenhaaren. ♀: 1,3 mm. B: In den Früchten von ·Ceratonia siliqua·, ·Juglans nigra·, ·Gossypium herbaceum·. D: Algerien.
Enthaltene Taxaarundinis bezaziani eruditus leprieuri
Erstellt am: 25.09.2025 · Letzte Aktualisierung: 25.09.2025 - 13:17:08
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