Die Gyrinidae (Taumelkäfer) sind speziell für ihr Leben an der Wasseroberfläche eingerichtet: Der Körper langoval scheibenförmig und die Mittel- und Hinterbeine sind zu kurzen, verbreiterten Ruderfüßen umgestaltet
[Abb. 1]. Die Vorderbeine sind lang, mit ihnen wird die Beute ergriffen und festgehalten, die aus kleinen Wassertieren und auf die Wasseroberfläche gefallenen Insekten besteht. Eine besondere Anpassung ist die vollständige Teilung des Komplexauges in ein oberes Luft- und ein unteres Wasserauge. Die Fühler sind kurz, das 1. Fühlerglied ist becherförmig, das 2. ohrförmig gebildet. Letzteres enthält ein hochwirksames Sinnesorgan, das sogenannte Johnstonsche Organ (wahrscheinlich ein Erschütterungssensor). Die auf das 2. folgenden 7 beziehungsweise 9 Glieder bilden eine längliche Keule. Von den etwa 800 weltweit bekannten Arten sind 17 in Europa vertreten.