Gattung Euconnus Thoms.

ColeopteraPolyphagaTarsen-5-5-5Scydmaenidae
Von Arved Lompe (n. H. Franz)
Die Gattung ist außerordentlich formenreich und über alle Erdteile verbreitet. Trotzdem ist allen zugehörigen Arten eine Reihe von Eigenschaften gemeinsam. Kopf an der Basis stark eingeschnürt, Hals nur 1/3 so breit wie der Kopf im Niveau der Augen, Schläfen lang. Hinterwinkel des Halsschilds mit ± deutlichem, von Grübchen umfaßtem Längsfältchen. 2. Glied der Lippentasterlanggestreckt, 2-3 x so lang wie breit. Hinterhüften ziemlich breit getrennt. Mitteleuropäische Arten 1,2 bis 2,2 mm. Aedoeagus sehr verschieden geformt, jedoch stets mit auf der Dorsalseite gelegener Basalöffnung und ventroapikal gelegenem Ostium penis, mit oder ohne dünnhäutigem Fenster in der Ventralwand des Penis. Parameren stets frei. Weitere zahlreiche Arten im Süden Europas, die in den Tabellen noch nicht ausgewiesen sind.
#1
→ 2Flügeldecken elliptisch, ohne Schulterwinkel und Schulterbeule, jedoch manchmal mit einem Humeralfältchen, am Vorderrand nicht breiter als die Basis des Halsschilds, jede Flügeldecken an der Basis mit zwei oft in einer einzigen Grube verschmolzenen BasaÏgrübchen; ungeflügelt.
→ 3-Flügeldecken mit deutlichem Schulterwinkel oder doch wenigstens deutlicher Schulterbeule, Basis merklich breiter als die Halsschildbasis; andernfalls Flügel vorhanden und meist voll entwickelt.
#2
Tetramelus Motschulsky, 1870Fühler mit 4-gliedriger, meist scharf abgesetzter Keule oder allmählich zur Spitze verdickt. Unter dem Apex penis ragt aus dem Ostium ein mächtiges Chitingebilde nach hinten, welches entweder die Form einer 3-eckigen Platte oder eines mächtigen, nach hinten spitz zulaufenden Zahnes hat. Untergattung
Scydmaenites Croissandeau, 1898-Fühler mit scharf abgesetzter 3-gliedriger Keule, aus dem Ostium penis ragen vorwiegend dünnhäutige Partien des Präputialsackes heraus, etwa vorhandene Chitinzähne und -platten sind wenig groß und auffällig (nicht in Mitteleuropa). Untergattung
#3
→ 4Halsschild an der Basis am breitesten, von da konisch zum Vorderrand verjüngt [Abb. 1], ohne oder mit kleinem Basalgrübchen an den Seiten; manchmal mit Basalfurche. Fühler mit großer 4-gliedriger Keule.
euconnus_claviger_vk.jpg
Abb. 1
→ 5-Halsschild an den Seiten ± gerundet, zum Vorderrand stärker als zur Basis verengt, stets mit Basalgrübchen.
#4
Napochus Thoms.Beim ♂ die vorletzten Glieder der Keule an der Unterseite einfach, ohne Auszeichnung. Habitus [Abb. 2]. Untergattung
euconnus_claviger_hab.jpg
Abb. 2
Neonapochus Machulka, 1929-Beim ♂ die 3 vorletzten Glieder der Keule kurz, aber deutlich spitzig vorgezogen. Untergattung
#5
Psomophus Casey, 1897Fühler mit 3-gliedriger Keule, Kopf groß, sein Umriß von oben betrachtet fast kreisförmig, Stirn und Scheitel sehr schütter behaart. Untergattung (Spanioconnus Gglb.)
→ 6-Fühler mit 4-gliedriger Keule, Kopf verschieden geformt, die Schläfen und oftmals auch der Scheitel und Hinterkopf dicht und abstehend behaart.
#6
Cladoconnus Reitter, 1909Halsschild in der Mitte seiner Basalfurche mit einem Kielchen, Fühler mit großer 4-gliedriger Keule, das 8. und 9. Glied beim ♂ innen durch vortretende Ecken und Kanten ausgezeichnet. Aedoeagus gedrungen gebaut, sein Apex 3-eckig, unter diesem liegt eine aus dem Ostium penis herausragende chitinöse Platte. Untergattung
→ 7-Halsschild in der Basalfurche ohne Mittelkiel. Glied 8 und 9 der Fühler beim ♂ ohne besondere Auszeichnung.
#7
Euconophron Reitter, 1909Schläfen und Hinterkopf bärtig behaart, Apex penis oft 2-spitzig, Ventralwand des Aedoeagus mit großem kreisrundem oder ovalem dünnhäutigem Fenster (nicht in Mitteleuropa). Untergattung
Euconnus_s_str-Kopf kahl oder schütter, an den Schläfen nie bärtig behaart, (bei den mitteleuropäischen Arten Fühler sehr langgestreckt, auch die Glieder der Keule viel länger als breit). Aedoeagus verschieden geformt. Untergattung
Enthaltene TaxaCladoconnusEuconnus_s_strEuconophron NapochusNeonapochusPsomophusScydmaenites Tetramelus
Erstellt am: 11.04.2011 · Letzte Aktualisierung: 12.08.2015 - 13:51:41
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