Gattung Eucnecosum Rtt.

ColeopteraStaphylinidaeOmaliinae
Von Arved Lompe (n. G.A. Lohse)
Oberseite des Vorderkörpers stark chagriniert und kräftig behaart. Endglied der Kiefertaster nicht oder kaum länger als das vorletzte. Fühler schlank mit gestreckten Mittelgliedern. Kopf und Halsschild weitläufig und ziemlich fein, Flügeldecken kräftiger, ungeordnet punktiert. Kopf mit erweiterten Schläfen, vor den Ocellen mit einer scharf eingeschnittenen kurzen Längsfurche; vom Hals durch eine glatte Furche abgesetzt. Halsschild flach mit abgerundeten Winkeln, neben dem Seitenrand mit einem deutlichen tiefen Grübchen.
#1
brachypterum (Grav., 1802)🗺ColeowebFühler einfarbig, rotgelb bis rotbraun. Endglied der Kiefertaster so lang wie das vorletzte Glied Vorderschienen des ♂ auf der Unterseite kräftig stumpfzähnig erweitert. Halsschild und Flügeldecken braun, der Kopf und der Hinterleib dunkler. Flügeldecken oft mit helleren Rändern. Dunklere Tiere einfarbig schwarzbraun. Die Schläfen des Kopfes stark erweitert, die Grübchen auf den Halsschildseiten etwas vom Seitenrand abgerückt. Die Breite des Halsschildes und die Länge der Flügeldecken sowie ihre Punktur sind außerordentlich starken Schwankungen unterworfen. Tiere aus der Ebene, dem Harz und den Gebirgen des östlichen Mitteleuropa besitzen meist einen stark queren Halsschild mit kräftigerer Punktur. Die Flügeldecken sind nur wenig kürzer als breit, manchmal sogar so lang wie zusammen breit und querüber schwach gewölbt, neben der Naht längsstreifig niedergedrückt. Die Punktur der Flügeldecken ist weniger weitläufig. Hellgefärbte Formen überwiegen. Tiere aus dem Alpengebiet sind meist zierlicher, der Halsschild ist weniger quer, die Punktur feiner und auf den Flügeldecken weitläufiger. Die Flügeldecken sind merklich kürzer. Dunkle Formen überwiegen. Im Verbreitungsgebiet beider Formen gibt es deutliche Übergangsstücke, ein Genitalunterschied besteht nicht. 3-4,5 mm. ♂: Aedoeagus [Abb. 1]. Im feuchten Moos, in Sümpfen; in der Ebene sehr selten, in den Gebirgen stellenweise nicht selten. (=troglodytes Kiesw.)
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Abb. 1
tenue LeConte🗺Coleoweb-Fühler mit 3 hellen Basalgliedern, zur Spitze angedunkelt. Endglied der Kiefertaster deutlich länger als das vorletzte. Vorderschienen des ♂ auf der Unterseite kaum merklich erweitert. Schläfen hinter den Augen nur schwach erweitert. Halsschild schmäler als bei brachypterum, etwas weniger matt, das Seitengrübchen dem Seitenrand stärker genähert, Punktur der kurzen Flügeldecken weitläufiger. ♂: Aedoeagus [Abb. 2]. Tirol, alpin sehr selten. (=norvegicum Munst.) (=meybohmi Lohse)
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Abb. 2
Erstellt am: 11.04.2010 · Letzte Aktualisierung: 27.09.2020 - 00:13:54
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