Gattung Dinarda

ColeopteraStaphylinidaeAleocharinae
Von Arved Lompe (n. L. Zerche)
Zerche, V. (1988): Gattung Dinarda in: Käfer Mitteleuropas, Hrsg. Freude, Harde, Lohse, Goecke & Evers, Krefeld, Bd. 12 p.220-222
Die vier bekannten mitteleuropäischen Arten leben obligatorisch als Gäste in den Nestern von Formica-Arten. Sie sind streng an eine oder wenige enger miteinander verwandte Wirtsarten gebunden, die jeweils zu einer anderen Untergattung der Gattung Formica gehören. Da die Formica-Untergattungen auch im Gelände leicht ansprechbar sind, erleichtert deren Kenntnis die Bestimmung der Käfer wesentlich. Weitere Arten in Europa.
#1
pygmaea Wasm., 1894Schmal gebaut, Halsschild relativ schmal, nicht oder kaum breiter als die Flügeldecken am Hinterrand. Mit nur 3 mm Länge die kleinste Art. Hinterecken des Halsschilds stärker zugespitzt nach hinten vorgezogen [Abb. 1]. Aedoeagus [Abb. 2]. Spermatheka [Abb. 3]. Bei Formica rufibarbis und cunicularia (Untergattung Serviformica), im mittleren und südlichen Mitteleuropa, selten, fehlt in der Tiefebene
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 2-Breiter gebaut. Halsschild deutlich breiter als die Flügeldecken am Hinterrand 3,5-5,5 mm. Hinterecken des Halsschilds weniger spitz ausgezogen
#2
maerkelii Kiesw., 1843Größte Art, 4,5-5,5 mm [Abb. 4]. Vorderrand des Halsschilds tief und fast gleichmäßig gerundet eingebuchtet. Hinterrand des Halsschilds in der Mitte deutlich bis hinter das Niveau der Hinterecken vorgezogen [Abb. 5]. 5. Vollständiges Tergit (50x) ohne Mikroskulptur (eine ganz flache Mikroskulptur ist bei höherer Vergrößerung erkennbar). Seitenrand der Flügeldecken stärker gerundet. Aedoeagus [Abb. 6] [Abb. 7], Spermatheka [Abb. 8] [Abb. 9] [Abb. 10]. Bei Formica rufa und polyctena (Untergattung Formica s.str.), in Mitteleuropa weit verbreitet und häufig
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
→ 3-Kleinere Arten, 3,5-4,5 mm. Einbuchtung des Halsschildsvorderrands flacher und im Mittelteil fast gerade. Hinterrand des Halsschilds in der Mitte nicht oder nur wenig hinter das Niveau der Hinterecken vorgezogen. 5. vollständiges Tergit mit Mikroskulptur. Seitenrand der Flügeldecken kaum gerundet
#3
dentata (Grav., 1806)Durchschnittlich etwas größer, 3,5-4,5 mm [Abb. 11]. Flügeldecken im Verhältnis zum Halsschild breiter. Halsschild [Abb. 12]. Seitenrand der Flügeldecken nach hinten erweitert, zu den ausgezogenen Hinterecken verengt. Aedoeagus [Abb. 13] [Abb. 14], Spermatheka [Abb. 15] [Abb. 16]. Bei Formica sanguinea (Untergattung Raptiformica), in Mitteleuropa verbreitet und häufig, stellenweise, z.B. in der Mark, selten Die bei Zerche erkennbaren Größenunterschiede des ♂ Genitals im Vergleich zu maerkelii kann ich bei Tieren die bei Formica sanguinea gefunden wurden, und die ich für dentata halte, nicht feststellen; die übrige Beschreibung trifft aber im Vergleich zu Tieren die bei Formica rufa gefangen wurden (maerkelii) zu.
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
hagensii Wasm., 1889-Durchschnittlich etwas kleiner, 3-4 mm [Abb. 17]. Flügeldecken im Verhältnis zum Halsschild schmaler. Seitenrand der Flügeldecken kaum erweitert, fast gerade, zu den ausgezogenen Hinterecken nicht oder nur sehr schwach verengt. Halsschild [Abb. 18]. Aedoeagus [Abb. 19], Spermatheka [Abb. 20]. Bei Formica exsecta und Formica foreli (Untergattung Coptoformica), in Mitteleuropa weit verbreitet, stellenweise, z.B. in der Mark, sehr häufig
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 19
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Abb. 20
Enthaltene Taxadentata hagensii maerkelii pygmaea
Erstellt am: 12.06.2010 · Letzte Aktualisierung: 09.02.2017 - 19:34:09
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