Gattung Cryptolaemus Mulsant, 1853

ColeopteraCoccinellidaeScymninae
Von Arved Lompe
Booth, R.G. & Pope, R.D. (1986): A review of the genus Cryptolaemus (Coleoptera: Coccinellidae) with particular reference to the species resembling C. montrouzieri Mulsant - Bull. ent. Res. 76:701-717 >>>https://www.zin.ru/animalia/coleoptera/addpages/andrey_ukrainsky_library/References_files/Booth86.pdf oder >>>"F:\TAXA\coleo\Scans\Booth&Pope1986 Cryptolaemus.pdf"
Diese Gattung aus der Australischen und Orientalischen Region ist eine Gruppe relativ großer (Länge 3,5-4,6 mm) Scymninae. Fühler 10-gliedrig, Tarsen 3-gliedrig erscheinend, da das 3. Glied mit dem 4. nahezu vollständig verschmolzen ist [Abb. 1]. Vorderbrust groß, bei angelegten Kopf die Mundteile bedeckend, Fortsatz mit Kiellienen [Abb. 2]. Klauen gezähnt; Augen fein facettiert; Abdomen mit sechs sichtbaren Ventralsegmenten bei beiden Geschlechtern und ganzen, +/- halbkreisförmigen Schenkellinien am vorderen Segment; Epipleuren der Flügeldecken zur Basis hin mit einem schrägen Kiel [Abb. 3].
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
Eine aus dem Osten Australiens stammende Art dieser Gattung wird seit Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgreich zur biologischen Bekämpfung von Woll- und Schmierläusen in Zitrusplantagen eingesetzt und ist auch nach Europa eingeführt worden.
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montrouzieri Mulsant, 1853Fundmeldungen🗺ColeowebDurch auffallende schwarz/orange Färbung mit keiner heimischen Art zu verwechseln (ähnlich gefärbte Scymnus Arten sind < 2 mm groß): Kopf und Halsschild vollkommen orange-rot [Abb. 4], Flügeldecken bis auf den Hinterrand [Abb. 4] sowie Mittel- und Hinterbrust schwarz [Abb. 5]. Fühler rot; bis auf die Vorderschienen sind die Beine schwarz mit rötlichen Tarsen, erstere rot mit schwarzem Außenrand. Behaarung der Flügeldecken gewunden gelagert. 3,8-4,6 mm. Von den anderen Arten der Gattung durch glänzend, glatte Stirn ohne Mikroskulptur zu unterschieden [Abb. 6]. ♂: Analsternit mit einem Grübchen, das vorletzte ausgerandet [Abb. 7]. Klauen gespalten [Abb. 8]. Aedoeagus [Abb. 9] [Abb. 10], Sipho im Mittelbereich gewellt [Abb. 11]. ♀: Endsternite einfach gerundet [Abb. 12]. Klauen mit großem Basalzahn [Abb. 13]. Spermatheka [Abb. 14]. B: Lebt als Larve und Imago auf Woll- und Schmierläusen. Zur biologischen Schädlingsbekämpfung in Zitrusplantagen eingeführt. Einsatz im Norden nur in Gewächshäusern und Wintergärten. D: Heimat Australien; weltweit in den wärmeren Zonen importiert. Bei uns im Freiland nur aus Gewächshäusern ausgewilderte Tiere. Eine Ansiedlung ist sehr unwahrscheinlich.
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Abb. 4
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Abb. 4
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Abb. 5
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
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Abb. 10
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Abb. 11
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
Erstellt am: 08.04.2025 · Letzte Aktualisierung: 10.04.2025 - 15:43:57
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