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Flügeldecken mit Reihen schräg aufstehender, heller Haarborsten, dazwischen mit Reihen sehr feiner Härchen. Der ziemlich große Halsschild fast so breit wie die schmalen parallelen Flügeldecken [Abb. 1]. Rotbraun, Naht und Seiten der Flügeldecken meist angedunkelt. Aedoeagus [Abb. 2]. 1,6-2,2 mm. B: Abends von Gräsern zu streifen, alpin aus Rasenziegeln zu sieben. Nicht synanthrop, im Vorland der Gebirge und bis 2900 m emporsteigend. D: Im ganzen Gebiet, im Westen nicht selten, nach Osten seltener werdend.

Die Punkte auf den Zwischenräumen sind feiner als jene der Streifen, so daß jede Flügeldecke nur 8 deutliche Punktstreifen aufweist. Mittelgroß, einfarbig hellbraun bis braungelb. Schläfen deutlich entwickelt. Aedoeagus [Abb. 3]. 1,6-2 mm. B: Meist synanthrop; in Kellern, selten im Freien. D: Im ganzen Gebiet stellenweise nicht häufig. Von kleinen Stücken des pineti durch nur 8 deutliche Punktreihen, von den auf die Kennziffer >>>7 folgenden Arten durch die lange abstehende Behaarung verschieden.
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Der ziemlich große Halsschild so breit oder breiter als die lang ovalen Flügeldecken an der Basis[Abb. 5]. Parallele, gewölbte Art ohne deutliche Schläfen hinter den Augen. Dunkel rostbraun, Flügeldecken an der Basis und Spitze meist heller. ♂: 5. Bauchsegment in einen langen, herabgebogenen Dorn ausgezogen, Schenkel verdickt. Aedoeagus [Abb. 6][Abb. 7]. 2-2,5 mm. B: Am Meeresstrand unter faulendem Tang und Holz nicht selten, im Binnenland selten bis sehr selten, im Hochwassergenist, Kompost, auch in Maulwurfsnestern. D: Europa, aus einigen Ländern noch nicht gemeldet.


Fühler kürzer und robuster. Glied 5 und 6 1,5 mal, Glied 7 und 8 1,3 mal so lang wie breit. Die bisher aus dem Gebiete bekanntgewordene Form ist auf der Oberseite meist einfarbig rotbraun, höchstens an der Naht und im hinteren Drittel der Flügeldecken etwas angedunkelt. ♂: 5. Sternit ohne Grube, höchstens mit seichter Querdepression, Penis einfach gebogen und seitlich in einfachem Bogen zugespitzt [Abb. 8]. 2,2-2,4 mm. B: An liegenden Kiefernästen und Rindenabfall. D: Mittleres und östliches Europa. Selten.
Größer, Punktreihen der Flügeldecken schwach vertieft, Halsschildseiten fast glattrandig. Meist schwarz, selten ganz oder teilweise rotbraun. Aedoeagus [Abb. 13] [Abb. 14]. 2,3-2,6 mm. D: Das heutige Vorkommen in Mitteleuropa ist sehr zweifelhaft. Alte Meldungen, die aus fast ganz Mitteleuropa vorliegen, beruhen, soweit nachprüfbar, auf Fehlbestimmung. Am ehesten im Osten zu erwarten, da sich das heutige Vorkommen auf Nordost- und Osteuropa beschränkt. (=longicornis auct. & FHL, nec Herbst) (=porochini Johnson, 2007)

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-Etwas kleiner, Streifen der Flügeldecken besonders an den Seiten stark vertieft, Zwischenräume gewölbt. Schenkel besonders beim ♂ verdickt. Schwarz, Flügeldecken oft bis auf Naht und Seitenrand heller oder nur Schulter und Spitze heller [Abb. 15]. Aedoeagus [Abb. 16] [Abb. 17]. 2,2-2,5 mm. B: In Sümpfen und feuchten Wäldern. D: Überall nicht selten, gebietsweise häufig.


Groß, robust, gewölbt. Halsschild sehr deutlich vor der Mitte am breitesten, quer, nach hinten geradlinig verengt, die Seiten hinten kräftig gezähnt, die flachen Streifen der Flügeldecken erlöschen bald hinter der Mitte. Schwarz, manchmal rotbraun. Aedoeagus [Abb. 21]. 2-2,5 mm. D: Aus den Karpaten bis in die Slowakei und nach Mähren einstrahlend, aber sehr selten; möglicherweise noch in den Alpen anzutreffen. Sonst in Skandinavien (boreoalpin?). (=robusta Ganglb.)
Die Reihen der Flügeldecken sind sehr regelmäßig, dicht und stark punktiert; Zwischenräume mit viel feineren Punkten, quer gerunzelt. Rostrot oder braun. Aedoeagus [Abb. 22]. 1,8-2,2 mm. B: An Nadelholz, an Koniferenzapfen, vielfach im Frühjahr im Harz frisch geschlagener Fichten. D: Fehlt im Südwesten; im Norden sehr selten, im Osten und im Gebirge häufiger. (=abietum Motsch.) (=abietorum Motsch.) Unter diesem Namen haben von Peez und nach ihm Rücker die heute aphictoides Reitter, 1898 benannte Art geführt (Rücker, 2013).
-Die Reihen der Flügeldecken nicht vertieft, dicht und fein, ziemlich unregelmäßig punktiert, Zwischenräume kaum feiner, aber etwas weitläufiger und ebenfalls recht unregelmäßig punktiert, Oberseite durch deutlichere Chagrinierung matter. Halsschild fast so lang wie breit, spärlich und fein punktiert, an den Seiten kaum krenuliert. Rotbraun bis braun. Aedoeagus [Abb. 23]. 2-2,4 mm. B: An Nadelholz wie abietum. D: Fehlt im Nordwesten; in der Mitte und im Süden besonders im Gebirge. Selten, nur im Osten etwas häufiger.
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Halsschild 2/3 so breit wie die Flügeldecken, seitlich stark gezähnelt, weitläufig punktiert [Abb. 24]. Rotbraun, 1. Fühlerglied und Beine schwarz, Knie und Tarsen gelb, Flügeldecken oft mit Ausnahme der Schultern schwarzbraun. ♂: Schenkel verdickt, 5. Sternit mit tiefem, breitem Quereindruck. Aedoeagus [Abb. 25]. 1,7-2 mm. Auf Kiefern und Eichen. D: Bei uns sehr lokal und sehr selten. B:

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Schwarzbraun, Mund, Fühler und Beine rot, Schenkel oft angedunkelt. Oberseite leicht gewölbt, Zwischenräume der Flügeldecken gleichmäßig, kaum gewölbt, Schultern schmal verrundet: Halsschild kräftig und dicht punktiert, glänzend [Abb. 26]. Helle Stücke lassen sich von dem ähnlichen abietum durch die kräftige und weniger weitläufige Punktur der Stirn gut unterscheiden. Aedoeagus [Abb. 27] [Abb. 28] [Abb. 29]. 1,8-2 mm. B: Vorzugsweise in Nadel-, aber auch in Laubwäldern; an Koniferenzapfen. D: Im ganzen Gebiet, stellenweise und ziemlich selten, im Westen sehr selten. (=linearis (Payk., 1798))



Farbe braun bis rötlichbraun, Augen klein, Schläfen etwas mehr als ein Drittel des Augendurchmessers, Halsschild etwas herzförmig, dicht und grob runzelig punktiert; Seiten kräftig gezähnelt. Flügeldecken etwas parallel mit großer Punktierung, 1,5-1,8 mm, Aedoeagus [Abb. 30]. D: Mehrere Nachweise aus subalpinen Nadelwäldern Nordtirols. (=eppelsheimi Rtt. 1886, nec Rtt. 1875)
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-Habitus [Abb. 31]. Farbe braun, Augen klein, Schläfen fast die Hälfte des Augendurchmessers, Halsschild etwas herzförmig, dicht, grob, runzelig punktiert; die Seiten kräftig gezähnelt, Flügeldecken mehr parallel, Punktierung groß, Zwischenräume etwa die Hälfte des Punktdurchmessers. Aedoeagus [Abb. 32] [Abb. 33]. Größe 1,55-1,89 mm. B: In Rindenabfällen. D: England, Deutschland, Ungarn.


-Farbe braun, Flügeldecken mehr gewölbt als bei linearis, polypori und alleni, aber auch etwas Ähnlichkeit mit longicollis; Kopf breiter als bei den vorhergehenden Arten, fast so breit wie der Halsschild, Schläfen kurz, knapp die Hälfte des Augendurchmessers erreichend, Größe 1,8 mm. Aedoeagus [Abb. 34]. B: Unter pilziger Rinde, in morschem Holz, oder in Röhrenpilzen an Espe, Birke und Eiche. D: Nordische Art?
-Körper und Beine gelbrot, Halsschild schwach und weit punktiert, Grübchen groß und flach, Seiten des Halsschilds mit kräftigen Zähnchen, Augen klein, Schläfen nur 1/3 des Augendurchmessers; Flügeldecken langgestreckt, Punkte klein, in Längsrichtung fast einander berührend; Zwischenräume, besonders im vorderen Drittel, ganz schwach gewölbt und etwas kielförmig, hinten flach, Größe 1,7-1,8 mm. Aedoeagus [Abb. 35]. D: Offenbar sehr selten: Skandinavien, Deutschland (Bayern, Sachsen-Anhalt), Ungarn, Nordtirol. (=eppelsheimi Rtt., 1875)
-Farbe rötlichbraun, Beine heller, rötlichgelb. Halsschild fein runzelig punktiert, Grübchen vor der Basis schwach, Seiten des Halsschilds vorne schwach, hinten stärker gezähnelt; Augen groß, Schläfen etwa 1/4 des Augendurchmessers; Flügeldeckenpunktierung groß, Punkte in Längsrichtung fast einander berührend. Zwischenräume so breit wie die Punktreihen, flach, Behaarung kurz, anliegend. Fühler [Abb. 36], Vorderbein [Abb. 37]. Aedoeagus [Abb. 38]. Größe 1,5-1,7 mm. B: An brandgeschädigten Kiefernstämmen. D: Diese Art wurde aus Spanien beschrieben (Sierra de Guadarrama, 1800-2300 m). Sonstige Verbreitung: Ungarn, Deutschland: 1991, südliche Senne bei Paderborn.


-Dunkelbraune schlanke Art, Flügeldecken leicht gewölbt, Halsschildseiten deutlich gezähnt, Aedoeagus [Abb. 39]. D: Boreoalpine Art mit Neunachweis in Mitteleuropa: Osttirol, Glocknergruppe in den Hohen Tauern, Nordtirol, Stubaier Alpen und an mehreren Orten Südtirols. Weitere bekannte Vorkommen: Sibirien, Mongolei, Kanada.
-Mittelbraune schlanke Art, die etwas an saginata erinnert, aber deutlich schlanker ist und langgestrecktere Flügeldecken hat, Halsschildseiten im vorderen Drittel schwach gezähnt, hinten mit zwei bis drei deutlichen Zähnchen, an den Seiten hinten leichte Eindrücke. Aedoeagus [Abb. 40]. D: Aus Schweden beschrieben, ebenfalls Neunachweis aus dem Alpenraum am Alpenhauptkamm in Südtirol (Pustertal), weitere Verbreitung in subalpinen Nadelwäldern der Alpen zu erwarten.
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Halsschild wenig breiter als lang, herzförmig, so breit wie die Flügeldecken an der Basis [Abb. 41]. Flügeldecken verkehrt eiförmig, oval, mit verrundeten Schultern, die Reihenpunkte grob und in dichter Aufeinanderfolge [Abb. 42]. Augen klein, Schläfen lang. Gelbrot. Aedoeagus [Abb. 43] [Abb. 44]. 1,3-1,5 mm. B: Bei Formica-Arten, aber auch hinter Baumrinden. D: Im ganzen Gebiet ziemlich häufig, im Süden besonders montan bis subalpin.



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-Halsschild breiter als lang, nicht herzförmig [Abb. 45]; Flügeldecken seitlich wenig ausgebaucht [Abb. 46], Schultern enger verrundet; Augen groß, Schläfen sehr kurz [Abb. 47]. Gelbrot. Aedoeagus [Abb. 48]. 1,3-1,6 mm. B: In Ameisen- und Bienennestern. D: Im Norden und Westen selten, im übrigen Mitteleuropa nur sehr selten und stellenweise. (=crenicollis auct. nec Mannh.)



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Zwischenräume der parallelen Flügeldecken etwa ebenso stark punktiert wie die Reihen. Schwarz, Fühler und Beine rotbraun, Schenkel und Fühlerkeule angedunkelt. Behaarung der Flügeldecken schwarz oder dunkel rotbraun. Aedoeagus [Abb. 49][Abb. 50]. 1,5-1,9 mm. B: Auf Gebüsch und Kräutern. Wird auf ·Verbascum· gefunden, in dessen Stengeln sich die Art entwickeln soll. D: Mittleres und südliches Mitteleuropa, selten, aber oft in Anzahl.

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Punktstreifen hinter der Mitte der Flügeldecken erlöschend, die breiten Zwischenräume fein irregulär punktiert. Körper gewölbter als bei elongata, etwas Corticarina-ähnlich. Rotbraun bis schwarzbraun. Halsschildseitenrand sehr fein gezähnelt. Aedoeagus [Abb. 51]. 1,5-1,8 mm. B: Im Freiland, aber auch synanthrop. D: Europa, sehr selten.
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Flügeldecken fast parallel, wenig breiter als der Halsschild[Abb. 52], nur äußerst fein punktiert, matt [Abb. 53]. Gelbrot. Aedoeagus [Abb. 54] [Abb. 55]. 1,5-1,8 mm. B: In allen Biotopen. D: Im ganzen Gebiet häufig bis sehr häufig.



-Flügeldecken seitlich gerundet, deutlich breiter als der Halsschild [Abb. 56], glänzend und ziemlich grob, aber feiner als die Flügeldecken punktiert. Halsschildseitenrand gezähnelt. Aedoeagus [Abb. 57]. 1,6-1,7 mm. D: Bisher nur wenige Funde: Umgebung Hamburg, Lepzig und Wien. (=pietschi Gglb.)

Halsschild stark quer, nicht herzförmig, wenig dicht punktiert. Basalgrübchen klein und flach. Flügeldecken nur wenig breiter als der Halsschild Braun bis schwarz, Fühler und Beine rostrot. Aedoeagus [Abb. 58]. 1,5-1,8 mm. B: Unter faulendem Heu, aber mehrfach auch in Calluna-Heiden an ·Calluna· und ·Sarothamnus·. D: Bei uns nur im Nordosten und Süden, selten.
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Größer, 1,8-2,2 mm. Flügeldecken langoval [Abb. 59]. Kopf und Halsschild rotbraun, Flügeldecken bis auf die Schultern dunkelbraun. Aedoeagus [Abb. 60]. B: In allen möglichen Biotopen, auch in Vogelnestern. D: Im Westen seltener, sonst im ganzen Gebiet nicht selten.

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-Klein, 1,3-1,5 mm. Einfarbig rostrot oder gelbrot. Flügeldecken kurzoval, an den Seiten stärker gerundet, gewölbter, länger behaart. D: Bisher nur im äußersten Südosten gefunden; sehr selten. (=weisei Rtt., 1875)
D: Teneriffa, Gran Canaria.
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-Aedoeagus [Abb. 61]. D: Teneriffa, La Gomera, La Palma, El Hierro.
-D: Teneriffa, Gran Canaria, La Gomera, La Palma, El Hierro.
lineata Johnson, 1974🗺
-Aedoeagus [Abb. 64]. D: Teneriffa, Gran Canaria, La Gomera, La Palma, El Hierro. D: Lanzarote, Fuerteventura. ssp.


