Gattung: Colymbetes Clairv. 1806

ColeopteraDytiscidaeColymbetinae
Von Arved Lompe (n. H. Schäflein, K. Dettner)
Dettner, K. (1983): Colymbetes schildknechti, a New Water Beetle from Sardinia witha Key to European Species of the Genus Colymbetes (Coleoptera, Dytiscidae) - Aquatic Insects 5(1):39-44
Mittelgroße Tiere, 14-20 mm. Vorderklauen sehr kurz, stark gekrümmt. Hinterklauen deutlich ungleich. Halsschild seitlich ungerandet, in den Vorderecken unterseits mit einem Haarpolster bzw. -büschel. Die für unsere Arten typische Querriffelung der Flügeldecken fehlt bei einigen nicht in Mitteleuropa vorkommenden Arten. Parameren mit deutlich ausgezogener Spitze.In der Paläarktis kommen ca. 16 Arten vor, in Europa 7, davon eine nur in Südwesteuropa, eine nur im Hohen Norden und zwei weitere im Kaukasusgebiet. Die Arten bewohnen vorzugsweise stehende Gewässer.
In der Tabelle fehlt eine Art aus dem Kaukasus ...koenigi Zaitzev, 1927
#1
paykulli Er., 1837Epipleuren [Abb. 1], ganze Unterseite sowie Beine schwarz. Halsschildvorder- und Hinterrand mit breiten schwarzen, seitlich verkürzten Querbinden, die in der Mitte verbreitert sind und teilweise zusammenfließen, dadurch oft wie ein querliegendes H wirkend. Hinterrand des 2. Sternits beiderseits der Mitte mit einer Serie sehr kurzer, sehr dicht stehendert rillenförmiger Eindrücke [Abb. 2]. ♂: Die 3 ersten stark erweiterten Glieder der Vorder- und Mitteltarsen unterseits mit dichter, bürstenartiger Sohle. Aedoeagus besonders lang [Abb. 3]. 17-19 mm. Nordeuropa, nördliches Mitteleuropa, Norddeutschland bis etwa zum Harz. Moorliebend
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Abb. 1
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Abb. 2
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Abb. 3
→ 2-Epipleuren und Beine heller, gelb bis gelbbraun. Beim ♂ die 3 ersten erweiterten Glieder der Vorder- und Mitteltarsen unterseits mit runden Saugnäpfen besetzt.
#2
→ 5Die Stridulationsleiste am Hinterrand des 2. Sternits aus über 30, dicht stehenden Rillen gebildet [Abb. 4]. Die dunkle Färbung auf dem Halsschild scharf begrenzt und seitlich verlängert. Fortsatz der Hinterbrust vor den Mittelhüften +/- schmal bleibend.
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Abb. 4
→ 3-Die Stridulationsleiste aus 14-30 weiter auseinanderstehenden Rillen gebildet [Abb. 5]. Halsschild in der Mitte unscharf verdunkelt. Fortsatz der Hinterbrust vor den Mittelhüften etwas breiter.
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Abb. 5
#3
schildknechti Dettner, 1983Unterseite und Epipleuren des Halsschilds vorwiegend dunkel gefärbt [Abb. 6]. ♂: Aedoeagus seitlich betrachtet an der Spitze mit einem Häkchen, davor gesägt [Abb. 7]. Beide Klauen der Vordertarsen kurz, stark gebogen; Klauen der Vorder- und Mitteltarsen [Abb. 8]. Stridulationsleiste auf dem 2. Sternit relativ eng stehend. [Abb. 9]. Sardinien, Südwesteuropa.
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Abb. 6
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Abb. 7
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Abb. 8
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Abb. 9
→ 4-Halsschild mit überwiegend heller Unterseite und Epipleuren [Abb. 10]. Rillen der Stridulationsleiste ähnlich oder weiter auseinanderstehend. ♂: Aedoeagus an der Spitze ohne Häkchen und nicht gesägt. Vorderklauen gestreckt, schwach gebogen.
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Abb. 10
#4
fuscus (L., 1758)Stridulationsleiste mit wenigen (14-26), weit auseinanderstehenden (76-184 µm) Rillen [Abb. 11] [Abb. 5] [Abb. 12]. Epipleuren gelb, sonst ganze Unterseite schwarz. Wangen von den Augen bis zum Vorderrand in einer Flucht gewölbt [Abb. 13]. Oberseite mit grober Mikroskulptur. ♂: Penis schlank, seitlich gesehen lang gestreckt, gleichmäßig zur Spitze verjüngt [Abb. 14]. Vordere Klaue der Mitteltarsen meistens kurz und an der Basis breit.[Abb. 15]. 16-17 mm; Habitus [Abb. 16]. Ganz Europa, nicht selten bis häufig.
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Abb. 11
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Abb. 5
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Abb. 12
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Abb. 13
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Abb. 14
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Abb. 15
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Abb. 16
semenovi Jakovlev, 1896-Stridulationsleiste am 2. Sternit mit zahlreicheren (24-30), enger stehenden (71-81 µm) Rillen [Abb. 17]. Mikroskulptur der Oberseite feiner. ♂: Aedoeagus [Abb. 18]. Vordere Mittelklaue an der Basis schlank (wie [Abb. 8]). Körper kürzer, 15-16 mm, nach hinten breiter als vorne. Mittelasien bis zum Kaukasus.
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Abb. 17
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Abb. 18
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Abb. 8
#5
striatus (L., 1758)Größer und breiter, 16-18 mm lang und 8-9 mm breit [Abb. 19]. Größte Körperbreite hinter der Mitte. Halsschild seitlich deutlich gerundet, mit deutlich eingegrabenen, länglichen Maschen, die strahlenförmig zur Halsschildmitte zeigen. Fühlerglieder kaum angedunkelt. Wangen vor den Augen vorgewölbt, nicht in einer Flucht gerundet [Abb. 20]. 2. Sternit [Abb. 21]. ♂: Penis lang, seitlich gesehen stämmiger, gleichmäßig gekrümmt, bis etwa zum vorderen Sechstel der Länge gleich breit, dann stark zur Spitze verjüngt [Abb. 22]. Nordeuropa. Elsaß, Lothringen, Böhmen, Mähren, sehr selten. Nord- und Ostdeutschland sehr sporadisch, meist selten
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Abb. 19
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Abb. 20
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Abb. 21
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Abb. 22
dolabratus (Payk.)-Merklich kleiner und schmäler, 13-17 mm lang, 6,3-7,8 mm breit. auffallend schlank, Körperform gleichmäßig gerundet [Abb. 23] (siehe Anmerkung unten). Halsschildfleck scharf begrenzt. Halsschild mit unregelmäßigen, weniger länglichen Maschen, die ungeordnet stehen. Fühlerglieder etwa vom 5. an zur Spitze zunehmend angedunkelt. 2. Sternit [Abb. 24]. ♀ teilweise mit auffallend stärkerer, bereits mit bloßem Auge sichtbarer Querriffelung der Flügeldecken. ♂. Aedoeagus [Abb. 25]. Nordeuropäisch-boreale Art, Lappland; in Tundraseen. Alte Angaben für Deutschland sind zweifelhaft und nicht belegt. Die Angaben über die Körperform passen nicht zur obigen Abbildung auf der Homepage des Zool. Instituts, Petersburg (www.zin.ru). Ich kenne die Art nicht.
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Abb. 23
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Abb. 24
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Abb. 25
Enthaltene Taxadolabratus fuscus paykulli schildknechti semenovi striatus
Erstellt am: 05.08.2009 · Letzte Aktualisierung: 29.07.2012 - 16:40:11
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