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Auch die Basis der Flügeldecken durchgehend rot gesäumt [Abb. 9], Saum teilweise gezackt, im Winkel in den Randsaum einmündend; Oberseite fein und dicht punktiert, fettglänzend oder matt, schwarz mit schwachem bläulichem, olivenem oder bronzenem Schimmer; ♀ größer und gedrungener als die ♂. Aedoeagus [Abb. 10]. 5-9 mm. B: Stellenweise auf warmen Grasplätzen und Triften bis in alpine Lagen. An Plantago-Arten. Es wurden mehrere Rassen beschrieben, deren Status jedoch überprüft werden muß. D: Europa bis Sibirien.

Große plumpe Art, hochgewölbt, fast halbkugelig; Flügel reduziert, flugunfähig; Flügeldecken gleichmäßig fein und ziemlich dicht punktiert, oberhalb der Randkante mit schmalem, punktfreiem Streifen, die anschließenden (äußersten) Punkte nicht gereiht; Halsschild ebenfalls gleichmäßig, aber feiner und ca. doppelt so dicht punktiert, Seiten nach vorne gerundet verengt, Seitenwulst meist schmal, nach innen durch eine flache, wenig markante Vertiefung abgesetzt, diese stärker aber nicht grob punktiert; Endglied der Kiefertaster annähernd quadratisch; Oberseite ± stumpf glänzend, schwarz mit bronzenem oder schwach bläulichem Schimmer. Aedoeagus [Abb. 11]. 8-12 mm. (Siehe auch Lz. >>>33). D: Norditalien bis Rumänien, südöstliches Mitteleuropa: Niederösterreich, Burgenland, Slowakei, Mähren.
Halsschild nach vorne annähernd geradlinig und stark verengt; Körper besonders beim ♀ breit und kurz; Punktur der Flügeldecken nur mäßig kräftig, oft zerstreut mit flachen, glänzenden Zwischenräumen. Aedoeagus [Abb. 14]. 7-10 mm. B: An Linaria, speziell an ·Linaria genistifolia·. D: Italien, nördliche Balkanhalbinsel, südliches Österreich, Slowakei, Mähren.
holdhausi Franz norica (Holdh.) raetica Franz valesiaca Franz intermedia Franz-Flügel verkürzt; Fühler relativ kräftig. Boreomontaner, sehr vielgestaltiger Formenkreis (vgl. Franz 1938, 1949). D: Skandinavien, Britische Inseln, Alpen, Pyrenäen, Asturien, Turkestan(?) und Sibirien(?). Für die Formen Mitteleuropa gilt: Flügel kaum so lang wie die Flügeldecken; Fühlerglieder 7-9 quer oder mindestens annähernd gerundet quadratisch (von der Breitseite betrachtet); Halsschild sehr fein und zerstreut punktiert, glänzend, Seitenwulst an der Basis durch eine Kerbe abgesetzt, Kerbe meist lang und häufig am Grunde glänzend; Flügeldecken unregelmäßig, nicht auffällig grob und relativ flach punktiert, schwarz oder mit leichtem blauem Glanz, äußere Punktreihen die Schulterbeule nicht erreichend, roter Saum 1 bis 2 äußere Punktreihen einschließend oder auch die 2. äußere Punktreihe überschreitend; individuell (auch in der Aedoeagusbildung) sehr veränderlich. Details und Rassen siehe Franz l.c. Aedoeagus [Abb. 15]. 7-10 mm. B: An ·Linaria alpina· (Zucht an Linaria vulgaris durchgeführt). D: Isolierte Reliktvorkommen in den Hochlagen der Alpen. D: Dachstein D: Hohe Tauern (Glocknergebiet), Umgebung Brenner bis nördl. Innsbruck D: nordwestliches Nordtirol, Wettersteingebirge D: Wallis D: Tessin ssp. ssp. ssp. ssp. ssp.
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Die beiden äußeren Punktreihen der Flügeldecken in der vorderen Hälfte in der Regel klar voneinander abgesetzt, ihr Abstand deutlich größer als der mittlere Abstand zwischen den Reihenpunkten [Abb. 16], Abstandsverhältnisse nur bei grober oder reduzierter Punktur (selten) unklar, roter Randsaum in der Regel die 2. äußere Punktreihe erreichend und im mittleren Bereich oft auch die 3. Punktreihe überdeckend, Punktur der Flügeldecken kräftig und relativ dicht, aber nicht grob und auf der Scheibe nicht stark grubig vertieft; Seitenwulst des Halsschilds an der Basis durch gedrängte Punktierung und eine tiefe Kerbe abgesetzt, Seitenwulst nach vorne dicht und kräftig punktiert [Abb. 17]; die Punktierung auf der Halsschildscheibe sehr fein, nur wenig gröber als die Maschen der Mikroskulptur [Abb. 18] [Abb. 19]. Oberseite gewöhnlich mit schwachem blauem Schimmer oder schwarz [Abb. 20]; Beine weder auffällig kräftig noch auffällig schlank. Aedoeagus [Abb. 21]. 6,5-9,5 mm. B: An ·Linaria vulgaris·. D: Europa bis Zentralasien.





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Seitenwulst des Halsschilds an der Basis durch eine kräftige und gedrängt punktierte Vertiefung abgesetzt ohne deutliche Kerbe, Seitenwulst nach vorne grob und meist relativ dicht punktiert [Abb. 23], Halsschildscheibe ziemlich stark, fast grob punktiert [Abb. 24] [Abb. 25]; roter Randsaum der Flügeldecken in der Regel nur die äußerste Punktreihe einschließend [Abb. 22] [Abb. 8]; Oberseite schwarz [Abb. 26], gewöhnlich ohne blauen Glanz; Beine und Fühler im Vergleich zu den verwandten Arten auffällig schlank und gestreckt. Aedoeagus [Abb. 27]. 7-10 mm. B: In sandigen Gebieten an Linaria vulgaris. D: Mittel- und Südeuropa.






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-Seitenwulst des Halsschilds an der Basis durch eine Kerbe abgesetzt, Kerbe oft relativ lang und geglättet, Seitenwulst nach vorne meist sehr grob und irregulär punktiert; Halsschildscheibe ziemlich stark, aber feiner als bei kuesteri und viel stärker als bei sanguinolenta punktiert [Abb. 28] [Abb. 29] (das abgebildete Tier zeigt eine vergleichweise feine Punktierung!). Roter Randsaum der Flügeldecken unregelmäßig gezackt, einzelne Ausläufer in der Regel die 3. äußere Punktreihe erreichend oder übergreifend; Punkte auf der Scheibe der Flügeldecken mit sehr ungleichen Abständen, Punktierung individuell unterschiedlich grob und tief, bei Exemplaren mit wenig grober Punktur äußere Punktreihen gelegentlich mit stellenweise vergrößerten Abständen; Oberseite häufig mit schwachem blauem Glanz [Abb. 30]; Fühler und Beine kräftig. Aedoeagus [Abb. 31] [Abb. 32]. 8-11 mm. B: An Linaria-Arten. D: Von Mittelasien über Europa bis Nordafrika in mehreren Rassen verbreitet, in Mitteleuropa vor allem aus dem Nordosten und Südosten des Gebiets bekannt. Chr. limitata Küst., aus Dalmatien beschrieben, stellt nach Franz (1938) eine Mischform von gypsophilae mit rossia dar, die sich noch in Südfrankreich und möglicherweise auch in Mitteleuropa (Attersee) findet; die Existenz von offenbar unbegrenzt fertilen Bastarden würde jedoch formal die Artberechtigung von gypsophilae in Zweifel setzen, der Status von limitata ist daher erneut zu überprüfen. Gegebenenfalls muß auch hier (wie bei hemisphaerica oder carnifex) eine stark rassengegliederte Großart akzeptiert werden. Die äußerst enge Verwandtschaft von rossia und gypsophilae wird durch die nahezu übereinstimmende Aedoeagusbildung ausgewiesen.




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Halsschild von der Scheibe bis zum Seitenrand gleichmäßig gewölbt ohne abgesetzten Seitenwulst, entlang des Seitenrand mit einem kräftig punktierten Band, Scheibe des Halsschilds fast erloschen oder nicht punktiert, spiegelglatt; größte Breite des Halsschilds etwa in der Mittel; Flügeldecken mit deutlichen Punktreihen, ihre Abstände und die Größe ihrer Punkte wechselnd; Seiten der Flügeldecken annähernd parallel, nicht deutlich erweitert; Oberseite lebhaft violett, blau oder schwarzgrün, selten leuchtend grün bis goldgrün. Aedoeagus [Abb. 33]. 3,56,5 mm. B: Bevorzugt an sandigen Standorten, von ·Achillea millefolii· und ·Achillea odorata· gemeldet. D: Europa.

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Langgestreckte Art, ♂ parallel und flach, ♀ meist hinter der Mitte leicht erweitert, mäßig gewölbt [Abb. 35]; Punktreihen auf den Flügeldecken von der Untergrundpunktur in der Regel gut erkennbar abgehoben, oft ± verworren; schwarz, Oberseite bronze- oder olivfarben. Aedoeagus [Abb. 36], 3,5-8 mm. Auch in alpine Lagen vordringend (f. glacialis Wse.), dort gewöhnlich kleiner, glänzender, etwas schwächer punktiert und manchmal ohne roten Flügeldeckensaum (siehe Lz. >>>20), oder in Südeuropa zum Teil Flügeldecken komplett hell. B: Von Achillea-Arten (speziell millefolii) und anderen Asteraceen angegeben. D: In Europa und Teilen Asiens weit verbreitet.

-Gedrungene, in beiden Geschlechtern gewölbte Art [Abb. 37]; Punktreihen der Flügeldecken teils vom Untergrund abgesetzt, teils in der Untergrundpunktur aufgelöst und nur noch reliktweise oder nicht mehr erkennbar; ± dicht, individuell sehr unterschiedlich punktiert, ♀ oft matt; Oberseite schwarz mit schwachem blauem oder bronzenem Schimmer. Aedoeagus [Abb. 38]. 5-8 mm. B: An Artemisia campestris, auch von Achillea-Arten angeführt. D: Von Osteuropa bis Spanien verbreitet, mehrere Rassen, im Westen des Gebiets zum Teil ohne roten Flügeldeckensaum (siehe Lz. >>>47).

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Halsschild von der Basis an nach vorne nahezu geradlinig, stark verengt [Abb. 41], auch die Kerben von der Basis an stetig nach vorne konvergierend, Scheibe des Halsschilds bei den Exemplaren aus Mitteleuropa meist spiegelglatt, höchst fein oder nicht punktiert; kurzovale Art; Oberseite bronzefarben bis dunkelblau [Abb. 42]. Aedoeagus [Abb. 43]. 6-9 mm. B: An Apiaceen (·Anthriscus·, ·Chaerophyllum·). D: Europa.


Kopfschild bogenförmig abgesetzt und gegenüber der Stirn vertieft [Abb. 44]; Endglied der Kiefertaster mindestens so breit wie das vorletzte; größte Breite des Halsschilds an der Basis; Punktreihen der Flügeldecken meist etwas verworren, leicht paarweise genähert, Punkte vielfach nadelrissig; Grundpunktierung von Flügeldecken und Halsschild deutlich; Körper, Beine und Fühler schwarz, innere Fühlerglieder teilweise aufgehellt, Oberseite gewöhnlich mit leichtem Bronzeschimmer, nur mäßig glänzend bis matt. Aedoeagus [Abb. 45]. 6-9 mm. D: Rußland, westlich bis Slowakei und Ungarn. (=susterai (Bech.))


Punkte in den Punktreihen sehr eng stehend, Abstände zwischen den Punkten vielfach nur so klein wie die Punktdurchmesser oder kleiner, Punktreihen stellenweise leicht streifig vertieft; gestreckte Art; Oberseite bronzefarbig bis kupfrig, Beine und Fühler gewöhnlich bräunlich. Aedoeagus [Abb. 47]. 5-8 mm. B: Von ·Carum verticillatum· (Apiaceae) gemeldet. D: Südwesteuropa, südliches Mitteleuropa.
-Punkte in den Punktreihen weniger eng stehend, Abstände zwischen den Punkten überwiegend größer als die Punktdurchmesser; etwas weniger gestreckte Art; Oberseite bronzefarben, grünlich oder erzfarben, Beine und Fühler gewöhnlich ± dunkel. Aedoeagus [Abb. 48]. 5-7 mm. D: Südosteuropa bis Burgenland.
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Flügeldecken und Halsschild zweifarbig metallisch gestreift [Abb. 49], Streifenfarben gewöhnlich rot und grün, Streifung auch bei Farbaberrationen noch stets in deutlichen Resten vorhanden. Aedoeagus [Abb. 50]. 6-9 mm. B: An Rosmarin und Lavendel. D: Südeuropa, gelegentlich nach Mitteleuropa eingeschleppt.




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Kleine, in beiden Geschlechtern hochglänzende Art, vergleichsweise schlank; Oberseite rotkupfrig bis messingfarben, in unterschiedlichem Ausmaß grünlich (besonders der Halsschild), selten vollständig grün, Tarsen ± aufgehellt, nie völlig schwarz, Fühler bis zum 5. oder 3. Glied ± hell rötlich bis braun. Aedoeagus [Abb. 53]. 5-6,5 mm. B: An ·Hypericum maculatum· und ·Hypericum hirsutum·. D: West- und Mitteleuropa, halbfeuchte Standorte.
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-Größere und breitere Art; ♂ mäßig glänzend, ♀ ± matt; Oberseite dunkelblau, violett oder düster schwarzgrün; Tarsen (bei ausgefärbten Exemplaren) schwarz, Fühler schwarz, Spitzen der ersten Fühlerglieder zum Teil schmal aufgehellt. Aedoeagus [Abb. 54]. 5,5-7,5 mm. B: An ·Hypericum perforatum·. D: In Europa weit verbreitet, östlich bis Schlesien nachgewiesen.
Größere Art; Vordertarsen (ohne Klauen) beim ♀ ca. 10% länger als der Abstand zwischen den Fühlereinlenkungen; bronze-violett, blau-violett, blau oder dunkelgrün; geminata oft sehr ähnlich, Grundpunktur der Flügeldecken zwischen den Punktreihen meist deutlich wie bei geminata, manchmal jedoch auch fein wie bei quadrigemina, ♂ glänzender als bei geminata. Aedoeagus [Abb. 55]. 5-7,5 mm. D: Südtirol, östliches Österreich, Dalmatien, Serbien, Karpatenbogen von Transsylvanien bis in die Sudeten.
-Kleinere Art; Punktreihen zart, Grundpunktur der Flügeldecken sehr fein; Vordertarsen (ohne Klauen) beim ♀ etwa so lang wie der Abstand zwischen den Fühlereinlenkungen; blau, violett oder grün, gelegentlich Halsschild und Flügeldecken verschiedenfarbig; ähnelt teilweise kleinen Exemplaren von hyperici. Aedoeagus [Abb. 56]. 5-6 mm. B: An Hypericum. D: Südeuropa, alte Fundangaben aus Frankreich, West- und Süddeutschland, Elsaß und der Slowakei, heutiges Vorkommen in Mitteleuropa fraglich.
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Im Mittel etwas kleiner und ♀ in der Regel etwas matter als bei der folgenden Art quadrigemina und von dieser nur durch Aedoeagusuntersuchung sicher zu trennen: Aedoeagus [Abb. 57][Abb. 58]; grünlich, verschossen messingfarben, kupfrig, bläulich bis schwarz, nicht selten Halsschild und Flügeldecken verschiedenfarbig, Punkte der Flügeldecken häufig mit farbigem Saum [Abb. 52]. 5-7 mm. B: An besonnten, eher trockenen Standorten auf ·Hypericum perforatum·. D: Europa (außer Britische Inseln) bis Nordafrika und Iran.


-Aedoeagusspitze wie bei brunsvicensis, geminata oder cuprina, aber Flagellum anders [Abb. 59]; Oberseite grün, dunkelblau, violett, Farben meist leuchtender als bei hyperici. 5,5-7,5 mm. B: An ·Hypericum·-Arten. D: Westliches Mediterrangebiet von Dalmatien bis Nordafrika, Westeuropa, mittleres und nördliches Mitteleuropa bis Brandenburg, Insel Rügen, Holstein und Niederlande (alte Meldungen).
Beine und Fühler im Vergleich zu den beiden folgenden Arten deutlich gestreckter und schlanker; Flügeldecken mit auffällig vorstehender Schulterbeule, oft mit Ansätzen gereihter Punkte; Oberseite ± glänzend; Seiten des Halsschilds bis fast nach vorne nahezu geradlinig schwach verengt, Seitenwulst deutlich abgesetzt und vorne ± verdickt oder erweitert. Aedoeagus [Abb. 60]. D: Endemische Art aus den Ostsudeten, den Beskiden (Babia Gora) und der Tatra, selten.
rhipaea (Wse.) moraviaca (Wse.) lichenis (Richter, 1820)🗺
ahena Germ.Halsschild in der Regel von der Basis zur Mitte erweitert, Seiten dabei gerundet, gerade oder geschweift; Seitenwulst fast auf der ganzen Länge in meist wechselnder Breite ziemlich scharf abgesetzt; Oberseite leicht glänzend, selten Halsschild oder Flügeldecken etwas matter; schwärzlich grün, oliv, bronze oder blauschwarz. Es wurde eine Reihe von Rassen beschrieben, ihre Charakterisierung muß jedoch überarbeitet werden. D: Transsylvanien Aedoeagus [Abb. 61]. D: nördliche Karpaten, Tatra. Aedoeagus [Abb. 62]. D: Sudeten. Aedoeagus [Abb. 63]. D: Ostalpen, Westalpen, 1 Fund: Berner Alpen. Aedoeagus [Abb. 64]. ssp. ssp. ssp.



gabrieli (Wse., 1903)-Halsschild in der Regel von der Basis nach vorne gerundet oder geradlinig verengt, größte Breite nicht im mittleren Bereich; Seitenwulst des Halsschilds fehlend oder meistens durch eine punktierte, aber selten scharfe Rinne abgesetzt, vorne nicht verdickt oder erweitert; Oberseite in der Regel deutlich matt (mindestens beim ♀), schwarzviolett, blauschwarz oder schwarzgrün. Aedoeagus [Abb. 65]. D: Karpaten, besonders Transsylvanische Alpen und Tatra,. In der Tatra (Aedoeagus [Abb. 66]) die ssp.

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cerealis (L., 1767)
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plorans Bech. mixta Kuest., 1844Oberseite mit farbigen Längsstreifen [Abb. 67], Grundfarbe der Oberseite feuerrot, Flügeldecken mit je 3 Streifen mit violettem Kern und grünem Saum und einem gleich gefärbten, gemeinsamen Nahtstreifen, Halsschild mit einem zentralen und 2 seitlichen Längsstreifen; Unterseite in der Regel violett; Oberseite in Punktur und vor allem Färbung sehr veränderlich, die Grundfarbe ändert ab in grün bis blau mit nur noch wenig kontrastierenden Streifen, oder die Grundfarbe wechselt über purpur zu violett, dadurch Oberseite zum Teil einfarbig (vergleiche. LZ. >>>46 und >>>49). Die zahlreichen Formen wurden mehrfach (zuletzt von Bechyné 1950) in Rassen aufgegliedert, bisher fehlt jedoch eine gediegene Bearbeitung. Aedoeagus [Abb. 68]. 6-11 mm. B: Bevorzugt trocken-warme Standorte. Von verschiedenen Lamiaceen gemeldet: ·Thymus serpillum·, ·Calamintha nepeta·, ·Satureja montana·, ·Mentha longifolia·. D: In Europa weit verbreitet, bis Mongolei. Für Europa angeführte Formen: Nordeuropa, Westeuropa, Mitteleuropa (part.), zentrale Balkanhalbinsel (einschließlich bivittata (Schrk.), livonica (Motsch.), ornata (Abr.), fulgens (Duf.)). D: Mitteleuropa: Mähren, Slowakei, Ungarn, nördliche Balkanhalbinsel, Weißrußland. D: Italien, Südwestalpen, Südtirol, Istrien ssp. ssp.

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Kleiner als 6,5 mm [Abb. 69]; Flügeldecken fein, sehr gleichmäßig und unauffällig doppelt punktiert; Halsschild ebenfalls gleichmäßig dicht und ähnlich fein (meist feiner) punktiert, ohne Seitenwulst, nicht selten aber mit kurzem Seitenrandeindruck an der Basis; geflügelt; 3. Glied der Kiefertaster nicht breiter als das 2.; Körper, Beine und Fühler dunkel, bunt metallisch gefärbt: rotkupfrig, messingfarben, grün, blau oder violett, selten trüb braunschwarz, mäßig glänzend bis leicht matt. Aedoeagus [Abb. 70] [Abb. 71]. 4,5-6,5 mm. B: An ·Hypericum·, häufig. D: Europa.


slovaca Bech.Flügeldecken dicht und tief punktiert, matt bis fettglänzend, Abstände der Punkte vielfach nur so groß wie ihre Durchmesser oder kleiner, Seitenwulst des Halsschilds meist nahe der Basis deutlich abgesetzt, zum Teil nach vorne abgeschwächt verlängert oder fehlend; lavendelblau, schwarzblau, blauviolett oder grün. Aedoeagus [Abb. 72]. 8-13 mm. B: Bevorzugt montan an ·Salvia glutinosa·. D: Südosteuropa, östl.Mitteleuropa, Südkärnten. (=coerulea (Ol.)) Nach Bechyné in der Slowakei die etwas glänzendere ssp.
-Flügeldecken flacher und weniger dicht punktiert, leicht glänzend, Abstände der Punkte überwiegend etwas größer als ihr Durchmesser; Seitenwulst des Halsschilds nur schwach ausgeprägt oder fehlend; Farbe changierend purpurviolett bis dunkelgrünlich. Aedoeagus [Abb. 73]. 6,5-10 mm. B: An Salvia glutinosa. D: Südosteuropa (s.str.), Tatra (ssp. euminuta Bech.).
-Halsschildseiten nach vorne stark und geradlinig verengt; Punktur der Flügeldecken ± unregelmäßig, überwiegend grob, oft nadelrissig, Punkte in der Regel verworren gereiht, teilweise streifig angeordnet und nicht selten farbig gesäumt; Seitenwulst des Halsschilds durch eine Furche von der Basis bis etwa zur Mitte abgesetzt, Furche manchmal verkürzt oder auch verlängert; Körper und Beine schwärzlich, metallfarben: dunkelblau, olivgrün, bronze. Aedoeagus [Abb. 74]. 8-11 mm. D: In Südeuropa mit zahlreichen Rassen, Vorkommen in Südtirol nicht bestätigt.
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Auffallend große, spiegelblanke Art von den Kanarischen Inseln [Abb. 75]; die Punktur auf Halsschild und Flügeldecken sehr fein, irregulär gereiht. Seitenwulst des Halsschilds durch tiefe und grobe Punktur in ganzer Länge abgesetzt. Bronzebraun, Beine grünlich schimmernd. 10 mm. D: Kanarische Inseln (La Gomera). (=rutilans Wollaston, 1864)
hemisphaerica (Germ., 1817)🗺
fallaciosa (Weise,)Fühler nicht auffällig gestreckt, 3. Fühlerglied 1,2-1,4-fach länger als das 2. [Abb. 76], Fühlerglieder 1-4 etwa so lang wie der Abstand der Fühlereinlenkungen; Endglied der Kiefertaster etwas breiter als das vorletzte; Seitenwulst des Halsschilds als relativ breite und ± gleichmäßige Schwiele bis nahe zum Vorderrand verlaufend, durch eine Rinne von der Scheibe abgesetzt, Rinne an der Basis schmal eingekerbt, dann etwas verflacht und zur Mitte ± angehoben, dort manchmal unterbrochen, sehr selten vorne fast erloschen; Flügeldecken doppelt, nicht runzelig punktiert, mäßig glänzend; Körper bräunlich bis schwarz mit Metallglanz (siehe unten), Beine und Fühler ebenfalls bräunlich bis schwärzlich, in der Regel wenigstens die ersten Fühlerglieder aufgehellt, ebenso Mundteile und Tarsen 6-8 mm. B: An Lamium, Stachys und anderen Lamiaceen. Bevorzugt montan, zum Teil alpin. D: Mitteleuropa, Balkanhalbinsel. Weitverbreitet Art mit differenzierter Rassenbildung. Zahlreiche Abweichungen und Übergänge zwischen den Rassen. - Halsschildseiten nahezu geradlinig nach vorne verengt; Oberseite bronze, rotviolett, schwarzblau, schwarzgrün: Aedoeagus [Abb. 77]. D: Südalpen (Italien, Slowenien, Südkärnten). - Aedoeagus [Abb. 78]. D: Südkärnten, nördliche Balkanhalbinsel. ssp.


purpurascens (Germ.), 1817)🗺
-Halsschildseiten gerundet nach vorne verengt; bronze bis kupfrig oder violett, selten schwärzlich: Aedoeagus [Abb. 79]. D: Alpen ab Südkärnten, Süd- und Mittelbayern, Schwarzwald. (ssp. ominosa Bech., ssp. bavarica Bech., ssp. stoeckleini Bech.) Aedoeagus [Abb. 80]. D: Nordbayern, deutsche Mittelgebirge, Sudeten, Karpaten. Zur Unterscheidung von der ähnlichen eurina Friv. siehe auch LZ >>>42 ssp. ssp.

-Fühler gestreckt, 3.Fühlerglied 1,6-1,8-fach länger als das 2. [Abb. 81], Fühlerglieder 1-3 etwa so lang wie der Abstand der Fühlereinlenkungen; Endglied der Kiefertaster nicht breiter als das vorletzte; Seitenwulst des Halsschilds nur in der hinteren Hälfte deutlich, dort durch eine kurze oder längere tiefe Rinne scharf abgesetzt, diese in der vorderen Hälfte höchstens durch flache Eindrücke fortgesetzt; Halsschild nach vorne stets gerundet verengt; sowohl Halsschild als Flügeldecken auffällig, leicht buckelig hochgewölbt; Punktur und Färbung ähnlich der vorigen Art. Aedoeagus [Abb. 82]. 7-9 mm. B: An Apiaceen, z.B. Aegopodium. D: Südliches Mitteleuropa, vorwiegend in montanen Gebieten: Ostalpen bis nördliche Balkanhalbinsel (s.str.), Sudeten, Karpaten (ssp. turgida (Wse.)).

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Körper einheitlich bräunlich, Flügeldecken höchstens mit schwachem Erzschimmer; Halsschild nach vorne gerundet erweitert, in der Mitte am breitesten; Punktur der Flügeldecken ziemlich dicht, deutlich doppelt (bei 10 x), meist unregelmäßig, nicht selten etwas runzelig. Aedoeagus [Abb. 83]. 6-9,5 mm. B: Bevorzugt an ·Mentha rotundifolia·. D: In Europa und Asien weit verbreitet. (=staphylea auct.)
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-Körper zweifarbig, Unterseite überwiegend bräunlich, Oberseite dunkel metallisch [Abb. 84] (oliv, bronze bis rotkupfrig oder violett); Halsschild nach vorne stetig, oft geradlinig verengt, nahe der Basis am breitesten, die den Seitenwulst begrenzende Rinne auffällig breit und seicht; Flügeldecken locker, meist grob punktiert; große, flache Art. Aedoeagus [Abb. 85] [Abb. 86]. 8-11 mm. B: An Lamiaceen. D: Westliches Mittelmeergebiet, Britische Inseln, Atlantische Inseln. Meldungen aus Südtirol sind nicht bestätigt. (=banksi auct.)




-Oberseite bronzefarben; Tarsen schwarz ohne blaue Metallfärbung; Endglied der Kiefertaster beim ♂ stark erweitert; Kopf innen neben den Augen anstelle einer flachen Vertiefung gewöhnlich mit einer markanten Grube [Abb. 87] (Unterschied zu bronzefarbenen carnifex-Formen aus Südwesteuropa); 2.Fühlerglied in großem Umfang aufgehellt, auch das 1.Fühlerglied meist teilweise hell; Borstenkranz am Ende der Schienen gelb. Aedoeagus [Abb. 89]. 4,5-8 mm. B: An ·Tanacetum vulgare·. D: Südliches Mitteleuropa (Niederösterreich). (=perplexa (Breit)) Synonymie nach Daccordi (i.l. 1991); Kaszab (1962, Bd. 9, S. 97) faßt perplexa als Subspezies von eurina auf.

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Halsschildseiten annähernd gerade nach vorne verengt oder ab der Mitte nach vorne leicht verrundet; seitliche Kerbe an der Halsschildbasis sehr nahe am Seitenrand und klein (Halsschild 23:27, Seiten 45), dadurch Seitenwulst nur schmal und unauffällig; Unterseite des Halsschilds entlang des Seitenrand auf der ganzen Länge tief gerinnt; Borstenkranz am Ende der Schienen dunkelbraun; Fühler dunkel, auch 1. und 2.Glied metallisch, höchstens am Ende sehr schmal aufgehellt; Oberseite kräftig chagriniert, matt oder fettglänzend mit schwachem Metallschimmer: blau, violett oder grünlichblau. Aedoeagus [Abb. 90]. 8-10 mm. B: In wärmeren Gebieten an Centaurea-Arten. D: Westeuropa bis westliches Mitteleuropa.
Im Mittel größer: 8-10 mm; Oberseite in der Regel rein schwarz, ± glänzend, Flügeldecken chagriniert; Tarsen metallisch blau; Borstenkranz am Ende der Schienen schwarzbraun; Unterseite des Halsschilds entlang des Seitenrand gerunzelt und nur an den Hinterecken deutlicher vertieft. Aedoeagus [Abb. 91]. D: Slowenien, Kroatien.
-3.Glied der Vorder- und Mitteltarsen nur etwa so breit wie das 1. Glied; Fühler rötlich bis braun ohne Metallglanz, kurz, auch beim ♂ nicht länger als die halbe Körperlänge; Grundpunktur des Halsschilds fast erloschen; ♂ parallel, nicht hochgewölbt, ♀ nach hinten leicht bauchig erweitert und hochgewölbt; Oberseite rotkupfrig, bronze oder grünlich, meist changierend, selten schwärzlich. Aedoeagus [Abb. 92]. 5,5-7,5 mm. D: Sehr seltene Hochgebirgsart, bisher nur aus Tirol und Vorarlberg gemeldet.
Größte Breite des Halsschilds beim ♂ in oder vor der Mitte, Seitenrand breit, wulstig nach vorne erweitert, beim ♀ nahe der Basis oder in der Mittel, Seitenrand nach vorne nicht auffällig erweitert; Flügeldecken beim ♂ gewölbt, nach hinten kaum erweitert, beim ♀ hochgewölbt, nach hinten bauchig erweitert und größte Breite in der Regel hinter der Mitte; Halsschild leicht aber deutlich chagriniert (40 x) mit zarter, lockerer Grundpunktur und etwas größeren eingestreuten Punkten, Seitenwulst nach der Basiseinkerbung durch einen flachen oder fast verloschenen Eindruck sowie durch grobe Punkte abgesetzt; Flügeldecken glatt, nicht chagriniert, meist hochglänzend, locker (zuweilen mäßig dicht) und flach punktiert; blauviolett bis schwärzlichgrün, teilweise Halsschild und Flügeldecken leicht verschiedenfarbig. Aedoeagus [Abb. 93]. 7-9 mm. B: An wärmeren Standorten auf ·Vincetoxicum officinale·, in Südtirol und im südwestlichen Nordtirol auf ·Artemisia absinthium· (an beiden Pflanzen Zucht bis zur Imago durchgeführt). D: Paläarktis, Mitteleuropa vereinzelt. Zahlreiche Rassen und benachbarte Formen, deren Status überprüft werden muß.
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Beine metallisch (± violett), aber Tarsen abgesetzt braun bis hellgelb; Oberseite gleichmäßig dicht und fein punktiert, Punktur von Flügeldecken und Halsschild ähnlich, Halsschild einfach punktiert, Flügeldecken unauffällig doppelt, ein wenig größer punktiert, matt oder stumpf glänzend; lebhaft oder verschossen violett bis grünviolett, erzbraun, grünlich oder bläulich [Abb. 94]; Halsschild mindestens ab der Mitte nach vorne gerundet verengt; die ersten beiden Fühlerglieder (selten noch weitere) überwiegend hell; Geschlechtsdimorphismus ausgeprägt: ♂ mit stark verbreiterten Tarsen und wesentlich kleiner als ♀. Aedoeagus [Abb. 95]. 6-10 mm. B: Von ·Glechoma hederaceum·, ·Galium· und ·Cirsium· angegeben. D: Europa bis Westasien. (=violacea (O.F.Müll.)) (=diversipes (Bed.)) (=goettingensis (L.))


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Epipleuren von der Seite betrachtet weit über die Mitte der Flügeldecken hinaus sichtbar [Abb. 97] [Abb. 98]. Flügeldecken gedrängt und meist auffällig tief eingestochen punktiert, Punktur stellenweise runzelig und nadelrissig; Punkte auf der Halsschildscheibe gewöhnlich deutlich kleiner als die der Flügeldecken, Seiten des Halsschilds grob punktiert; Oberseite metallisch glänzend grün, goldgrün, blaugrün, selten auch verschossen und wenig glänzend [Abb. 99], Flügeldecken in der Regel unscharf begrenzt zweifarbig, dabei mindestens der Saum farbig abgesetzt: Saum goldrot bei grünen Flügeldecken, hellgrün bei blaugrünen Flügeldecken etc.; die Saumfarbe oft auf Schulter, Basis und Nahtbereich übergreifend, in diesem Fall Kernfarbe der Flügeldecken auf einen breiten, unscharfen Längswisch reduziert; 2. Fühlerglied gewöhnlich überwiegend rötlichgelb; hochgewölbte Art. Aedoeagus [Abb. 100]. 8-11 mm. B: Einerseits von ··Tanacetum vulgare··, andererseits von ··Mentha aquatica·· (incl. Zucht) und anderen Lamiaceen gemeldet. D: Europa bis Zentralasien, bevorzugt an halbfeuchten Standorten.




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Flügeldecken und Halsschild meist kräftig und dicht punktiert (nur selten wenig kräftig und aufgelockert); 2. Fühlerglied meist überwiegend rotgelb; Oberseite bei Exemplaren aus Mitteleuropa in der Regel einfarbig grün oder goldgrün [Abb. 102] [Abb. 103]; Oberseite gelegentlich blaugrün bis blau (speziell in Südosteuropa), dann Naht und Außenkante der Flügeldecken teilweise schmal angedunkelt und auch das 2. Fühlerglied dunkler; sehr selten trüboliv. Aedoeagus [Abb. 104] [Abb. 105] [Abb. 106]. 6,5-11 mm. B: An verschiedenen Mentha-Arten. D: Europa bis Asien.




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-Flügeldecken und Halsschild wenig kräftig bis fein, flach und wenig dicht punktiert, bei zerstreuter und zarter Punktur meist ausgedehnt nadelrissig; 2. Fühlerglied überwiegend dunkel metallisch; Oberseite der Tiere aus Mitteleuropa in der Regel glänzend blaugrün bis blau oder bis trüb grün, sehr selten hellgrün oder schwärzlich oliv (nur von einer Lokalität in Böhmen bekannt); Naht und Außenkante der Flügeldecken schmal dunkler blau bis schwarz gesäumt, Saum manchmal verbreitert, oft auch ein zentraler dunkler Längswisch angedeutet; Schildchen und Halsschild mindestens an der Basis häufig ebenfalls dunkler. Aedoeagus [Abb. 107]. 6-10 mm. B: An verschiedenen Mentha-Arten. D: Europa, Vorderer Orient, Asien; die Rassen im Südareal teilweise mit leuchtend bunter Färbung [Abb. 108].

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Flügeldecken relativ grob (doppelt) punktiert, Punkte mit sehr unregelmäßigen Abständen, zum Teil in deutlichen, unregelmäßigen Doppelreihen; Seiten des Halsschilds nach vorne geradlinig verengt [Abb. 109]; schwarz mit schwachem blauem, blauviolettem oder erzfarbenem Glanz; Endglied der Kiefertaster nicht breiter als das vorletzte Glied; Fühler an der Basis ± umfangreich gelblich; Halsschildbasis neben dem Seitenrand gelegentlich sehr kurz und leicht eingedrückt. Aedoeagus [Abb. 110]. 5,5-8,5 mm. B: Bevorzugt auf offenen Grasplätzen an ·Plantago·-Arten. D: Europa, Westasien.

Endglied der Kiefertaster auch beim ♂ nicht oder nur unwesentlich verbreitert; Tarsen beim ♂ kräftig erweitert und 1. Glied der Vordertarsen so breit wie das 3.; relativ große, plumpe Art; Körper schwärzlich, Oberseite mit schwachem, olivenem, bronzenem oder schwarzgrünem Glanz, ♀ oft matt; Beine und Fühler dunkel, die beiden ersten Fühlerglieder rotgelb; Halsschildseiten nach vorne nahezu geradlinig und stark verengt. Aedoeagus [Abb. 111]. 7-9 mm. B: An Cirsium und Carduus-Arten. D: Montane Lagen in Mitteleuropa: Karpaten, Sudeten, Erzgebirge bis Böhmerwald und Bayerischer Wald, Fränkischer Jura.
rufa (Duft., 1825)🗺
squalida Suff. crassicollis (Suffr.)Ungemein veränderliche Art, von der folgenden durch die stark verbreiterten Endglied der Kiefertaster beim ♂ verschieden [Abb. 112]. D: Europa mit mehreren Rassen. In Mitteleuropa mindestens mit folgenden Formen vertreten, die sich überlappen und zwischen denen Übergänge bestehen: - Schultern im allgemeinen kaum vorstehend; Halsschildseiten von der Basis nach vorne zunächst wenig und geradlinig verengt, dadurch bis zur Mitte breit, ab der Mitte oder erst kurz vor den Vorderecken stark gerundet verengt; Flügeldecken kräftig und dicht punktiert; Körper, Beine und Fühler braun oder seltener schwärzlich mit bronzenem, kupfernem oder grünlichem Glanz. Aedoeagus [Abb. 113]. 6,5-9 mm. B: An ·Cirsium oleacera· (Zucht durchgeführt) und weiteren Distelarten. D: Mittel- bis Süddeutschland, Böhmerwald, Nord- und Ostalpen, montan bis subalpin. (=ssp. frieseri Bech.) (=ssp. hohumilae Bech.) (=ssp. staphylaeoides Bech.) - Der Nominatform sehr ähnlich und wohl keine eigene ssp.; Schultern häufiger etwas oder auch deutlich vorstehend; Halsschildseiten stärker gerundet verengt; Aedoeagus [Abb. 114]. 6-8 mm. B: An ·Cirsium oleacera·(Zucht) und anderen Cirsium- und Carduus-Arten. D: Riesengebirge, Sudeten, Nord- und Wald-Karpaten. (=dahlii (Suffr.)) (=lapidaria Bech.) (=ssp.diminuta Bech.) - Schultern im allgemeinen deutlich vorstehend; Halsschildseiten nahezu geradlinig stark verengt; Körper verbreitert mit teilweise fast halbkugeliger Kontur; Punktur der Flügeldecken etwas lockerer als bei den beiden vorigen Formen; braun mit bronzenem, kupfrigem oder purpurviolettem Glanz. Aedoeagus [Abb. 115]. 6,5-9 mm. D: Südalpen, Slowenien, Transsylvanien, Bulgarien. ssp. ssp. (?)



-Der vorigen Art äußerst ähnlich, aber im Mittel kleiner und weniger variabel, nur durch die Aedoeagusbildung sicher zu unterscheiden Aedoeagus [Abb. 116]; Kiefertaster beim ♂ etwas weniger stark erweitert, meist zur Spitze deutlicher eingezogen [Abb. 117]; Halsschildseiten nach vorne geradlinig oder schwach gebogen, kräftig verengt (wie rufa crassicollis); Schultern nicht oder wenig vorstehend, Flügeldecken seitlich gerundet, Körper nahezu halbkugelig; braun bis schwarz, dunkelbronze bis kupfrig glänzend; Beine und Fühler gelbbraun bis dunkelbraun. 5-8,5 mm. D: Südliches Mitteleuropa und nördliche Balkanhalbinsel, Niederösterreich, Steiermark, Kärnten, (?)Bayern.
