Familie Anthicidae

ColeopteraPolyphagaHeteromera
Von Arved Lompe (n. Z. Kaszab, G. Uhmann)
Bonadona, P. (1991): Les Anthicidae de la faune de France (Coleoptera) - Mémoires de la Société Linnéenne de Lyon No. 5 >>>"F:\taxa\coleo\scans\bonadona1991 Anthicidae.pdf"
Uhmann, G. (1992): Die Anthicidae der Iberischen Halbinsel. 22. Beitrag zur Kenntnis der Anthicidae. - Mitt. Münch. Ent. Ges., 82:87-180 >>>"F:\taxa\coleo\scans\Uhmann1992 Anthicidae Spanien.tif"
Degiovanni, A. (o.J.): Anthidae e Carabidae - >>>http://anthicidaeecarabidae.altervista.org/anthicidae-2/foto-dei-generi-italiani/
In Mitteleuropa nur Vertreter der Unterfamilie Anthicinae. Weitere Unterfamilien in Südeuropa. Die Gattung Anthicus der früheren Autoren wurde in zahlreiche Gattungen aufgeteilt, die sich nach äußeren Merkmalen nicht zufriedenstellend gliedern lassen; in der Tabelle wird daher auf einzelne Gattungen mehrfach verwiesen; der Schlüssel für die früher unter Anthicus aufgeführten Arten beginnt bei LZ >>>5.
Diese Tabelle gilt nur für die mitteleuropäischen Arten.
Siehe auch ...Anthicidae_OT
#1
→ 2Halsschild vorn mit einem lang ausgezogenen, unten ausgehöhlten Horn [Abb. 1]; Seiten des Hornes gezähnt. Tribus Notoxini.
notoxus_monoceros_lateral.jpg
Abb. 1
→ 3-Halsschild ohne Horn.
#2
Notoxus Geoffroy 1762Hintertarsen kürzer als die Hinterschienen, vorletztes Glied aller Tarsen lappenartig. Flügeldecken ± parallel [Abb. 2], Schulterbeulen vorragend. Größere Arten.
notoxus_monoceros_hab.jpg
Abb. 2
Mecynotarsus Laferté 1848-Hintertarsen länger als die Schienen, sehr dünn, vorletztes Glied nicht lappenartig. Flügeldecken eiförmig, Schultern abgerundet. Kleinere Arten.
#3
Endomia Castelnau 1840Fühler unter dem Rand der Wangen vor den Augen eingefügt, die Erweiterung der Wangen bedeckt die Wurzel der Fühler. Körper, besonders unten, mit feinen Schüppchen bedeckt. Kopf groß und lang, länger als der Halsschild. Tribus Endomiini Klein und sehr schmal, gestreckt mit langen Fühlern [Abb. 3].
endomia_tenuicollis_hab.jpg
Abb. 3
→ 4-Fühler an den Seiten der Wangen, vor den Augen eingefügt, Wurzel der Fühler frei sichtbar, die Seiten der Wangen nicht lappenartig erweitert. Oberseite ± gut sichtbar behaart. Tribus Anthicini.
#4
Anthelephila Hope, 1833Alle Schenkel zur Spitze keulenartig verdickt [Abb. 4]. Vorderschenkel innen vor dem Ende beim ♂ mit einem scharfen Zahn. Flügeldecken eiförmig, Schultern abgerundet. (=Formicomus Laferté 1848)
anthelephila_pedestris_hab.jpg
Abb. 4
→ 5-Alle Schenkel dünn, gegen das Ende allmählich leicht dicker, am Vorderschenkel ohne Zahn. Flügeldecken meist nicht ganz eiförmig und die Schultern meist vorragend, Schultern breiter als die Basis des Halsschilds.
#5
Hirticomus (Pic 1894) )Der ganze Körper, einschließlich der Beine mit langen, abstehenden Haaren besetzt. (=Hirticollis Marseul, 1879)
→ 6-Wenigstens die Beine ohne lange Haare.
#6
Cyclodinus (Mulsant).Halsschild lang, vorn erweitert, nach hinten stark verengt, an der Basis neben der Mitte mit zwei kleinen Buckeln.
→ 7-Halsschild an der Basis ohne zwei kleine Buckel.
#7
Microhoria (Chevrolat 1877)Habitus [Abb. 5]. Halsschild mit seitlichen Grübchen, die mit filzigen Haaren besetzt sind.
microhoria_dejeani_hab.jpg
Abb. 5
→ 8-Halsschild ohne filzig ausgelegte Seitengrübchen.
#8
Anthicus (Paykull 1798)Vorderschienen am Außenrand mit einem langen, spitzen, fingerförmigen Dorn, der so lang ist wie das 1. Tarsenglied [Abb. 6]. Habitus [Abb. 7].
anthicus_bimaculatus_vschn.jpg
Abb. 6
anthicus_bimaculatus_hab.jpg
Abb. 7
→ 9-Vorderschienen am Außenrand ohne solchen langen Dorn.
#9
Stricticomus (Pic 1894)Die ganze Oberseite äußerst dicht und fein punktiert, matt, mit seidenartigen, vollkommen anliegenden, kurzen und dichten Haaren bedeckt, so daß von der Skulptur kaum etwas zu sehen ist. (=Stricticollis Marseul, 1879)
→ 10-Oberseite fein oder grob punktiert, die Behaarung dicht oder spärlich, etwas abstehend oder anliegend.
#10
→ 11Halsschild viel länger als breit, Seiten weit vor der Basis beiderseits tief eingeschnürt [Abb. 8].
stricticollis_tobias_vk.jpg
Abb. 8
→ 12-Halsschild nicht länger als breit, verkehrt trapezförmig und gleich an der Basis eingeschnürt oder auch nach hinten gerade verengt [Abb. 9].
omonadus_floralis_vk.jpg
Abb. 9
#11
Clavicollis Marseul, 1879Flügeldecken lang eiförmig, Schultern kaum vorragend, Oberseite hinter den Schultern ohne Quereindruck. Flügeldecken schräg und lang, jedoch spärlich beborstet, sehr fein und sehr spärlich punktiert, der Grund glänzend und glatt. (=Clavicomus (Pic, 1894))
Stricticomus (Pic 1894)-Flügeldecken fast parallel, mit stark vortretenden Schulterbeulen [Abb. 10]. Oberseite hinter den Schultern breit quergedrückt. Fein oder stark punktiert. (=Stricticollis Marseul, 1879)
stricticollis_tobias_hab.jpg
Abb. 10
#12
→ 13Flügeldecken ± grob und gut sichtbar punktiert. Das Ende der Flügeldecken beim ♂ ohne besondere Kennzeichen.
Microhoria (Chevrolat 1877)-Flügeldecken kaum erkennbar, erloschen und sehr fein punktiert. Die Punktierung des Vorderkörpers ebenso fein. Flügeldecken am Ende beim ♂ mit verschiedenen Kennzeichen, meist mit je einem kleinen Grübchen beiderseits neben der Naht.
#13
→ 14Die Punktierung des Vorderkörpers sehr grob und dicht, wenigstens neben den Augen und am Scheitel beiderseits der Schläfen runzelig [Abb. 11].
cordicollis_gracilis_vk.jpg
Abb. 11
→ 16-Die Punktierung des Vorderkörpers fein oder ± grob, jedoch nicht runzelig, jeder Punkt bleibt auch an der Stirn beiderseits neben den Augen und an den Schläfen sowie dem Scheitel separiert [Abb. 12].
cordicollis_instabilis_vk.jpg
Abb. 12
#14
Cordicomus (Pic, 1894)Kopf ohne glänzende Mittellinie [Abb. 11], die ganze Oberseite mit länglichen, ganz aneinandergerückten Punkten, daher matt. Halsschild genau so punktiert wie der Kopf. (=Cordicollis Marseul, 1879)
cordicollis_gracilis_vk.jpg
Abb. 11
→ 15-Kopf in der Mitte der Länge nach breit unpunktiert.
#15
Cordicomus (Pic, 1894)Kopf hinten breit gerundet [Abb. 11], die unpunktierte Mittellinie reicht nur bis zur Mitte der Stirn. 4 mm. Körper hellgelb bis braun mit Aufhellungen. Flügeldecken relativ lang, schräg abstehend behaart. (=Cordicollis Marseul, 1879)
cordicollis_gracilis_vk.jpg
Abb. 11
Anthicus (Paykull 1798)-Kopf hinten breit gerade abgestutzt [Abb. 13]. 2-2,5 mm. Körper schwarz oder schwarzbraun, Flügeldecken meist etwas heller, Fühler und Beine einfarbig gelbrot [Abb. 14]. Die Behaarung der Flügeldecken kurz und grauweiß, fast anliegend.
anthicus_flavipes_vk2.jpg
Abb. 13
anthicus_flavipes_hab.jpg
Abb. 14
#16
→ 17Kopf und Halsschild grob punktiert, die Punktierung eng, manchmal fast runzelig.
→ 18-Kopf und Halsschild spärlich und fein oder gleichmäßig fein und dicht punktiert; die Punktabstände überwiegend meist nicht kleiner als die Punktdurchmesser; Punktierung höchstens so stark wie in [Abb. 15].
anthicus_antherinus_vk.jpg
Abb. 15
#17
Cordicomus (Pic, 1894)Kopf ohne unpunktierte Mittellinie. (=Cordicollis Marseul, 1879)
Anthicus (Paykull 1798)-Kopf mit unpunktierter Mittellinie.
#18
→ 19Augen groß, der Längsdurchmesser eines Auges etwa so lang wie die Schläfen. Kopf breit, quadratisch oder oval, mit vorragenden Augen, breiter als der Halsschild.
→ 20-Augen klein, der Längsdurchmesser eines Auges kürzer als die Schläfen (von der Seite betrachten!). Kopf meistens so breit wie der Halsschild, Augen manchmal stark, manchmal weniger gewölbt.
#19
Anthicus (Paykull 1798)Halsschild vor der Basis merklich eingeschnürt. Schläfen gleich hinter den Augen verengt, mit breit abgerundeten Hinterecken. Die Punktierung des ganzen Körpers dichter und stärker. Kopf mit unpunktierter Stirnlinie.
Omonadus (Mulsant et Rey 1866)-Seiten des Halsschilds gerade verengt, vor der Basis kaum eingeschnürt, Schläfen fast parallel, hinten breit abgestutzt [Abb. 16]. Die Punktierung des ganzen Körpers fein, gleichmäßig, die Behaarung auffallend fein und kurz, kaum sichtbar. Kopf ohne unpunktierte Stirnlinie.
omonadus_formicarius_hab.jpg
Abb. 16
#20
Omonadus (Mulsant et Rey 1866)Kopf und Halsschild äußerst fein und spärlich punktiert, glatt, die Punktierung wird nur gegen die Basis des Halsschilds etwas gröber [Abb. 9]. Oberseite mit sehr spärlicher und nicht langer, abstehender Behaarung, außerdem noch spärlich und fein, kaum bemerkbar anliegend behaart.
omonadus_floralis_vk.jpg
Abb. 9
Anthicus (Paykull 1798)-Kopf und Halsschild gleichmäßig und meist dicht, gut erkennbar punktiert [Abb. 15], der Körper, besonders der Vorderkörper nicht glänzend. Oberseite mit einfacher, meist dichter, anliegender Behaarung.
anthicus_antherinus_vk.jpg
Abb. 15
Enthaltene TaxaAnthelephilaAnthicusClavicollisCordicomusCyclodinusEndomiaHirticomusMecynotarsusMicrohoriaNotoxusOmonadusStricticomus
Erstellt am: 14.08.2012 · Letzte Aktualisierung: 26.07.2020 - 13:00:56
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