Halsschild sehr schwach quer, höchstens um ein Fünftel breiter als lang; Kopf sehr groß, fast so breit wie der Halsschild [Abb. 7]; Augen klein. Beine auffallend lang [Abb. 8]. Körper rotbraun bis pechschwarz. Das 4. sichtbare Tergit leicht aber deutlich quer eingedrückt. Untergattung

1. bis 4. vollständiges Tergit an der Basis quer eingedrückt [Abb. 9]. Flügeldecken rotbraun, rot oder gelbrot. Beim ♂ und oftmals auch beim ♀ trägt das 1. vollständige Tergit einen Höcker. Untergattung
🗺
-Flügeldecken sehr dicht rauh punktiert, die Zwischenräume so groß wie die Punktdurchmesser oder kleiner. Schwarz, goldgelb behaart, Flügeldecken rotbraun, an den Seiten schwärzlich; Fühler Basis, Taster, Beine und letzte Tergite braun [Abb. 14]. Spermatheka [Abb. 15]. 4-8 mm. B: Auf Äsern. D: Gemein. Die Beschreibung der Punktgröße und -dichte trifft nur pei punktförmiger Beleuchtung, wie sie ja meistens vorhanden ist, zu; bei flächiger Beleuchtung sind die Zwischenräume größer als die Punkte [Abb. 16].


Flügeldecken schwarz. Hinterleib dichter punktiert. Körper größer und breiter. Schwarz, schwarz behaart, Beine pechschwarz, Tarsen heller. 5-9 mm. B: Auf Aas selten und nur stellenweise, aber dann oft zahlreich. D: Aus manchen Gebieten noch nicht gemeldet.
🗺
-Flügeldecken rot, blutrot oder braunrot. Hinterleib spärlicher punktiert. Körper kleiner und schlanker. Schwarz, Flügeldecken höchstens am Schildchen bräunlich angedunkelt, Fühler braunrot, Beine und Hinterleibsspitze pechbraun. 3-7 mm. D: Südeuropa; in Mitteleuropa nur im Süden und der Mitte, in der Ebene noch nicht gefunden.
5. Fühlerglied deutlich breiter und kürzer als das 4. Glied, doppelt so breit wie lang. Schwarz, Flügeldecken rot bis gelbrot, an den Seiten und an der Basis schwärzlich [Abb. 17]; Fühlerbasis manchmal rotbraun, Beine pechbraun, Knie und Tarsen rötlich. Spermatheka [Abb. 18]. 2,5-6 mm. (Untergattung Xenochara) B: An sandigen Flußufern D: In der Mitte und im Süden häufig, in der Ebene sehr selten oder fehlend. (=crassicornis Lacordaire, 1835 nec Gyllenhal, 1827) (=haematodes ssp.ripicola Mulsant Rey, 1874)

🗺
-5. Fühlerglied etwas länger und wenig breiter als Glied 4, etwa so breit wie lang [Abb. 19]. Schwarz, goldgelb behaart, Flügeldecken manchmal dunkelbraun, Fühlerbasis, Taster und Beine dunkel rotbraun [Abb. 20]. Aedoeagus [Abb. 21], Spermatheka [Abb. 22]. 3-6 mm. (Untergattung Euryodma Reitter, 1909). B: Hygrophile Art an Sumpfstellen und im Genist. B: Überall, aber nicht häufig. Kleine Stücke dieser Art wurden als var. curta Sahlberg, 1834 beschrieben.



-Halsschild so breit wie die Flügeldecken. Hinterrand der Flügeldecken deutlich ausgeschweift. Dunkel pechbraun, Halsschild oft rotbraun, Flügeldecken hell rotbraun bis pechbraun, Hinterrand der Hinterleibstergite und Hinterleibsspitze heller, Fühlerbasis, Taster und Beine gelbrot. 2-3,5 mm. D: In Mitteleuropa an xerothermen Stellen nur vereinzelte reliktäre Fundorte im Osten und Süden.
5. Fühlerglied nur wenig breiter als das 4., doppelt so breit wie lang. Schwarz, goldgelb behaart, Flügeldecken braungelb, um das Schildchen und an den Seiten breit angedunkelt, Fühlerbasis, Beine und Hinterleibsspitze braungelb. 2,5-3 mm. D: Im Donaugebiet sehr selten; Niederösterreich, Mähren, Slowakei, Südosteuropa. (=moczarskii Scheerpeltz, 1923)
-5. Fühlerglied fast doppelt so breit wie das 4., dreimal so breit wie lang. Schwarz, Flügeldecken hell braunrot bis gelbrot, Halsschildseiten rötlich durchscheinend, Fühlerbasis, Taster, Beine und Hinterleibsspitze gelbrot. 2,5-4 mm. D: Mediterrane Art; in Mitteleuropa in Niederösterreich, Böhmen, Mähren und der Slowakei vereinzelt.
-Halsschild fast so grob wie die Flügeldecken punktiert. Untergattung Xenochara Mulsant Rey, 1874. Pechbraun, Halsschild und Hinterrand der Tergite rotbraun, Flügeldecken gelbbraun, an den Seiten und um das Schildchen angedunkelt, Taster und Beine rotgelb. 3-4 mm. D: Kosmopolitische, in Europa sehr seltene Adventivart; vielfach synanthrop im südlichen und mittleren Mitteleuropa.
🗺
Hintere Tergite deutlich gröber und spärlicher als die vorderen in der Basishälfte punktiert. Hinterleib nach hinten verengt [Abb. 25]. Schwarz, Flügeldecken neben der Naht jederseits mit einer dreieckigen braunroten Makel [Abb. 23], selten nur am Hinterrand rötlich, Fühlerbasis und Beine rotgelb, Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 26], Spermatheka [Abb. 27]. 3,5-5 mm. B: Koprophile Art. D: Früher häufig, heute mancherorts selten. Bei var. croatica Penecke, 1901 sind die Flügeldecken einfarbig schwarz.



-Hinterleib gleichmäßig dicht und fein punktiert. Schwarz, Flügeldeckenhinterrand rotgelb, Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun, Tarsen heller. 3-5 mm. B: Koprophile Art. D: In Mitteleuropa im Südosten sehr selten, könnte auch im Westen gefunden werden, da aus Frankreich und den Niederlanden bekannt.
🗺
Hinterleib auf den vorderen Tergiten deutlich dichter als auf den hinteren punktiert. Schwarz, Flügeldecken hinten in der Nähe der Naht mit unregelmäßiger roter bis gelbroter Makel [Abb. 29]; diese kann manchmal einen größeren Teil der Flügeldecken einnehmen. Beine pechbraun, Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 30] [Abb. 31]. Spermatheka [Abb. 32]. 4,5-6 mm. B: Koprophile Art. D: Nicht häufig, im Norden nur noch selten.



-Hinterleib auf den vorderen Tergiten so fein und dicht wie auf den hinteren punktiert. Schwarz, Flügeldecken rotgelb bis braungelb, an der Basis und um die Naht angedunkelt bis geschwärzt, an den Seiten braun; manchmal einfarbig. Fühlerbasis, Taster und Beine braunrot, Tarsen heller. 3-5 mm. B: Koprophile Art. D: In Mitteleuropa seltener als tristis, im Norden nur sehr selten oder fehlend.








🗺
-3. Kiefertasterglied von der Basis an stark konisch erweitert, ca. 1,5 x wenig länger als am Ende breit [Abb. 33] [Abb. 35]. Penis fast so lang wie die Parameren, die Häkchen des Innensackes schwach gekrümmt [Abb. 40] [Abb. 41]; Aedoeagus [Abb. 42] [Abb. 43], Spermatheka [Abb. 44]. Schwarz, Flügeldecken manchmal bräunlich durchscheinend. Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun. 2-5 mm. B: In Baumhöhlen, an Saftfluß etc.. D: Überall häufig.






Häkchen des Penisinnensackes stark gekrümmt [Abb. 45]. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 39]. Schwarz, Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun, Tarsen heller. 3-4,5 mm. D: Sehr selten, aber wohl überall nachzuweisen.

🗺
-Häkchen des Penisinnensackes schwach, fast regelmäßig gekrümmt [Abb. 46]. Aedoeagus [Abb. 47] [Abb. 48]. Schwarz, Flügeldecken und Hinterrand der Tergite manchmal bräunlich durchscheinend. Fühler, Taster und Beine braun, Fühlerbasis und Tarsen heller. 5-5,5 mm. D: Bisher nur aus Nordeuropa und Südeuropa bekannt; in Mitteleuropa wohl sicher vorkommend, dann aber bestimmt sehr selten. (=diversa (Sahlberg, 1876))


🗺
Halsschild am Grunde ohne Mikroskulptur, sehr fein mikroskopisch punktiert. Schwarz, Flügeldecken oft schwarzbraun, Hinterrand der Tergite bräunlich, Fühler, Taster und Beine braun, Fühlerbasis und Tarsen heller. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 49] [Abb. 50], Innenstrukturen [Abb. 51]: die Häkchen des Penisinnensackes schlank und schmal [Abb. 52]. 3-6 mm. D: Nicht häufig. (=diversa auct. nec Sahlberg) (=albovillosa Bernh.)



-Halsschild am Grunde mit deutlicher netzmaschiger Mikroskulptur. Schwarz, Flügeldecken oft schwarzbraun, Fühler und Beine rotbraun, Fühlerbasis, Taster und Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 53] [Abb. 54]; Häkchen des Penisinnensackes breit und gedrungen [Abb. 55]. 4,5-6 mm. B: In Murmeltierbauten. D: In den Alpen


Flügeldecken einzeln mit großen, seichten Punkten besetzt. Schwarz, Vorderkörper mit Ölglanz, Tarsen rötlich. Aedoeagus [Abb. 56]. 3,5-4 mm. B: In den Nestern kleiner Säugetiere, namentlich beim Maukwurf (Talpa). D: Sehr selten: von Böhmen elbabwärts bis zur Havel gemeldet.
🗺
Halsschild schmäler als die Flügeldecken zwischen den Schultern. Hinterleibstergite glänzend, mit Ausnahme der Querfurche nur einzeln grob punktiert. Schwarz, Tarsen rötlich, manchmal die ganzen Beine rotbraun. ♂: Letztes Fühlerglied so lang wie die drei vorhergehenden Glieder zusammengenommen. 2,5-5 mm. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 58] [Abb. 59]. D: Nicht häufig, meistens sporadisch und einzeln.

🗺
Halsschild matt, am Grunde mit deutlicher Mikroskulptur. Schwarz, Flügeldecken am Hinterrand manchmal rötlich durchscheinend, Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 60] [Abb. 61]. 3-4 mm. D: Selten, aber wohl überall nachzuweisen.

♂: Hinterrand des 5. Sternits mit einem in seiner Mitte geteilten Saum langer Borsten. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 62]. 3,5-4,5 mm. B: Am Mist nicht allzu selten. D: In der alpinen Zone der mitteleuropäischen und benachbarten Gebirge, manchmal auch im Vorland. (=rufitarsis Heer)
Flügeldecken weitläufiger punktiert, die Zwischenräume fast doppelt so groß wie die Punktdurchmesser. Die Hinterhälften der Hinterleibstergite glatt, nur spärlich punktiert. Schwarz, Hinterrand der Tergite und manchmal auch der Hinterrand der Flügeldecken pechbraun, Fühlerbasis und Beine pechbraun, Tarsen heller. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 64] [Abb. 65]. 4-6 mm. B: Wahrscheinlich koprophil. D: Sehr selten, aber wohl im ganzen Gebiet zu erwarten. (=lanuginosa Scheerpeltz, 1957)

🗺
-Flügeldecken dicht punktiert, die Zwischenräume etwa so groß wie die Punktdurchmesser [Abb. 24]. Hinterhälfte der Hinterleibstergite gröber und weniger weitläufig punktiert. Schwarz, Hinterrand der Flügeldecken oft +/- ausgedehnt rötlich [Abb. 66], Tarsen bräunlich. Aedoeagus [Abb. 67] [Abb. 68] [Abb. 69], Spermatheka [Abb. 70]. 3-5,5 mm. B: Koprophile Art. D: Überall häufig. (=peezi Scheerpeltz, 1957)





🗺
Flügeldeckennaht fast so lang wie der Halsschild [Abb. 71]. Schwarz, Flügeldecken braunrot, an der Basis und um das Schildchen oft geschwärzt [Abb. 72], Fühler braunrot, Fühlerbasis, Taster und Beine gelbrot. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 73] [Abb. 74] [Abb. 75]. 2,8-5 mm. B: In Baumhöhlen, Nistkästen, Hühnerställen etc.. D: Im alÌgemeinen nicht häufig, aber gebietsweise verstreut und selten. (=schmausi Scheerpeltz, 1954)




🗺
1. bis 4. vollständiges Tergit in der Hinterhälfte fast dicht, deutlich punktiert. Schwarz, Flügeldecken kastanienbraun, Hinterleibsspitze rotbraun bis gelbbraun, Fühlerbasis, Taster und Beine rotgelb. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 77]. (2,5) 3,5-5 mm. B: Mycetophile Art. D: Im Norden und Nordosten selten, sonst nicht häufig.
-1. bis 4. vollständiges Tergit in der Hinterhälfte zerstreut punktiert. Schwarz, Flügeldecken kastanienbraun bis rotbraun, Taster, Beine und Hinterleibsspitze rotgelb. Dunkle Stücke wurden als var. brunneipennis Motschulsky, 1858 beschrieben. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 78]. 3-5 mm. B: Mycetophile Art. D: Im Osten nicht selten, nach Westen nur verstreut und selten.
Kopf etwa so breit wie die Hälfte des Halsschilds. Halsschild sehr dicht, rauh punktiert. Schwarz, Flügeldecken rot, an der Basis, um die Naht und an den Seiten schwarz, Beine braun, Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 79]. 5-7 mm. B: Koprophile Art. D: Im Alpengebiet und im südöstlichen Mitteleuropa vereinzelt.
Hinterhälften der Tergite wenig grob, spärlich punktiert. Fühler lang und kräftig, ihr vorletztes Glied höchstens 1,5 mal so breit wie lang. Robuste Art. Schwarz, Flügeldecken hinten in der Nähe der Naht mit je einer größeren roten Makel, welche oft über den ganzen Hinterrand verbreitet ist. Beine pechbraun, Tarsen heller. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 80]. 3,5-6,5 mm. B: Besonders in montanen Gegenden. D: Vom Süden her sowohl ins südöstliche als auch ins westliche Mitteleuropa verbreitet.
-Hinterhälften der Tergite fast dicht, grob längsstrichelig punktiert. Fühler kürzer. Schwarz, Flügeldecken hinten in der Nähe der Naht mit je einer etwa dreieckigen roten Makel; manchmal ist nur der Hinterrand rötlich oder es können auch fast die ganzen Flügeldecken rötlich sein. Stücke mit einfarbig schwarzen Flügeldecken wurden als a. unicolor Schilsky, 1908 beschrieben. Fühlerbasis und Tarsen braun bis pechbraun. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 81]. 2,5-5 mm. D: Im Osten von Mitteleuropa häufiger; im Westen und in Hochlagen seltener, gebietsweise fehlend. (=bisignata Erichson)
-Untergrund der Halsschildscheibe mit deutlicher netzmaschiger Mikroskulptur, matt. Pechschwarz, Flügeldecken gelbrot oder hell braunrot, Fühlerbasis, Taster, Beine und Hinterleibsspitze braunrot. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 82]. 3,5·-4,5 mm. B: Nidicole Art; sehr selten, aber durch systematisches Beködern von Wildkaninchenbauen (Oryctolagus) wohl noch mancherorts nachzuweisen. D: Europa.
-Kopf nach vorn stark erweitert, verkehrt trapezförmig. Schwarz, Flügeldecken hinten mit je einer großen roten bis rotbraunen Makel, welche oftmals über die ganze Scheibe der Flügeldecken ausgebreitet ist. Fühler schwarz, Taster und Beine rotbraun. 3-5 mm. Nidicole Art. B: Beim Ziesel (Spermophilus) im Verbreitungsgebiet dieses Tieres. D: In der Tschechoslowakei, dem östlichen Österreich und Ungarn nicht selten.
5. Fühlerglied deutlich quer, etwa 1,5 mal so breit wie lang. Schwarz, Flügeldecken hinten mit je einer großen gelbroten Makel, welche oft über einen größeren Teil der Flügeldecken ausgedehnt ist. Fühlerbasis, Taster und Beine rotbraun bis pechbraun. 3-4,5 mm. B: Nidicole Art; besonders beim Hamster (Cricetus), aber auch beim Ziesel (Spermophilus), Wildkaninchen (Oryctolagus) etc.. D: Östliches und südöstliches Mitteleuropa, nicht selten.
🗺
-5. Fühlerglied so breit wie lang. Schwarz, Flügeldecken hinten mit unscharf begrenzter rotbrauner bis rotgelber Makel [Abb. 83] [Abb. 84]. Fühlerbasis, Taster und Beine braun, Tarsen heller. Aedoeagus [Abb. 85] [Abb. 86] [Abb. 87], Spermatheka [Abb. 88]. 3,5-5,5 mm. B: Nidicole Art, vorzugsweise beim Dachs (Meles), aber auch bei Hamster (Cricetus), Ziesel (Spermophilus) und Wildkaninchen (Oryctolagus). D: Europa, selten. In Mitteleuropa besonders in Tallagen weit verbreitet, jedoch aus Bayern, dem Alpengebiet und der Slowakei noch nicht nachgewiesen.





Fühler schlank, Glied 10 1,5 x so breit wie lang. Punktur der Flügeldecken dichter als bei den folgenden Arten, raspelig, die Punkte schräg von hinten eingestochen, so daß ihr Vorderrand bei wechselnder Beleuchtung als glänzende Erhabenheit erscheint. Rote Flügeldeckenzeichnung unscharf begrenzt und gewöhnlich nicht auf die Flügeldeckenhinterhälfte beschränkt. Aedoeagus und Spermatheka [Abb. 92]. 2,5-3,5 mm. D: Boreoalpin, Skandinavien, Alpen von der Ostschweiz bis Tirol und den Dolomiten.
🗺
Punktur des Hinterleibs bis zum Ende ziemlich dicht, auf dem 5. vollständigen Tergit nicht merklich weitläufiger als auf dem 3.; Hinterleib fast parallelseitig [Abb. 89]. Punkte der Halsschildreihen kräftig, die basalen Punkte oft in einem flachen Eindruck stehend. Rotfärbung der Flügeldecken unscharf begrenzt und sehr umfangreich. Helle Behaarung der Flügeldecken grob und in der inneren Hinterhälfte fast horizontal gestellt. ♂: Hinterrand des letzten Sternits in kräftigem Winkel vorspringend. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 93] [Abb. 94] [Abb. 95]; 2,5-4,5 mm. B: Vorzugsweise in der Ebene auf Sandboden. D: Verbreitet, aber ziemlich selten. (=verna FHL nec Say)



Kopfgroß, 3/4 so breit wie der Halsschild Halsschildpunktreihen kräftig und besonders zur Basis hin etwas längsfurchig eingedrückt. Flügeldeckenpunktur weitläufig. Flügeldeckenfärbung und -Behaarung wie bei binotata. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 96]. 1,8-2,5 mm. D: Mediterrangebiet, westlich bis zu den atlantischen Inseln verbreitet Vorkommen in Mitteleuropa äußerst zweifelhaft.
🗺
Flügeldeckenfleck größer [Abb. 97]; Punktur in den Basalfurchen der vorderen Tergite dichter, die Punkte schräg von hinten eingestochen und länglich erscheinend. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 98] [Abb. 99] [Abb. 100] [Abb. 101]; Spermatheka mit 3-4 Windungen. 3-5 mm. Größere Formen überwiegen. D: In ganz Europa gemeine Art.




-Flügeldeckenfleck klein; Punktur in den Basalfurchen der vorderen Tergite weniger dicht, die Punkte rund erscheinend. Aedoeagus, Spermatheka [Abb. 102] [Abb. 103]; Spermatheka mit 8-12 Windungen. 2,8-4,5 mm. Meistens unter 3,4 mm. B: Bei Hamburg und Lübeck in Kuhdung auf dürrem Sandboden zusammen mit binotata; an xerothermen Standorten im Rheinland; auch in Dänemark. D: In Nordamerika weit verbreitet; in Europa bisher nicht berücksichtigt, aber nachgewiesen bei Hamburg, Lübeck, Rheinland, Dänemark. Vermutlich in ähnlichem Habitat als verbreitet nachzuweisen.

Halsschildbehaarung in der Mittelinie nach hinten gerichtet (Typ II) [Abb. 104]. Halsschild seitlich gerundet, nach vorn stärker verengt, Hinterwinkel verrundet. Mittelbrust mit Längskiel. Untergattung (=Polycharina Reitter)
-Halsschildbehaarung in der Mittelinie nach vorne gerichtet (Typ I) [Abb. 105] [Abb. 4]. Halsschild seitlich schwach gerundet, Hinterwinkel stumpfwinklig. Mittelbrust ungekielt. Habitus [Abb. 106]. Untergattung.

